Das größte Hindernis ist der Bürger

Ist zumindest die Formulierung von Herrns Borchers bei heise, die Akzeptanz des elektronischen Personalausweises betreffend. Der Bitkom findet das, untermauert von den Ergebnissen einer eigens durchgeführten Umfrage, natürlich nicht so toll. Da bleiben die Umsätze der beteiligten Firmen natürlich hinter den Erwartungen zurück. Wenn man sich die Beteiligten an der Einführung und Verbreitung des nPA sieht, kann man sich des Eindruck nicht erwehren, dass alle dabei gewinnen, außer dem Bürger. Was soll der mit den paar Funktionen, die er auch ohne ePA haben kann, wenn auch vielleicht nicht so komfortabel (elektronisch vom heimischen Rechner). Der Komfortvorteil ist auch das einzige, was in meinen Augen für den Ausweis spricht und wohl dafür sorgt, dass es auch nPA-Besitzer gibt, die nicht nur wegen eines abgelaufenen, alten Ausweises den Neuen brauchen. Aber brauchen angesichts der Bedrohungspotentials?

Die Liste der Funktionen, die ich nicht in dieser Form haben will, weil sie nicht *mir* nutzen, ist länger. Und sie wird wohl in Zukunft noch viel länger, und erheblicher bedrohlicher. Fingerabdrucksensor auf dem Ausweis? Oder gar ein DNA-Analysator? Klingt verrückt, ist aber „gewünscht“ von den Behörden. Ist klar, die Fanatiker im Innenministerium finden das alles geil. Und irgendwann kommt auch noch zur Ausweispflicht die Mitführpflicht (erscheint als gesetzliche Änderung lächerlich klein im Gegensatz).

best thing ever, maybe

Es fällt mir sehr oft auf. Kommentare bei utube, nicht nur die mit den meisten grünen Daumen unter dem Video, auch noch weiter unten, die derartige Superlative bemühen. Warum machen die Leute das? Ich kauf denen das eigentlich nie ab, weil ich es als Heuchelei empfinde. Aber vielleicht erwarte ich da auch nur zu viel und das Netz ist eh voll mit diesen belanglos dahin geschriebenen Empfindungen, die keine sind. Aber warum klicken dann noch so viele Leute diese Art von Kommentar nach oben? Irgendwie scheint das trollen da die einzige Antwort drauf zu sein.

Wohin geht das alles?

Irgendwie steht mit innerlich gerade der Mund auf, weil ich eigentlich nach den Ereignissen rund um den Dingstrojaner erwartet hätte, dass die Innenheinis andere Sachen zu tun hätten. Von wegen Ball flach halten und so. Nää. In einem Artikel bei heise wird der Regierungsentwurf zur Verlängerung der Antiterrorgesetze besprochen und die Kommentare verschiedener Staatsrechtler. Das können die doch nicht ernst meinen?

So würden künftig unter dem Begriff des „Aufstachelns“ etwa das bloße Befürworten von Gewalt, Sitzblockaden und kritische journalistische Kommentare mit einer unterstellten einschlägigen „geistigen Wirkung“ erfasst.

Natürlich meint Verlängerung der entsprechenden Gesetze in erster Linie Ausweitung der Befugnisse, weitere Aufweichung der Trennung von Polizei und Nachrichtendienste, die Verlängerung an sich ist eh Makulatur. Unabhängig davon, dass der Entwurf der Regel des Maximalgesetzes (absurd viel fordern um maximal viel rauszuholen) entspricht und im endgültigen Gesetz so nie drin stehen wird, bin ich beeindruckt, wie die mit solchen Forderungen überhaupt auftreten. Einen shitstorm sollen sie dafür kriegen. Aber wie sagt schon ein Kommentator in den heise-Foren sinngemäß: da passiert erst was, wenn man den Massen den Verblödungsstrahler und das Fressen wegnimmt. Dann knallt es. Andererseits zielen diese Gesetze wohl genau darauf.

Nachtrag: Süddeutsche, FAZ und Welt (die ich eigentlich nicht mal mit dem Hintern ansehen will) haben auf ihren Eingangsseiten genau garnichts dazu?!

About bloatism in software

bloatism: a disease-like process of software getting bigger and bigger all the time and losing the focus on KISS

Many people know that problem, especially older ones. Software you get used to over the years and that is in a constant development process grows bigger and bigger, gets new features with every major version number step. The point is: when does the developer thinks the software is feature complete and should it be feature complete at one point in time at all? And what is with new features because of new requirements from outside?

opera

At the moment the software I’m referring to is opera, the browser. I use it since many years and it was my favorite browser all the time. And it is still yet. I had a discussion with friends about it. They stopped using opera because they mostly don’t like many new features, some of them they hate (despite that the fact that one can disable many of them). On such feature is that there is only the  domain part of an address displayed in the address bar. If that option is disabled you’ll see the full address but the non-domain part in lighter gray. Not a big deal in my eyes. I’m annoyed by things like bittorrent or mail client in the browser and the fact, that you don’t have to use it but it’s in the software (in the code) anyway. And every tiny little  feature adds up to a big extra chunk of code that bloats the whole program and makes it slow. Sure, opera is one of the fastest. But it could be the fastest. I would love a slimmed down version, without mail/bittorrent/rss/chat and all that things that are better handled with a extra program. I would love a insanely fast browser with low memory usage.

(And: nope, firefox failed. It’s to slow even out of the box, without any add-on)

Das R aus K&R ist gestorben

Jeder, der beim Lernen einer Programmiersprache sich mal an C rangetraut hat, wird „The C Programming Language“ in der Hand gehabt haben und es bestimmt bis zum Ende durch gearbeitet haben. Das ist nur einer der Meilensteine, die er und auch die anderen aus den Bell/AT&T-Labs gesetzt haben. Eigentlich würde es keins der gegenwärtigen Betriebssysteme so geben. Auch viele neuere Programmiersprachen haben ihren Ursprung in den Unzulänglichkeiten von C. Ach was schreib ich… hier geht’s weiter:  economist.com