BFS raus der Warteschleife

Es hat also doch nicht so lange gedauert bis zur Veröffentlichung der BFS-Version, die mit dem 2.6.38er Kernel eingesetzt werden kann. Natürlich läuft der lokale Rechner hier schon mit so einem und tut das sehr gut. Interessanterweise gibt es im oben verlinktem Verzeichnis auch einige weitere Patches, die zeigen, wie das eigene System noch etwas mehr auf Desktop-Bedürfnisse angepasst werden kann. Es gibt schliesslich im Standard-Kernel nicht wenige Annahmen oder Kompromisse, die für embedded-Systeme genauso gelten wie für dicke Mainframe-Kisten oder Cluster.

BFS für 2.6.38 in Warteschleife

Alle letzten Kernel-Versionen liefen hier mit dem BFS, weil einfach der reine Eindruck von Interaktivität immer spürbar besser war. So erscheint es logisch, mit dem Release eines neuen Kernels bzw. einer neuen Version auch nach einem Update des Schedulers zu kucken. Der lässt allerdings auf sich warten. Wie jetzt in Kolivas’ Blog nachzulesen ist, war er etwas überrascht vom schnellen Release und auch anderweitig mit weiterer Software beschäftigt, weswegen noch keine neue Version auf dem Tisch liegt. Das wird auch noch eine Weile so bleiben, will Kolivas doch erstmal die Auswirkungen des autogroup-Patches beobachten.

Problem mit Schreiben auf externe USB-Platte

Hmm, immer noch keinen Hinweis auf den Verursacher des usb-Schreibraten-Einbruchs hier. Die erste Vermutung mit Laufzeit und Speicherauslastung ist falsch stellt nur einen Teil des Problems dar. Allerdings macht der Prozess-Scheduler einen (riesigen) Unterschied: mit dem speed-king BFS bricht die Schreibrate auf ca. 1 MB/s ein, mit dem Standard-Scheduler CFS geht es “nur” bis auf 10-20 MB/s zurück. Mittlerweile such ich in die Richtung devkit-disks und gvfsd. Ersterer stürzt hier nach dem Starten (ich hab keine Ahnung, wer den überhaupt startet :/) mit Getöse ab.
Der Artikel lag jetzt schon eine Weile in der Kiste, aber mittlerweile hat sich ein besseres Bild ergeben. Einerseits spielt der Prozess-Scheduler keine wirkliche Rolle, da der Fehler auch mit dem Standard-Scheduler auftaucht. Der Einbruch der Schreibrate muss eine zentralere Ursache haben. Ein kleiner Thread auf der Mailingliste der Kernel-Entwickler deutet darauf hin, dass es mehrere Leute mit diesem Problem gibt. Leider endet die Diskussion dort auch sehr schnell wieder ohne einen Hinweis auf eine mögliche Lösung.