Badspiegelbeleuchtung

 

Den eigentlich unbeleuchteten Spiegel im Bad mit Beleuchtung nachgerüstet. Das Bild ist allerdings dunkler als in der Realität, das Licht für das Bild kommt nur von den 2 LED-Leisten. Und die Abdeckung an der Oberseite fehlt noch. Nächste Ausbaustufe dann mit Bewegungsmelder.

Der gute Hirte? Ein selbstloser Mann?

In einem Foto-Essay beschreibt Nathalie-Kyoko Stucky den Alltag und die Arbeit von Mr. Matsumura, einem Mann, der in der verbotenen Zone rund um Fukushima geblieben ist [sich der Anweisung zur Evakuierung widersetzt hat?] und sich dort den verbliebenen Tieren widmet. Der Artikel ist nichts für empfindsame Naturen, da auch verstümmelte (aber lebende) bzw. tote Tiere zu sehen sind.

Die Arbeit von Mr. Matsumura ist beeindruckend und macht nachdenkend, wer sonst zu solcher Hingabe fähig wäre. Im Gegensatz zu TEPCO sieht er den Gefahren der Gegend wissend ins Auge und kennt die Konsequenzen seines Fürsorgealltags, den er ohne Schutzkleidung absolviert. Wozu auch einen Schutzanzug tragen, wenn schon allein durch die täglichen Verrichtungen wie Essen, Waschen und Umgang mit den Dingen der ständige Kontakt mit strahlenden Partikeln unumgänglich ist.

Ich weiß nicht, ob wirklich Selbstaufopferung oder vielleicht nur eiserne Sturheit als Grund dafür in Frage kommen, aber ich empfinde das als sehr respekteinflößend, mehr als es TEPCO je sein könnte. Deren Manager leben ja nicht dort oder kümmern sich um die Tiere (naja, auf eine andere Weise vielleicht doch: es existieren Pläne [der Regierung], die Tiere in der Zone zu töten).

Noch eine RAW-Software

 Oh fein. Dank phoronix probier ich gerade eine weitere Software für die Bildbearbeitung (mit Schwerpunkt RAW) unter Linux aus. Ja, digikam ist brauchbar und ein sehr umfassendes Programm, aber langsam (auf meiner vermutlich etwas zu alten hardware) und bloat-ig. Wenn also was Neues auftaucht, schau ich von Neugier getrieben und auch etwas mit dem Wunsch nach mehr speed drauf.

darktable ist hier imo ein Wortspiel  aus dark room und light table, beides Modi, in welchen das Programm zu nutzen ist, wobei darkroom für die Einzelbild-Anzeige und lighttable für ein Set von Bildern steht. Und es erscheint mir nach den ersten Minuten tatsächlich schneller bei grundlegenden Aktionen, auch wenn es sicherlich nicht hexen kann.

Die Oberfläche sieht auf den ersten Blick sehr aufgeräumt, gar spartanisch aus. Das Konzept macht auf jeden Fall einen interessanten Eindruck. Vor Tastaturbenutzung sollte man keine Angst haben, da diese für einen schnellen Arbeitsablauf essentiell ist und hier auch umgesetzt wurde. Die andernorts obligatorische Menüzeile sucht man hier vergebens. Die Begründung dafür findet sich in den GuiGuidelines im darktable-wiki.

Nach den ersten Minuten will ich mich noch nicht festlegen, ob das Programm ein Ersatz oder eine Ergänzung wird. Zwei Systeme rund um Bearbeitung und Verwaltung kann man sicherlich machen, bringen aber zusätzliche Probleme. darktable hat mit seiner Unabhängigkeit von einer Desktop-Umgebung und der Möglichkeit für tethered shooting, der Unterstützung des neusten Krams wie zB. Beschleunigung mittels OpenCL, einige starke Argumente.

Bilder alter NASA-Missionen zum Stöbern

Ich weiß nicht, wie viel davon schon länger im Netz war; die Bilderserien der Gemini-Missionen sind gerade erst online gestellt worden und laden zum Stöbern ein. Natürlich ist da auch viel aus Laien-Sicht uninteressantes dabei, aber auch jede Menge Bilder, die entdeckt werden wollen und viele unterschiedliche, interessante Objekte auf der Erdoberfläche oder darüber. Etwas Geduld sollte man allerdings mitbringen, da das Laden der einzelnen Galerien etwas dauert. 

