Draytek? Reinfall.

Ja, wieder mal ein Rant, obwohl ich ja bemühe nicht immer so negativ auf die Dinge zu schauen. Oft bleibt aber zu wenig Positives übrig. So auch hier. Ein einfacher Access Point sollte es werden, allerdings nicht für mich. Eines der wichtigsten Argumente bei der Auswahl war das Feature isolating LAN – meine Erwartung war, dass sich kabellose und kabelgebundene Geräte an den LAN-Schnittstellen der Schachtel nicht sehen können, aber der LAN-Anschluss trotzdem nutzbar bleibt. Zum Beispiel um den Netzwerk-gateway bzw. das Internet zu erreichen. Bei anderen Herstellern bzw. im Netz auch als Gastzugang bekannt. Der user’s guide (ja, es gibt einen) lässt sich bedauerlicherweise auch nicht weiter zu dieser Funktion aus. D.h., ich konnte vor dem Kauf auch nicht rauskriegen, ob diese Funktion das tut, was ich will.

Sie tut es nicht. Die Isolation trennt WLAN und LAN komplett, alles was an den LAN-Schnittstellen klemmt, ist nicht erreichbar. Hu? Draytek, vielleicht erläutert ihr mal, was der Sinn dieser Funktion ist? Access Point ohne Access? Wie wäre es, wenn ihr das Handbuch mal etwas ausführlicher zu diesen Feature gestaltet? Und vielleicht auch gleich noch solche Fehler beseitigt, wie das mehrfache Auftauchen des Begriffs Modem oder hab ich diese Funktionalität nur noch nicht im Menü entdeckt?

ap800Die schnelle Reaktion des Konfigurationsmenüs an sich macht ja schon Spass, gemessen am Funktionsumfang steht da aber auch nicht so viel drin. Ich las erstaunt im Netz, dass es sogar einen telnet-Zugang gibt. Telnet? 2012? Ich glaub das erste Auftauchen von Behauptungen, dass SSH mittlerweile als Quasi-Industriestandard gilt, liegt schon einige Jahre zurück. Und ihr kommt mit telnet? Auweia. Nicht nur der Fakt an sich, nein, auch die Ausführung entspricht dem Eindruck. Das hättet ihr euch komplett sparen können. Für alle anderen: das Kommandozeilen-Interface ist ein schlechter Witz, da gibt’s keine Kommandos.

Ein Logfenster, dass den Namen auch verdient? Nein. Wichtigstes Bauteil an dem Ding? Die factory-reset-Taste! Die braucht man nicht nur, um aus dem Konfigurationsgemenge wieder raus zu kommen, nein, manchmal stellt sich auch der Webserver der Konfigurationsoberfläche einfach tot. Da passiert 5 min gar nichts, obwohl die Schachtel netzwerkseitig mit ping erreichbar ist und die ports auch als offen gezeigt werden.

Gibt’s irgendwas, was das Bild verbessert? Naja, wenn man nur einen stinknormalen wlan-AP haben will, ohne weitere Extras, einfach nur um kabellosen Geräten einen Internet-Zugang zu bieten, dann kann man das Gerät sicher gut gebrauchen. Allerdings gibt’s da weitaus preiswertere Alternativen und die meisten im Heimbereich anzutreffenden Router können das auch. Ob ich das Gerät wieder kaufen würde? Sicherlich nicht. Mal abgesehen von oben aufgeführten Verfehlungen, wäre das Ding schon an meinem Widerwillen gegenüber weißem Glanzlack gescheitert. Wer will denn sowas bitte haben? (jaja, ich weiß, rein rhetorisch)

 

Der ist Kapott!

Puh, ich hatte schon einen Schreck bekommen, weil ich mich nicht mehr hier anmelden konnte. Allerdings nur mit opera und das nach zwei erfolglosen Versuchen, bei denen ich die Mathefrage nur vergessen hatte. Danach (mit richtiger Antwort) wollte der mein Passwort aber nicht mehr akzeptieren. Offensichtlich hat der Browser da einen Schluckauf, denn mit dem Feuerfuchs geht es ja auch.

Jetzt ist alles wieder obenauf, neue wp-Version und die plugins sind auch taufrisch.

