Diesen Patentschwachsinn beerdigen

ich bin es leid, überdrüssig, fast jeden Tag der vergangenen Wochen und Monate eine neue Meldung aus den Patentkriegen zu lesen. Natürlich gilt wie so oft: vielleicht wäre es einfacher die eigene Filterbandbreite zu verändern und diesen Stuss zu ignorieren. Wenn man allerdings viele Informationsquellen aus dem Technikbereich konsumiert, ist es schwer, nicht darüber zu stolpern, Überschriften reichen da schon aus.

Ich kann das nicht mehr sehen, dass sich diese Firmen wegen (teilweise) unsäglich trivialen Patenten gegenseitig mit Anwälten und deren Papierstapeln bewerfen, Gerichte belästigen und sich gegenseitig den Verkauf/Vertrieb erschweren. Die Patenten zugrunde liegende Idee des InnovationsInvestitionsschutzes halte ich (immer noch) für wichtig, aber  ihre derzeitige Implementation, speziell die Amerikanische, ist mehr als überholungsbedürftig. Eigentlich sollte der ganze Stumpfsinn für Techniken, deren Lebenszyklus kürzer als die Patentbeantragung dauert, gleich komplett entsorgt werden. Dann gibt’s auch keine Diskussionen mehr darüber, was eine technische Neuerung letztlich ist.

Aber vielleicht endet das alles auch in absehbarer Zukunft von ganz allein. Wenn die Hauptbeteiligten sich derart tief in die Streitigkeiten verstrickt haben, dass sie den Überblick verlieren, den Überblick über die dafür eingesetzten Finanzmittel und den Überblick dafür was wichtiger ist: der Aktionär oder der Kunde.

Nee, Debitel, so wird das nix

Ja, ich war so zuversichtlich zu denken, dass man erstmal einer Firma die Möglichkeit einräumen muss, dass in sie gesetzte Vertrauen zu enttäuschen, bevor man über sie mosern kann. Eine Mobilfunkfirma!? Die tun doch auch sonst alles mögliche, um ein Image zu behalten, gegen das Krätze eine harmlose, vorübergehende Hautirritation ist.

Ich hab denen vor einiger Zeit telefonisch meine Einwilligung gegeben, dass sie mich bei Werbeaktionen anrufen dürfen. Da war ich wohl damals etwas zu euphorisch – kurz vorher hatte Debitel meinen bisherigen Vertragspartner Talkline übernommen und der Service schien auf einmal wie ausgewechselt (zB. die Hotline).

Nach 2 oder 3 Werbeanrufen, die mich nicht interessierten, war ich diesmal an einer möglichen Verringerung meiner Stromkosten durchaus interessiert und wir vereinten einen Rückruf, wenn ich zuhause wäre und die Stromrechnung zur Hand hätte. Der Rest des Gesprächs war nur noch peinlich. Eine kurze Ansage, was ich im Jahr einsparen könnte mit dem neuen Tarif, die Frage nach Zähler- und Vertragsnummer und das ich innerhalb von 30 Tagen reagieren müsste, wenn ich diesen Tarif nicht haben will. wut? Klassische Drückermethoden. Keine einzige meiner Fragen wollten die mir beantworten, mit wem ich denn diesen Vertrag abschließen würde, warum ich nicht einfach ein entsprechendes Angebot zugesandt bekommen kann. Dafür hat der Werber am anderen Ende der Leitung nicht mal versucht deeskalierend zu agieren, nachdem ich langsam begann in mich hineinzugrummeln, stattdessen hat er mehrfach darauf hingewiesen, dass Debitel mich als langjährigen Kunden doch nicht enttäuschen wollen würde. *Pff* Habt ihr gerade getan. Und wenn ihr euch Mühe gebt, dann senkt ihr die Schmerzschwelle auf meiner Seite soweit, dass ich in den sauren Apfel beiße und zu einem anderen Mobilfunkanbieter wechsle.

