Monitor mit LED-backlight

Im Augenblick bin ich noch beim „Einlesen“, d.h. für bestimmte Themengebiete gutes Wissen auf aktuellen Stand bringen, aber demnächst muss wohl ein neuer Monitor her. Der bis jetzt recht kläglich seinen Dienst verrichtende ViewSonic VP2030b funktioniert zwar noch, aber er nervt immer mehr. Als Nachfolger des nur 1 Jahr lang funktionierenden VP930 hat er von Anfang an Probleme gehabt, die allerdings hinnehmbar waren bzw. ich einfach zu nachlässig war, um den gleich wieder zurückgehen zu lassen.

Um mich nicht falsch zu verstehen: der VP2030b ist ein guter Monitor für meine Ansprüche, mit aus dem Stand guten Farben, ohne irgendwelche Geräusche des Netzteils, einer knackscharfen Darstellung und einem viel ruhigeren Bild als die meisten preiswerten TN-Panels wie zum Beispiel auf Arbeit. Aber die von Anfang an vorhandene Störung der standby-Schaltung und die kaputte EDID-Tabelle relativieren die Freude auf Dauer. Der kernel eines linux-Systems prüft seit letztem Jahr auf korrekte EDID-Tabellen und wenn der Monitor für einen bestimmten Eingang diese nicht liefert, kann der Anschluss eigentlich nicht genutzt werden (ohne die Möglichkeit der Abschaltung der harten Prüfung ist dass eine sehr restriktive Schwelle *höflichausgedrückt*).

Jetzt steht halt die Auswahl eines neuen Gerätes an und eines der Merkmale ist u.a. ein LED-backlight um den Strombedarf bei steigender Bildfläche etwas zu drücken. Da handelt man sich wieder neue Problemkreise ein, wie zum Beispiel die Helligkeitsregelung mittels PWM oder nicht vorhandene Kenntnisse über die Langzeiteigenschaften der Hinterleuchtung. Einen möglichen Kandidaten und etwas Hintergrundwissen zu diesen bzw. zur Technik allgemein findet man in diesem thread bei hardwareluxx.

Boot-Zeit verkürzen und Wunsch-Desktop bauen

So. Nach etwas längerem Rumfuchteln rennt das System hier jetzt von einer SSD (samsung, 128GB). Gut, mit ca. 20 s (bis login-Prompt)  startete das System nicht gerade langsam, was hauptsächlich an der Verwendung von runit liegt. Der Kernel selbst braucht ungefähr 4 s bis zum init. Aber die gut 15 s kann man ja auch noch einsparen und so in Bereiche von suspend2ram kommen, ohne dessen Probleme.

Nach dem Auspacken und Einbau der SSD wurde das bestehende System gestartet und die Platte erstmal mit smartctl inspiziert. Nächster Schritt war das Partitionieren und Ausrichten, dann das Einrichten eines ext4-Dateisystems und dann das eigentliche Kopieren der Daten vom alten System auf die neue Platte. Schon beim Kopieren kann man einen Eindruck bekommen, welcher Schritt der Umstieg auf so einen schnellen Datenträger bedeutet. Trotz werkseitig eingebautem Fehler des SB600-Chipsatzes und eher lahmer Gesamtperformance konnte rsync die Prozesslast auf hohem Niveau halten und rund 70 MB/s rüber schaufeln. Das liegt nur geringfügig unter der theoretischen Maximalleistung laut hdparm und macht eher deutlich, wie schlecht die rotierenden Platten an dem Chipsatz arbeiten.

Das Einrichten von grub, um von der neuen Platte zu booten, ging auch recht schnell. Dachte ich. Leider ließ sich update-grub nicht dazu überreden, in der grub.cfg die richtige Platte und Partition für den root-Parameter zu schreiben. Bedauerlicherweise kennt das Programm aber auch keine Möglichkeit das zu erzwingen. Mit dünner werdenden Nervenkostüm und nach einiger Zeit des Probierens schwenkte ich auf syslinux um, weil ich dachte, dass es eben an grub (in seiner moderneren 2er Version) liegt. Aber mit syslinux das gleiche Spiel: wieder wurde das root-device nicht erkannt und es landete wieder die alte Partition in der Konfiguration. Durch Zufall fiel dann beim Stöbern auf, dass /dev/root einfach falsch gesetzt wurde. In meiner modifizierten runit-stage 1. Vermutlich aufgrund der immer wieder sporadisch auftauchenden Bequemlichkeit standen dort die device-Parameter fix drin und nicht wie im originalen udev-Skript als zur Laufzeit zu ermittelnde. Nachdem das gefixt war und auch im BIOS die Reinfolge geändert wurde, rannte das System jetzt von der richtigen Platte (ohne manuellen Eingriff). Und zwar so schnell, dass man vom eigentlichen Booten (dank zu langsam umschaltenden Bildschirm) nichts mehr sieht. Syslinux-Bildschirm -> schwarz -> xdm-Login in geschätzten 8 Sekunden. Schön.

