Computertechnikweisheiten für 500 (sort of)

Update niemals nie nicht das BIOS, wenn nicht absolut klar ist, dass man wieder auf die alte Version zurückkehren kann. Den Nebensatz „und nur wenn es absolut notwendig erscheint“ kann man getrost streichen. Einerseits weil durch die Möglichkeit des Zurückkehrens auch die Möglichkeit des Probierens existiert; in einer Zeit in der Software allgemein aber auch ein BIOS bananenartige Zustände einnimmt, ist das sehr von Wert.

Das heisst aber auch, dass man zuerst mal nach dieser Information suchen muss und davor erst mal auf den Gedanken kommen muss, dass das vielleicht gar nicht geht. Kann dem neugierigen Zeitgenossen mit vermeintlich nur teilweiser funktionierender Hardware einiges an Zeit und grauen Haaren ersparen. Ansonsten muss er dann halt einen der zahlreichen Dienste zum Fixen eines kaputten BIOS in Anspruch nehmen.

Monitor und Kalibrierung

Nachdem mein bisheriger Monitor nur noch widerwillig überhaupt in Betrieb gehen wollte und aufgrund einer kaputten EDID-Tabelle mit einem moderneren (ungepatchten) Kernel auf DVI gar nichts mehr ausgeben wollte, musste ein Neuer her. Eigentlich wollte ich das vor mir herschieben, bis mal ein Gerät angeboten wird, das meinen Ansprüchen genügt. Aber der DVI-Ausfall und die zunehmend längeren Wartezeiten bis das Ding mal aus dem Standby erwachte, und auch das laufende Patchen eines neuen Kernels nervten zu sehr.

Eigentlich sind die meisten derzeit angebotenen Geräte allesamt Kompromisslösungen mit mehr oder weniger starken Einschränkungen, was die (zu erwartende) Qualität angeht. Dass das mittlerweile mit dem Großteil der verkauften Elektronik so ist: geschenkt. LED-Hinterleuchtung, gepriesen als Energiesparer und wegen des möglichen schmalen Gehäuses, wird (bis auf eine mir bekannte Ausnahme) mittels PWM heller oder dunkler gestellt, bei schlechter/billiger Ausführung dieser Steuerung (Wir müssen die Kosten senken!!elf) wird das zu Flimmern führen. Gerade bei IPS-Panels, die von Haus aus schon etwas unruhig wirken können (Stichwort: Glitzern) und dann noch mit 8Bit-Schummel-Panels ausgerüstet sind, kann sich das aufsummieren und zu unschönen Erfahrungen und vielen Rückläufern führen.

Der Monitor, der jetzt hier arbeitet, ist trotzdem einer dieser Kategorie. Einerseits sollte der Stromverbrauch im Vergleich zum Vorgänger nicht wachsen (trotz größer werdender Bildfläche) und andererseits hat er ganz wohlwollende Kritiken bekommen. Zum großen Teil bleibt der auch nicht hinter diesen Erwartungen zurück: Stromverbrauch niedrig(er), Kontrast sehr ordentlich, Helligkeit auf ein bei dunkleren Bedingungen erträgliches Maß reduzierbar und (bis jetzt) keine sichtbaren Zeichen des verringerten nativen Farbraums. Allerdings die Ausleuchtung ist, wie auch schon in Tests kritisiert, zu den Seiten hin abfallend. Sichtbar. Was mich auch irritiert ist, dass das Bild irgendwie körniger aussieht, als beim alten Monitor mit PVA-Panel. Keine Ahnung, ob man den Pixel-Pitch (0.27 vs. 0.25mm) sehen kann oder die Beleuchtung diesen Effekt verursacht (oder meine Einbildung).

