Cat Power: wieder da

Na jedenfalls kommt im Sommer September ein neues Album und zur Zeit läuft sich schon eine Single bei den hörenswerteren Stationen warm. Wenn wir nicht in DE wären, könnte ich die hier auch verlinken, aber da wieder die übliche gema-utube-Kinderkacke im Weg steht, muss es erstmal bleiben.

livepict.com

Etwas erschrocken war ich, als ich die Begleitumstände der Platte las, von wegen Trennung von ihrem Mann (welcher Idiot wer lässt den bitte so eine Frau stehen!?) und dann auch noch die Haare abgeschnitten (auf tomboy-Niveau – das nebenstehende Bild ist noch von 2008).

Und die Single klingt auch,…äh, interessant. Anders als The Greatest, die mir gar nicht so richtig schmecken wollte, und bei Jukebox muss ich passen, da ich die überhaupt nicht kannte.

Na warten wir’s mal ab…Jetzt zeigt doch bitte mal Bilder mit den kurzen Haaren!!elf

/edit: aah, geht doch. Nimmt man halt gleich die bessere Variante. (Nur leider hat vimeo wieder den Nachteil kein webm anzubieten. Dafür sind die Videos selten richtig schlecht.)

Auf die Ohren, Attacke!

Soviel Gerede muss man wegen neuem Audiogerassel nicht machen, aber die Begeisterung kann man ja teilen und wie weiter unten schon angedeutet, beschallt seit kurzem ein Paar neuer Lautsprecher das Wohnzimmer. Bisher hatte diese Aufgabe eine doch schon recht alte aber solide Kompaktanlage von Universum. Eine aus der Zeit, als Qualität noch ernstgemeint war. Reichlich 15 Jahre hat die jetzt auf dem Buckel. Der CD-Player hatte schon vor einigen Jahren den Dienst quittiert, aber das war auch nie ein Problem weil immer ein Rechner in der Nähe stand und die Anlage ein LineIn-Eingang hat. Der Klang der Lautsprecher war immer gut genug – im Vergleich mit Lautsprechern in den diversen Autos oder anderen Radios lernt man viele Unterschiede zu hören – und auch gegen die neuen Lautsprecher fallen die Regalboxen nicht wirklich als Klangmüll auf. Trotzdem ist der Unterschied gewaltig.

geräuschquelle

geräuschquelle

Wer das nicht glaubt, sollte sich direkt mit einer entsprechenden Auswahl der eigenen Tonträger in einen gut gerüsteten Laden begeben und Probe hören. Das hab ich auch getan, obwohl eigentlich erst ohne große Überlegung bei einem Direktversender gekauft werden sollte. Möglicherweise hätte das auch gereicht, da ich mich selbst nicht als audiophil (pff!) oder klanglich anspruchsvoll sehen würde, aber im Nachhinein betrachtet war das eine gute Entscheidung. Über 2 Stunden hab ich den Verkäufer in einem gut ausgebautem Keller mit verschiedenen Boxen hantieren lassen und selbst die verschiedenen Tonquellen ausgewählt; diverse CDs, Platten und MP3 (über einen streamer). Das hat großen Spass gemacht und teilweise hatte der Verkäufer die gleiche Ader für Musik wie ich. (Uns beiden ist nicht aufgefallen, dass eine mitgebrachte Maxi-Single von Depeche Mode zuerst nur mit 33 rpm auf dem Plattenspieler lief). Apropos Plattenspieler: ich erwäge ernsthaft den Kauf eines solchen Teils – man kann mich ja als altnerd bezeichnen in Zeiten von mp3 und ‚zig Platten, die auf einen tragbaren Player passen, aber der Klang der lange nicht mehr gespielten  Scheiben war beeindruckend und man hört den Unterschied zu lieblos aufgenommenen CDs oder mp3-Konserven, wenn die Ohren nicht kaputt sind. Was erstmal nichts mit der Kompressionsrate des digitalen Materials zu tun hat (Beispiel: loudness war).

Letztlich hab ich den Laden mit mehreren großen Kisten verlassen und hab weitaus mehr Geld dort gelassen, als eigentlich eingeplant war. Aber ich bereue nicht einen Cent des Preises. Seitdem verbring ich jede freie Minute damit, lange nicht mehr gehörte Titel und Alben neu zu hören und freue mich wie bolle.

 

Endlose musikalische Weiten

Man man, ich weiß nicht mehr wo ich das gelesen hab, bestürzt war ich schon etwas, als ich las, dass Leute rumjammern, dass es musikalisch nix neues mehr gibt und alle guten Bands schon bekannt sind, oder getrennt oder vielleicht auch  ’ne Reunion vorhaben (was nich nur in meinen Augen meistens keine gute Idee ist). Was für bedauernswerte Seelen. Natürlich gibt es immer etwas Neues. Kommt halt drauf an, was man unter Neues versteht.