MotoLOLa?

Nach doch recht langer Bedenkzeit hab ich mich entschlossen ebenfalls in die Welt der Smartphones einzutreten. Ein neues Handy musste jetzt eh ran und touch(en) wollte ich auch schon immer mal. Da Android aus der Linux-Ecke stammt und meine Abneigung gegenüber Apple größer ist als die gegenüber Google, sollte es natürlich ein Gerät mit dem kleinen grünen Dingens werden. Die Auswahl an Geräten ist nicht unübersichtlich, aber recht groß. Touch screen und Einsatz als Navi sollte es können, Musik in diversen Formaten abspielen ist mittlerweile eh Standard, mobiles Internet ist auch brauchbar. Nach reichlichem Überlegen und Abwägen zwischen diversen HTC- und Samsung-Modellen blieb ich dann beim Motorola Defy hängen, weil es alle Anforderungen erfüllte, preislich attraktiver war und auch noch den Bonus Spritzwasser- und Staubschutz aufwies (mein derzeitiges Handy ist auch so eins). Nachdem das Gerät nun am Freitag eintraf, freute ich mich darauf, damit das ganze Wochenende rumzuspielen. Zuerst mal musste der Router wieder WLAN bringen, was ich sonst nicht gebraucht hab. Daraufhin konnte ich alles wie gedacht am neuen Telefon einrichten: WLAN geht, Musik hören mit mitgeliefertem Headset und auch extra Ohrstöpseln war ok, Navi funzte und GPS ging auch. Toll. Beim Einrichten der Mailbox fiel mir dann allerdings auf, dass an’s Ohr gehalten nichts zu hören war. Per Freisprechen-Lautsprecher oder Headset kein Problem, nur dem Lautsprecher (Ohrmuschel) entwich kein Ton, egal was ich anstellte. Mir war die Problematik schon bekannt, in meinen Augen war das Problem erledigt und neuere Geräte sollten ohne diesen Fehler beim  Betatester^wKunden aufschlagen. Nein, Motorola hat es wohl nicht geschafft die Probleme zu beseitigen, obwohl es mit neueren Chargen nicht mehr auftreten sollte. Ich bin in solchen Fällen immer gleich geneigt, dem Verursacher der Lebenszeitverschwendung eine Rechnung zu kommen zu lassen. Aber da werd ich wohl auf Granit beißen. Jetzt heißt es erstmal zurück schicken und hoffen, dass der Ersatz den Ärger ausbügeln kann.

update: Schnell! Das Ersatzgerät traf noch vor der Empfangsbestätigung des Retour-Paketes ein. Allerdings verursachte die Versandverpackung sofort ein ungutes Gefühl in der Bauchgegend. Auch die Herstellerverpackung sah lädiert aus und erweckten Zweifel, dass das gelieferte Gerät wirklich neu ist. Die eigentlich auf den Neugeräten zum Schutz des Display angebrachte  Folie fehlte, dass Gerät lag verkehrt herum im Träger. Die Laune besserte sich nicht, als eine ältere Software-Version auf dem Telefon zu tage kam. Beim ersten Gerät erschien nach dem ersten Booten der MotoBlur-Assistent, hier nicht. Zumindest der Ohrmuschel-Lautsprecher funktionierte aber. Nach grundsätzlichen Einrichtungsschritten (kannte ich ja schon alles auf dem FF) und dem Einschalten des wlans lag das Telefon ’ne Weile und ging in den Standby. Hatte ich gedacht. Nein, es war komplett ausgegangen und musste neu gebootet werden. Das tratt in den nächsten Stunden immer wieder auf und folgerichtig hab ich den Kram wieder eingepackt und am nächsten Tag zurückgeschickt.

Sicherlich kann man Motorola die (zeitweilig) mangelhafte Qualität als Auslöser für die ganze unappetitliche Geschichte vorhalten. Aber da hier der Händler der Hort des Übels ist, verliert der rant hinsichtlich Motorola etwas an Farbe. Und die Wahl eines mir bereits bekannten Versandunternehmens mit vielleicht geringfügig höheren Preisen hätte mir den Ungemach wohl erspart. Demnächst mehr an der Stelle.