Der nächste Schritt wird jetzt das Einsparen des xdm und des Logins werden. Boot to Desktop, möglichst mit allen gewünschten Fenstern und laufender Musik. :)

Auf die Ohren, Attacke!

Soviel Gerede muss man wegen neuem Audiogerassel nicht machen, aber die Begeisterung kann man ja teilen und wie weiter unten schon angedeutet, beschallt seit kurzem ein Paar neuer Lautsprecher das Wohnzimmer. Bisher hatte diese Aufgabe eine doch schon recht alte aber solide Kompaktanlage von Universum. Eine aus der Zeit, als Qualität noch ernstgemeint war. Reichlich 15 Jahre hat die jetzt auf dem Buckel. Der CD-Player hatte schon vor einigen Jahren den Dienst quittiert, aber das war auch nie ein Problem weil immer ein Rechner in der Nähe stand und die Anlage ein LineIn-Eingang hat. Der Klang der Lautsprecher war immer gut genug – im Vergleich mit Lautsprechern in den diversen Autos oder anderen Radios lernt man viele Unterschiede zu hören – und auch gegen die neuen Lautsprecher fallen die Regalboxen nicht wirklich als Klangmüll auf. Trotzdem ist der Unterschied gewaltig.

geräuschquelle

geräuschquelle

Wer das nicht glaubt, sollte sich direkt mit einer entsprechenden Auswahl der eigenen Tonträger in einen gut gerüsteten Laden begeben und Probe hören. Das hab ich auch getan, obwohl eigentlich erst ohne große Überlegung bei einem Direktversender gekauft werden sollte. Möglicherweise hätte das auch gereicht, da ich mich selbst nicht als audiophil (pff!) oder klanglich anspruchsvoll sehen würde, aber im Nachhinein betrachtet war das eine gute Entscheidung. Über 2 Stunden hab ich den Verkäufer in einem gut ausgebautem Keller mit verschiedenen Boxen hantieren lassen und selbst die verschiedenen Tonquellen ausgewählt; diverse CDs, Platten und MP3 (über einen streamer). Das hat großen Spass gemacht und teilweise hatte der Verkäufer die gleiche Ader für Musik wie ich. (Uns beiden ist nicht aufgefallen, dass eine mitgebrachte Maxi-Single von Depeche Mode zuerst nur mit 33 rpm auf dem Plattenspieler lief). Apropos Plattenspieler: ich erwäge ernsthaft den Kauf eines solchen Teils – man kann mich ja als altnerd bezeichnen in Zeiten von mp3 und ‚zig Platten, die auf einen tragbaren Player passen, aber der Klang der lange nicht mehr gespielten  Scheiben war beeindruckend und man hört den Unterschied zu lieblos aufgenommenen CDs oder mp3-Konserven, wenn die Ohren nicht kaputt sind. Was erstmal nichts mit der Kompressionsrate des digitalen Materials zu tun hat (Beispiel: loudness war).

Letztlich hab ich den Laden mit mehreren großen Kisten verlassen und hab weitaus mehr Geld dort gelassen, als eigentlich eingeplant war. Aber ich bereue nicht einen Cent des Preises. Seitdem verbring ich jede freie Minute damit, lange nicht mehr gehörte Titel und Alben neu zu hören und freue mich wie bolle.

 

Der smart-meter-Schwachsinn

Das kann man ja nicht mehr lesen, vor allem in der Rolle als Verbraucher schwankt man zwischen Lach- und Wutanfall, wenn man sich die diversen Wortmeldungen zu der im Titel genannten Problematik anschaut. Smart Meter oder auch  intelligente Stromzähler sind der computerisierte Ersatz für die alten, bekannten Stromzähler mit dem drehenden Rad, die ich schon als Halbwüchsiger irgendwie faszinierend fand. Was ist an den Alten auszusetzen? Für den Verbraucher werden als Hauptvorteile der genaue Durchblick bei den im Haushalt befindlichen Stromschluckern und das enorme  Energiesparpotential genannt. Beide angebliche Vorteile sind bestenfalls Gründe zum Gähnen und abseits der bisher nicht nur in meinen Augen vorhandenen Problematik des Datenschutzes gibt es weitere Gründe, die gegen die Montage der Schnüffler sprechen.

Die Stromschlucker im eigenen Haushalt kennt man rein von der Größenordnung her sowieso und für das genaue Wissen kann man Steckdosenmessgeräte kaufen oder beim örtlichen Energieversorger leihen. Und die größeren Geräte ohne Steckdose kann man mit dem Notieren von Zählerständen beobachten. Ok, als Nerd würde es mir natürlich sehr gefallen, wenn sich Tagesverbrauchskurven oder Eigenheiten bestimmter Geräte erfassen und visualisieren ließen. Aber dafür einmalige Einbaukosten von bis zu 100 Euro und monatlich nochmal bis zu 15 Euro? Selbst wenn es einen Einspareffekt durch genaue Erfassung und Verlegung von starker Nutzung in die Zeiten preiswerterer Tarife gäbe, würden die doch somit genau in die monatliche Gebühr fließen und ich selbst hätte davon nix bis negative Einsparungen (ich kann das auch, ihr Pfeifen!).