Wie komm ich da jetzt drauf: der geschätzte Herr Stadler hatte mal wieder per twitter verlauten lassen, was er gerade bei blip.fm laufen hatte. Das waren einerseits die Tindersticks (die Stimme!) und auch Peter Weller (Wild Wood -> 1×1 des Hörens was britische Musik angeht), dessen jüngere Arbeit eher den typischen Brian-Adams-Schreck bewirken (Stadionfüllender Knuddelrock). Mit dem Schmökern kann man bei utube Stunden verbringen, auch weil man akustisch nicht völlig verkacktes Audio haben möchte, sondern angemessenen Klang *hust*. Da mich das Angebot an Paul-Weller-Videos ohne Schmalz genervt hat, wollt ich mal schauen, was beim ZEITjUNG an neuen Sachen seit dem letzten Besuch hinzugekommen sind. Was ist das: Eher un- bis wenig bekannte Bands, überwiegend akustisch aufgeführt und in schönen Bewegtbildern an ungewöhnlichen Orten spielend, kommt da jeder zum Zug. Da wären zB. O’Death (yeah, Banjo!) oder Dear Reader (unbedingt bei city slang  vorbeischauen). Beim Suchen nach weiteren Videos der vorgenannten Bands kommt man auch nicht an vimeo vorbei, auf der Startseite liegt gleich die erste Stolperfalle in Form der Black Cab Session(s) mit Feist. Auch bei vimeo gibts S.O.S von Earl Greyhound (Lautmachen!), ’ner Band, über die ich erst auf ZEITjUNG aufmerksam wurde. Merken: Earl Greyhound. EinDer Beweis, dass es eben *nie* langweilig wird oder werden kann: shotgun (noch lauter machen!) oder akustisch.

Und wer immer noch nix zum Lachen oder Freuen hat, hier: Laughs

text-to-speech für blogs?

Durch irgendeinen Artikel bei Telepolis bin ich gerade bei der Frage hängen geblieben, wie man wohl die blog-Inhalte für Behinderte zugänglich macht, also vorrangig Sehbehinderte. Der erste Gedankengang war, dass diese in der Regel eine Braille-Zeile im Einsatz haben, aber Audio eventuell noch besser wäre. Fünf Minuten Suche sind noch nicht wirklich hilfreich, um einen guten Überblick zu bekommen, aber das was in der kurzen Zeit zusammen kam, war eher ernüchternd. Meine (erste) grobe Einteilung trennt da zwischen rein web-basierten Diensten und lokalen Plugins, die Text in Hörbares umwandeln können.

Während das oben erwähnte Telepolis nichts dergleichen anbietet, hat der Newsticker von Heise zu jedem Artikel einen Knopf, der den (vermutlich recht kostenintensiven) Dienst von Readspeaker einsetzt. Da öffnet sich nach dem  Klick ein kleines Fenster, in dem der Artikel vorgelesen oder gleich heruntergeladen werden kann. Super praktisch in meinen Augen. Das hätte ich ja hier auch ganz gerne, aber es sieht nicht danach aus, dass es diesen Dienst für lau gibt.

Bei wordpress.org gibt es sogar ein Plugin, dass aber schon seit längerer Zeit nicht mehr gepflegt wurde. Das letzte Update stammte von 2008 und ist offensichtlich nicht mehr mit neueren Versionen von wordpress verwendbar.

Damit heißt es  weiter suchen und lesen, zum Beispiel bei as your world changes, dem Blog von Susan Gerhart, die sich exzessiv mit diesen Themen auseinandersetzt. Leider ist der letzte Artikel da auch schon etwas länger her.

addendum: die Vorstellung, eine wordpress-Installation nur mit einem screen-reader zu pflegen, erscheint mir aberwitzig. Da seh ich ja manchmal schon nicht durch; wie geht das jemandem, der nur das abgehackte, blecherne Reden des Automaten hören kann?

Die Wahl der Qual

Nein, das ist kein neues Spiel für Masochisten. Das beschreibt nur gerade den Zustand, in dem ich mich wähne. Weil ich auf der Suche nach neuem Beschallungsgerät bin. Eigentlich sollte die Auswahl von einem Paar Lautsprecher und einem passenden Verstärker kein großes Problem darstellen, aber wenn die eigenen Vorstellungen oder Wünsche noch nicht so konkret fest stehen, ist man der Schlacht der Meinungen und Tests ausgeliefert. Was in einer guten Stunde an positiver Meinung zu einem Hersteller aufgebaut werden kann, wird im nächsten Augenblick völlig relativiert und die Gerätschaft taugt bestenfalls noch zum Demonstrieren des Prinzips „wie-es-nicht-gemacht-werden-sollte“. Wenn dann noch Artikel der HiFi-Fachpresse dazu kommen, ist es völlig vorbei. Da werden dann Geräte mit Adjektiven beschrieben, die recht stark an die Besprechung von edlen Tropfen erinnern. Und was bitteschön soll man sich dabei denken, wenn ein Einsteiger-Verstärker mit einem Klangniveau von 35% und einem Preis-/Leistungsverhältnis von 4/5  bzw. Exzellent bewertet wird? Diese verschwurbelte Sprache ist abstoßend und wenig bis gar nicht informativ. Da verlier ich gleich die Lust mich weiter damit zu beschäftigen und dann sitz ich hier in 2 Monaten immer noch ohne neue Technik. argh! Naja. Falls neues Zeug in’s Haus kommt, werd ich berichten.

listen!

in pessimistischen Augenblicken denk ich manchmal, dass hats doch alles schon mal gegeben, die Akkorde, solche Stimmen, die Texte drehen sich meistens eh um das Gleiche…. und dann kommt sowas wie Fink an’s Ohr und man findet den argumentatorischen Fussboden nicht mehr unter den Füßen

hatte ich gerade in nen chat geworfen, während das hier angemessen laut gegen die Grillen draußen ankämpfte.