Zum Angebot gehören auch Filme, die Technik von der Bildentstehung bis zum fertigen  Galeriebild wird erklärt und es gibt auch Geschichtslektionen zum Zweck der Missionen. Die Bilder selbst (zumindest der Gemini-Missionen) sind public-domain-Material.

Unwissenheit schützt oft doch vor Strafe

Also zumindest oft genug um diesen meistens in entsprechenden Diskussionen auftauchenden Anachronismus endlich mal zu entsorgen. Nicht nur mir ist diese Tatsache spätestens seit der Lektüre des Lexikons der Rechtsirrtümer von Ralf Höcker bekannt, allerdings sind mir seine dazu aufgeführten Beispiele schon längst wieder entfallen (mal wieder rauskramen!). Ein aktuelles und interessantes Beispiel kommt aus einer Ecke, die Vielen einen kalten Schauer über den Rücken jagt: Filesharing-Abmahnungen. Das OLG in Düsseldorf gesteht einer Abgemahnten dieses Nichtwissen zu und ermöglicht ihr so Prozesskostenbeihilfe. Die abmahnende Kanzlei hat wohl etwas leichtfertig gehandelt und der Abgemahnten den konkreten Anlass vorenthalten, was vom OLG gerügt wurde.

Die sachliche Einordnung in das Arsenal der Mittel solch einer Diskussion nennt sich dann Bestreiten durch Nichtwissen und ist in der Zivilprozessordnung zu finden.

Photobearbeitung und -verwaltung für Professionelle

Ich hatte vor einiger Zeit schon mal drüber nachgedacht, ob ich mir nicht eine Lizenz für Bibble Pro zulege, weil die Testversion einen recht guten Eindruck hinterlassen hatte. Speziell die Verarbeitungsgeschwindigkeit war klasse aufgrund des Multithreadings, für mich mit auf der höchsten Prioritätsstufe. Allerdings waren da hinter den Kulissen noch einige Fehler zu finden und letztlich war mir das zu viel Geld für das knausrige Interface.

Etwas Erstaunen hat dann die Nachricht  bei mir hervor gerufen, dass Corel die Firma Bibble gekauft hat und seitdem die Software unter dem neuen Namen AfterShot Pro vertickt. Corel gibt’s tatsächlich noch? … Na jedenfalls soll die mit digikam vergleichbare Software auch weiterhin für Linux angeboten werden und unterstützt zumindest auf dem Papier 32 und 64 Bit.

SSDs, ext4 und BigAlloc

Einige Fundstücke, die sich mit dem Themenkomplex Dateisysteme und SSD beschäftigen. Aufhänger war hier BigAlloc, ein neues Feature für ext4, dass oberflächlich gesagt mehrere kleine Blöcke zusammenfasst und so Verwaltungsaufwand beim Schreiben (deutlich) minimieren kann. Bedauerlicherweise kann es nur mit neu anzulegenden ext4-Partitionen verwendet werden und nicht in bereits existierenden. Erfreulicherweise erhellen die Kommentare bei lwn.net die Funktionsweise von ext4 soweit, dass klar wurde, dass ein ähnlicher Mechanismus bereits eingebaut ist: extents.

Der zweite Artikel vergleicht SSDs und Journaling-Dateisysteme anhand ihrer funktionellen Mechanismen und stellt die Behauptung auf, dass eigentlich SSDs schon genau das tun, was journaling bei Dateisystemen wie xfs, ext3/4 oder btrfs bwirken soll. Interessanter Gedanke in den Kommentaren (sinngemäß): SSDs sind quasi als Ersatz für rotierende Festplatten entworfen worden und werden aktuell auch so gebaut, obwohl die zugrundeliegende Technik völlig anders funktioniert. Mittels des Controllers und der Firmware werden sie aber so gesteuert, dass sie für das Betriebssystem wie eine normaler ATA-sprechender, rotierender Datenträger aussehen. Die Konsequenz daraus ist, dass sie eigentlich eine viel schlechtere Performance liefern als sie eigentlich könnten und dass das zu einem Großteil der Marktdominanz von M$-basierten Desktop-Systemen geschuldet ist.

GEMA: ein Schneeballsystem?