Monitor mit LED-backlight

Im Augenblick bin ich noch beim „Einlesen“, d.h. für bestimmte Themengebiete gutes Wissen auf aktuellen Stand bringen, aber demnächst muss wohl ein neuer Monitor her. Der bis jetzt recht kläglich seinen Dienst verrichtende ViewSonic VP2030b funktioniert zwar noch, aber er nervt immer mehr. Als Nachfolger des nur 1 Jahr lang funktionierenden VP930 hat er von Anfang an Probleme gehabt, die allerdings hinnehmbar waren bzw. ich einfach zu nachlässig war, um den gleich wieder zurückgehen zu lassen.

Um mich nicht falsch zu verstehen: der VP2030b ist ein guter Monitor für meine Ansprüche, mit aus dem Stand guten Farben, ohne irgendwelche Geräusche des Netzteils, einer knackscharfen Darstellung und einem viel ruhigeren Bild als die meisten preiswerten TN-Panels wie zum Beispiel auf Arbeit. Aber die von Anfang an vorhandene Störung der standby-Schaltung und die kaputte EDID-Tabelle relativieren die Freude auf Dauer. Der kernel eines linux-Systems prüft seit letztem Jahr auf korrekte EDID-Tabellen und wenn der Monitor für einen bestimmten Eingang diese nicht liefert, kann der Anschluss eigentlich nicht genutzt werden (ohne die Möglichkeit der Abschaltung der harten Prüfung ist dass eine sehr restriktive Schwelle *höflichausgedrückt*).

Jetzt steht halt die Auswahl eines neuen Gerätes an und eines der Merkmale ist u.a. ein LED-backlight um den Strombedarf bei steigender Bildfläche etwas zu drücken. Da handelt man sich wieder neue Problemkreise ein, wie zum Beispiel die Helligkeitsregelung mittels PWM oder nicht vorhandene Kenntnisse über die Langzeiteigenschaften der Hinterleuchtung. Einen möglichen Kandidaten und etwas Hintergrundwissen zu diesen bzw. zur Technik allgemein findet man in diesem thread bei hardwareluxx.

tunes to mesmerize 5

Is mir das peinlich! Eine meiner liebsten Bands der letzten Jahre und ich hab die hier noch nie gedingst. Na dann eben jetzt. Deren Videos sind immer sehenswert und auf der Bühne gehts auch ordentlich ab.

hint: gerade erst ne Europatour fertig, kommt schon die nächste. Unter anderem auf dem Desertfest im April in Berlin.

Badspiegelbeleuchtung

 

Den eigentlich unbeleuchteten Spiegel im Bad mit Beleuchtung nachgerüstet. Das Bild ist allerdings dunkler als in der Realität, das Licht für das Bild kommt nur von den 2 LED-Leisten. Und die Abdeckung an der Oberseite fehlt noch. Nächste Ausbaustufe dann mit Bewegungsmelder.

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Der gute Hirte? Ein selbstloser Mann?

In einem Foto-Essay beschreibt Nathalie-Kyoko Stucky den Alltag und die Arbeit von Mr. Matsumura, einem Mann, der in der verbotenen Zone rund um Fukushima geblieben ist [sich der Anweisung zur Evakuierung widersetzt hat?] und sich dort den verbliebenen Tieren widmet. Der Artikel ist nichts für empfindsame Naturen, da auch verstümmelte (aber lebende) bzw. tote Tiere zu sehen sind.

Die Arbeit von Mr. Matsumura ist beeindruckend und macht nachdenkend, wer sonst zu solcher Hingabe fähig wäre. Im Gegensatz zu TEPCO sieht er den Gefahren der Gegend wissend ins Auge und kennt die Konsequenzen seines Fürsorgealltags, den er ohne Schutzkleidung absolviert. Wozu auch einen Schutzanzug tragen, wenn schon allein durch die täglichen Verrichtungen wie Essen, Waschen und Umgang mit den Dingen der ständige Kontakt mit strahlenden Partikeln unumgänglich ist.

Ich weiß nicht, ob wirklich Selbstaufopferung oder vielleicht nur eiserne Sturheit als Grund dafür in Frage kommen, aber ich empfinde das als sehr respekteinflößend, mehr als es TEPCO je sein könnte. Deren Manager leben ja nicht dort oder kümmern sich um die Tiere (naja, auf eine andere Weise vielleicht doch: es existieren Pläne [der Regierung], die Tiere in der Zone zu töten).