Endlose musikalische Weiten

Man man, ich weiß nicht mehr wo ich das gelesen hab, bestürzt war ich schon etwas, als ich las, dass Leute rumjammern, dass es musikalisch nix neues mehr gibt und alle guten Bands schon bekannt sind, oder getrennt oder vielleicht auch  ’ne Reunion vorhaben (was nich nur in meinen Augen meistens keine gute Idee ist). Was für bedauernswerte Seelen. Natürlich gibt es immer etwas Neues. Kommt halt drauf an, was man unter Neues versteht.

Wie komm ich da jetzt drauf: der geschätzte Herr Stadler hatte mal wieder per twitter verlauten lassen, was er gerade bei blip.fm laufen hatte. Das waren einerseits die Tindersticks (die Stimme!) und auch Peter Weller (Wild Wood -> 1×1 des Hörens was britische Musik angeht), dessen jüngere Arbeit eher den typischen Brian-Adams-Schreck bewirken (Stadionfüllender Knuddelrock). Mit dem Schmökern kann man bei utube Stunden verbringen, auch weil man akustisch nicht völlig verkacktes Audio haben möchte, sondern angemessenen Klang *hust*. Da mich das Angebot an Paul-Weller-Videos ohne Schmalz genervt hat, wollt ich mal schauen, was beim ZEITjUNG an neuen Sachen seit dem letzten Besuch hinzugekommen sind. Was ist das: Eher un- bis wenig bekannte Bands, überwiegend akustisch aufgeführt und in schönen Bewegtbildern an ungewöhnlichen Orten spielend, kommt da jeder zum Zug. Da wären zB. O’Death (yeah, Banjo!) oder Dear Reader (unbedingt bei city slang  vorbeischauen). Beim Suchen nach weiteren Videos der vorgenannten Bands kommt man auch nicht an vimeo vorbei, auf der Startseite liegt gleich die erste Stolperfalle in Form der Black Cab Session(s) mit Feist. Auch bei vimeo gibts S.O.S von Earl Greyhound (Lautmachen!), ’ner Band, über die ich erst auf ZEITjUNG aufmerksam wurde. Merken: Earl Greyhound. EinDer Beweis, dass es eben *nie* langweilig wird oder werden kann: shotgun (noch lauter machen!) oder akustisch.

Und wer immer noch nix zum Lachen oder Freuen hat, hier: Laughs