Da hat fefe mal wieder einen ‘feinen’ Artikel ausgegraben, der gut dazu taugt, die Stimmung in Regionen absinken zu lassen, in denen man nur noch Gewaltfantasien entwickelt bzw. durchlebt. In Kurzform beschreibt dieser ältere Artikel (und auch darauf folgende) wie die GEMA bzw. deren Abrechnungs- und Ausschüttungssystem funktioniert. Schon die kleineren Details, die auch nur bruchstückhaft beschrieben werden, reichen, um das Gesamtsystem mehr als nur in Frage zu stellen. Wie so oft sind die (gute) Idee und die tatsächliche (fürchterliche) Implementierung so weit voneinander entfernt (hint: GEZ), dass man nichts Gutes mehr am Erhalt solch eines Systems finden kann.

Wenn Unmengen kleinerer Künstler nur einen Bruchteil der vom Veranstalter eingezogenen Gebühren ausgeschüttet bekommen, obwohl sie überwiegend wenn nicht gar ausschließlich eigene Kompositionen und Texte aufführen, steht die Frage im Raum, wo diese Diskrepanz wieder auftaucht, d.h. wohin diese Differenz fließt. Wenn das Abrechnungssystem so eine Ungleichbehandlung vereinfacht bzw.  überhaupt erst herstellt, fragt man sich, wie so ein System überhaupt erst eingeführt werden kann, ohne dass es von allen Beteiligten Protest hagelt. Ganz einfach: mit allerlei rechtlichem Hickhack, der der Majorität gar keine Entscheidungskompetenz zugesteht. Oder – wie in diesem Fall – noch einfacher: es gibt [für euch] gar nichts zu entscheiden zum Mantra der Handlung macht.

Der größte Unterschied zu einem Schneeballsystem dürfte wohl das Fehlen der monoton steigenden Neuteilnehmer sein und dass es keine wirkliche Spitze der Pyramide gibt. Nur zwei stark unterschiedlich besetzte Interessengruppen, wobei die kleinere von beiden die Entscheidungshoheit besitzt und sich selbst Vorteile daraus verschafft.

Mich ärgert, dass ich mit meinen, über lange Jahre der Club- und Konzertbesuche bezahlten Eintrittsgeldern diesen unerträglichen Zustand auch noch unterstützt hab. Wenn der Großteil davon nicht bei den Clubs bzw. den Bands hängen bleibt, läuft etwas gewaltig schief. Aber das ist ja nix neues in unserer Gesellschaft.

radeon: cooler and cheaper! (finally)

Woohoo! Since 3 or 4 days ago the radeon (RV770) in my computer runs much cooler, if one switches power_profile from default to low. I don’t know where the change happened, maybe somewhere in the last stable-kernel updates, but i didn’t read anything about it in the release information. From the day AMD announced to release documentation helping kernel/xorg developers producing a working open source driver many people waited for such events. Despite my card is a bit older (in terms of graphic card lifetime) that change will let the card run on lower temperatures and saves me a dollar^wEuro because that means a huge drop in energy consumption too. +20 watt less is a number i’ll see on my annual energy bill. And noise level dropped too. The driver already had *some* power management functions but for a long time voltage/frequency lowering only worked in dpms standby/off (means: monitor in standby or off) and not during normal operation. So, to me it seems like a late Christmas Gift.

design fail oder einfach nur unkreativ

Nach einiger Bedenkzeit hab ich den bereits vorhandenen Verstärker von Denon um einen CD-Player ergänzt. War keine gute Entscheidung. Klar, der spielt CDs hervorragend und, soweit ich das beurteilen kann, mit einem hervorragendem Klang. Aber ein mehrfacher Preis im Vergleich zu einem handelsüblichen DVD-Player (der wohlgemerkt DVD *und* CD abspielen kann), der auf dem Papier die gleichen inneren Eigenschaften aufweist, verlangt doch irgendwie nach Argumenten. Natürlich war da einerseits der Wunsch nach einem reinem Audio-Gerät, aber dass sollte doch bitte bis in die letzte Ecke verdeutlichen, wozu es gemacht wurde. Offensichtlich ist diese Forderung heutzutage viel zu hoch. Design, dass sich seit Jahrzehnten nicht geändert hat (apple?), bis auf die frontseitig angebrachte, schief eingebaute, nicht abgedeckte USB-Buchse; widerwärtige Schriftzüge (der Font, ihr Pfeifen), die von irgendwelche inneren Features künden und zu guter Letzt das Debakel mit den Fernbedienungen. Nein, ich komme nicht mit einer Fernbedienung aus, weil diverse Funktionen (Standby, Display,…) nur auf der FB des CD-Players vorhanden sind. Stattdessen zwei oberflächlich gleiche Modelle (viel Spass im Halbdunkel) mit sehr niedrigem WAF. Wenn man jetzt auf die FB des CD-Players verzichten möchte, geht das nur, indem man den Player am Gerät an-/ausschaltet oder den Stromanschluss in eine der geschalteten Buchsen des Verstärkers steckt. Dann fängt aber beim Einschalten des Verstärkers der Player sofort an zu spielen (not a bug, a feature… meint das Handbuch), unabhängig davon, auf welche Quelle der Verstärker geschaltet ist. Bei meiner nächsten Kaufentscheidung habt ihr damit schon mal einen schweren Stand. Wenn das alles ist, was euch im 21. Jahrhundert einfällt, dann werdet ihr nicht (mehr) lange überleben. Alternativ könnt ihr natürlich weiter die Qualität senken (Plasteknöpfe?) und die Preise von Mond- auf Marsniveau heben.