Und natürlich muss der Neue auch gleich kalibriert werden. Kurze Zeit vor dem neuen Monitor hat ein ColorMunki von x-rite hier seinen Dienst angetreten. Zusammen mit dem hervorragend Software-Gespann argyllCMS und dispcalGUI (Oberfläche für Ersteres) ist das auch kein großes Thema. Die mitgelieferte Software kann (err: muss) man als Linux-Anwender also in der Kiste lassen. Und wenn man etwas mehr will als nur eine Single-Click-Software, bei der hinten irgendwo mal ein Profil raus fällt, dann sollte auch der geneigte Win- oder Mac-User eine alternative Software verwenden. Beide Programme gibt’s auch für diese Plattformen. Die Windows-Variante der X-Rite-Software hab ich zumindest mal an einem Windows-XP-Rechner ausprobiert und abgesehen von der Single-Click-Sache kam dann auch noch ein dejustiertes, mit leichtem Rotstich leuchtendes Bild raus. Kann mal passieren, war auch ein recht preiswertes Modell, aber nach 3 Versuchen hab ich es sein gelassen und den Monitor von Hand wieder eingestellt.

Achso: das ColorMunki isses geworden, weil das eigentlich favorisierte huey™PRO (auch X-Rite) nicht sofort lieferbar war, aber beide Geräte eben von ArgyllCMS unterstützt werden. :>

Den Grünen auf den Fersen?

Es gefällt mir sehr, wenn die Piraten dort auf Anhieb so einen Einschlag verursachen. Nach Berlin ist das schon die zweite Wahl mit einem Ergebnis, dass die ganzen eher in Richtung Spacken zu verortenden Leute zum Grübeln bringt. Hö? Piraten ist doch kein Name für eine seriöse Partei??! Wer wählt denn sowas?? Und die sehen alle so komisch aus, nich ma Krawatten tragen die!

Aber mich lässt der Gedanke nicht los, dass die Piraten den gleichen Weg wie die Grünen gehen werden, das der politische Alltag (der von den „etablierten“ Parteien handgeschnitzt und geprägt ist) sie ebenso abschleifen wird und das Aufmüpfige aus ihnen nimmt, wie bei der peppig lackierten Öko-FDP. Solange das ein Gegenpol zu den Hartärschen bei der CDU ist, solange unterstütze ich das.

(bäh! peppig, das klingt so wie… Sockenpanade)

tunes to mesmerize 6

Gibtsjagarnich! Da ist man der halbgaren Überzeugung alles Relevante/Angesagte/Aktuelle schonmal wenigstens gehört zu haben oder in Form eines Videos bei der Tube gesehen zu haben und im nächsten Augenblick wird dieser Eindruck pulverisiert,zertreten,weggewischt und man sitzt nur noch mit offenem Mund und erstauntem Ausdruck da und freut sich ein Loch in den Bauch, dass man eine Entdeckung gemacht hat:

Urheberrechtsidiotie wohin man auch schaut

Ach man, selbst Kabarettfreunden und -freudinnen vergeht da das Lachen. Ein regelmäßig mit neuem Material aufgefrischter utube-Kanal stellt seine Tätigkeit weitestgehend ein, weil er Drohbriefe der Aasfresser^w Rechterverwerter bekam. Das ist neben den ganzen sonstigen Urheberrechtsstuss der letzten Jahre auch nur ein winziges Häufchen Schmutz, trotzdem wiegt das schwer, dass es selbst aus dieser Ecke solche Anwandlungen gibt. Gerade weil der Großteil (oder alle?) der eingestellten Videos aus Mitschnitten von Programmen öffentlich-rechtlicher Sender besteht, fällt es schwer das zu akzeptieren.

Der Betreiber und Hochlader des Kanals schreibt zu dem Vorgang selbst:

Achtung,

dieser Kanal ist DICHT! Seine mehr als 200 öffentlich-rechtlichen Sendungen werden nur noch für private Zwecke genutzt, weil ein gewisser Teil der Kabarettindustrie beschlossen hat, daß sie keinen Humor versteht und Fans lieber mit Füßen tritt statt sich über diesen Kanal mit ihnen zu verbünden und Werbung für sich zu machen.

Ich danke dem Management von Olaf Schubert, die sich fair verhalten und ihren Entfernungswunsch (Olaf TV: Erhältlich auf DVD, sehr empfehlenswert!) KOMMUNIZIERT haben statt wild um sich zu schlagen.

Leider (noch) die Ausnahme von der Regel.

Viel Spaß anderswo, adios!

 

Mehr findet sich in den Kommentaren.