Apropos Einsparungen, wo sollen die denn auftauchen? Wenn man mal einen imaginären Schritt zurück tritt und auf die Frage schaut, wird klar, dass ein Zähler allein keine Einsparungen bringen kann. Bei den intelligenten Zählern ist sogar eher ein geringer Mehrverbrauch zu erwarten, bedingt durch den ständig laufenden Minicomputer in dem Ding und natürlich die Datenverbindung zum Messstellenbetreiber. Die den Befürwortern bzw. tatsächlichen Nutznießern vorschwebende Idee der Verbrauchseinsparung kommt einzig aus der Möglichkeit der Verlagerung in Zeiten mit günstigeren Tarifen. Aber, so die vielerorts auftauchende Frage, wer wäscht denn nachts gegen 3:00 Uhr  Wäsche oder wirft seinen Backofen für eine leckere Pizza an? Natürlich ist das Blödsinn. Da gibt es in meinen Augen viele bessere Ansätze zur Einsparung, die aber zB. keine Lobby haben.

Nachtstrom, das gab es früher auch schon mal, zB. für die sogenannten Nachtspeicheröfen, aber ist bei vielen Energieversorgern gar nicht mehr im Angebot zu finden. In einem Rechenbeispiel einer Fachzeitschrift (nur offline) wurde das Angebot eines großen, bundesweit tätigen Versorgers gezeigt, da war ein Nachttarif dabei, der genau 1 cent niedriger als der Normaltarif war. Da kann man sich leicht selbst ausrechnen, was da an Einsparpotential vorhanden ist, wenn dann noch die besagten 15 Euro pro Monat miteinbezogen werden müssen.

Das alles führt zu der Einsicht, dass die kalte Schulter gegenüber den Zählern gerechtfertigt ist. Und so brauch man sich nicht wundern, dass die Umsatzziele nicht erfüllt werden. Aber keine Angst, die Politik wird handeln und die Grenze für die Pflicht des Einbaus soweit absenken, dass auch bei uns die Mehrzahl der Verbraucher den intelligenten Zählern gegenüber sehr aufgeschlossen sein wird.

Motorolas Handy-Sparte im Roten: Ach nee

Mir fällt zwar jetzt kein Grund ein, warum die anderen Hersteller von mobilem Quassel-Equipment im Vergleich „satte Gewinne“ machen, aber dass Motorola Mobility in den roten Zahlen rumkraucht, wundert von der überwiegenden  Menge an Motorola-Besitzern sicher keinen. Obwohl die Meisten sicher nicht wissen, wie diese Zahlen überhaupt zustande kommen und dass das alles eh nix mit der Nutzung des Telefons zu tun hat. Wenn das Teil an den Mann respektive die Frau gebracht ist, rührt Motodings keinen Finger mehr. Wie kann man so treffend an vielen Stellen nachlesen: Hardware top, Software flop^wCRAP.  Die update-Politik ist völlig für den Hintern (ok, die anderen Android-Hersteller sind da auch nur marginal besser) und google sollte mal mit der großen Klatsche draufhauen. Zumindest für Motorola sollte sich der letzte Punkt erübrigen, da sie nun mal in die Android-Quelle inkludiert worden sind. Abgesehen von der Updaterei gibt es ja trotzdem noch eine Menge anderer Punkte, die die Typen da verbessern könnten. Dieses unsägliche Motoblur gehört dazu, bei dem ich mir nicht sicher bin, ob mir mehr die all-in-one-Mentalität (alle interessanten Dienste wie twitter, facebook, picasa, … werden über motorola-Server abgewickelt) oder die Unzuverlässigkeit der Dienste mehr auf’s Gemächt gehen. Das Netz ist voll von Berichten der Leute, die irgendeins der Smartphones dieses Herstellers haben und toll finden, aber beim Großteil der mitgelieferten Software ist der Tenor: pfui!

Eins und eins zusammenzählen

Ein heute auf heise gebrachter Artikel beschreibt eine „Hintertür“ auf einigen HTC-Smartphones. In den Kommentaren der Originalmeldung sind auch noch Aussagen zu finden, dass die Software, um die es bei der schwerwiegenden Sicherheitsverletzung geht, erst in den letzten Tagen bei einem OTA-Update auf das Gerät kam. Da wäre natürlich gleich die erste Frage, ob es auch auf nagelneuen Geräten zu finden ist (vermutlich schon).

Andererseits klärt sich für mich dann auch (teilweise) die Frage, wie man sowas bauen kann. Offensichtlich problemlos lassen sich viele Smartphone-Modelle mit dem Gerät abschnorcheln. Ob da irgendwelche Einstellungen geändert werden müssen, damit das Telefon diese Informationen über eine Kabelverbindung ausgibt, wird nicht erwähnt. Bei einem Motorola Defy zum Beispiel sollte das im Normalfall nicht der Fall sein, da dort der debug-Modus für die USB-Schnittstelle nicht eingeschaltet ist. Aber so sicher kann man sich da (gerade jetzt) nicht sein.