Alles Gute für 2012!

WinterAlles Gute für das gerade gestartete Jahr und vielleicht klappt’s jetzt auch mal mit echtem Winter. Dieses trostlose, verwaschene und unfreundliche Grau kann ja jetzt nicht das letzte Wort gewesen sein. Für diesen halbgaren Zustand hab ich doch nicht die Winterreifen an die Karre montiert!

Nein, gute Vorsätze hab ich keine aufgestellt. Sowas hab ich zu Silvester noch nie getan. Erscheint mir auch albern, nach wenigen Wochen hätte ich ein Bündel guter Begründungen, warum die Vorsätze nichts (mehr) taugen oder warum ein Festhalten noch sinnloser wäre.

Und leider auch schon vorbei

 Gerade erst mit den diversen Seiten zurecht gefunden, die entsprechenden IRC-Kanäle im client eingerichtet und die idealen Einstellungen im VLC für die streams gefunden – und schwupp, ist der Kongress auch schon wieder vorbei. Und das Jahr auch fast. Ich weiß nicht, wie die Anwesenden das empfinden, ob es noch viel kürzer erscheint, wenn man 4 Tage mit minimalen Schlaf aber dauernder Beschäftigung konfrontiert ist. Erst recht die ganzen freiwilligen Helfer.

Das Streaming der Vorträge hat dieses Jahr (bis auf die ersten holprigen Stunden) super geklappt, ein spürbarer Unterschied zu den vorhergehenden Veranstaltungen.

Wer nachholen will bzw. Verpasstes nachschauen will, findet zB. bei fem-net.de das Verzeichnis mit torrents und .mp4.

Behind Enemy Lines

Seit einigen Stunden läuft jetzt der 28. Kongress des CCC. Für mich immer eine hervorragende Gelegenheit, um Aufforderungen zum Verlassen des Rechners zugunsten anderer Betätigungen abzubügeln. Seit Jahren schon sind die Streams (meistens eher recht wacklig) die bevorzugte Variante, um die angesprochenen Themen von zu Hause aus verfolgen zu können. Oder in der Folge der nächsten Monate die Konserven der Vorträge. Die Übersicht zu den Vorträgen findet sich im Fahrplan (der aber gerade nicht erreichbar ist).

Nennt man Feedback

Durch die Diskussion von SOPA/PIPA im Repräsentantenhaus, kriegt das Thema offensichtlich viel mehr Presse und ist deutlich in das Blickfeld vieler Amerikaner gerückt. Darum kriegen jetzt Unterstützer der Initiativen den entsprechenden Gegenwind, so zum Beispiel godaddy, die gerade dabei zusehen können, wie sich der entsprechende Frust ihrer Kunden in Boykott wandelt. Wie man auf dailychanges.com beobachten kann, ist die Gesamtzahl der Domains rückläufig, weil mehr registrierte Namen an andere Registrare übertragen oder gleich komplett gelöscht werden als Neue hinzukommen. In relativen Zahlen ist das zwar eine Mücke am Hintern des Elefanten (täglicher Verlust: 0.05% [16k von 32M]), aber in Dollars ausgedrückt, dürfte das schon sichtbar werden. Und dabei ist heute Sonntag, noch dazu in den Weihnachtsferien. Wer weiß was an den nächsten Wochentagen noch passieren kann, wenn godaddy bei seiner Meinung bleibt. Es gab zwar eine offizielle Meldung in den Supportforen, dass sie das nicht länger tun, aber das wurde von einigen Leuten schon als PR-Nebel bezeichnet.