Die Wahl der Qual

Nein, das ist kein neues Spiel für Masochisten. Das beschreibt nur gerade den Zustand, in dem ich mich wähne. Weil ich auf der Suche nach neuem Beschallungsgerät bin. Eigentlich sollte die Auswahl von einem Paar Lautsprecher und einem passenden Verstärker kein großes Problem darstellen, aber wenn die eigenen Vorstellungen oder Wünsche noch nicht so konkret fest stehen, ist man der Schlacht der Meinungen und Tests ausgeliefert. Was in einer guten Stunde an positiver Meinung zu einem Hersteller aufgebaut werden kann, wird im nächsten Augenblick völlig relativiert und die Gerätschaft taugt bestenfalls noch zum Demonstrieren des Prinzips „wie-es-nicht-gemacht-werden-sollte“. Wenn dann noch Artikel der HiFi-Fachpresse dazu kommen, ist es völlig vorbei. Da werden dann Geräte mit Adjektiven beschrieben, die recht stark an die Besprechung von edlen Tropfen erinnern. Und was bitteschön soll man sich dabei denken, wenn ein Einsteiger-Verstärker mit einem Klangniveau von 35% und einem Preis-/Leistungsverhältnis von 4/5  bzw. Exzellent bewertet wird? Diese verschwurbelte Sprache ist abstoßend und wenig bis gar nicht informativ. Da verlier ich gleich die Lust mich weiter damit zu beschäftigen und dann sitz ich hier in 2 Monaten immer noch ohne neue Technik. argh! Naja. Falls neues Zeug in’s Haus kommt, werd ich berichten.

Clingo Universalhalterung

für das neue Schleppfon sollte auch eine neue Halterung für den Betrieb im Automobil ran. Ohne länger darüber nachzudenken, hatte ich mir die diese Klebhalterung gekauft. Super einfach zusammen zu stecken, kein Bohren und keine Halterung, die nur für ein bestimmtes Gerät funktioniert. Bei der eigentlichen Klebefläche war und bin ich nach wie vor skeptisch. Temporäre Haftverbindungen sind nie was für die Ewigkeit, sondern verschlechtern sich aufgrund von Umweltbedingungen recht schnell. Aber bis jetzt funktioniert das gar nicht mal schlecht, es sieht nur eben noch sehr neu aus. Der entscheidende Schwachpunkt an diesem Ding ist aber der Rest der Halterung: auf der Rückseite der großen Fläche befindet sich ein Kugelkopf, der schon das ein oder andere Mal eher nachgibt als die Klebefläche. Und die 2 Haken, die die ganze Halterung in den Lamellen eines Lüftungsgitters fixieren  sollen, sind noch schlechter. So ein Haken besteht auf der Oberseite aus einem etwas dickeren Plastikfinger und hat an der Unterseite einen als Feder fungierenden, etwas dünneren Finger. Somit sollte eigentlich die Feder bei ausreichendem Anpressdruck immer dafür sorgen, dass der obere Finger einen sicheren Halt auf der Lamelle hat. Tut er aber nicht verlässlich. Ein oder zwei Mal hatte ich die komplette Halterung samt Telefon schon in der Hand, weil die Feder durch etwas dickere Lamellen des Lüftungsgitters aufgebogen waren und imo durch die kühle Luft aus der Klimaanlage auch nicht mehr zurückgingen. Das ganze Ding liegt nur noch auf der Lamelle, aber als fest will ich das nicht bezeichnen. Und da noch dazu alles aus Plastik ist und beweglich, wird die Gesamthaltbarkeit schnell abnehmen. (Aber „patent pending“ und Markenschutz drauf pappen, jaja. Idioten) Ich werde berichten. :>

MotoLOLa?

Nach doch recht langer Bedenkzeit hab ich mich entschlossen ebenfalls in die Welt der Smartphones einzutreten. Ein neues Handy musste jetzt eh ran und touch(en) wollte ich auch schon immer mal. Da Android aus der Linux-Ecke stammt und meine Abneigung gegenüber Apple größer ist als die gegenüber Google, sollte es natürlich ein Gerät mit dem kleinen grünen Dingens werden. Die Auswahl an Geräten ist nicht unübersichtlich, aber recht groß. Touch screen und Einsatz als Navi sollte es können, Musik in diversen Formaten abspielen ist mittlerweile eh Standard, mobiles Internet ist auch brauchbar. Nach reichlichem Überlegen und Abwägen zwischen diversen HTC- und Samsung-Modellen blieb ich dann beim Motorola Defy hängen, weil es alle Anforderungen erfüllte, preislich attraktiver war und auch noch den Bonus Spritzwasser- und Staubschutz aufwies (mein derzeitiges Handy ist auch so eins). Nachdem das Gerät nun am Freitag eintraf, freute ich mich darauf, damit das ganze Wochenende rumzuspielen. Zuerst mal musste der Router wieder WLAN bringen, was ich sonst nicht gebraucht hab. Daraufhin konnte ich alles wie gedacht am neuen Telefon einrichten: WLAN geht, Musik hören mit mitgeliefertem Headset und auch extra Ohrstöpseln war ok, Navi funzte und GPS ging auch. Toll. Beim Einrichten der Mailbox fiel mir dann allerdings auf, dass an’s Ohr gehalten nichts zu hören war. Per Freisprechen-Lautsprecher oder Headset kein Problem, nur dem Lautsprecher (Ohrmuschel) entwich kein Ton, egal was ich anstellte. Mir war die Problematik schon bekannt, in meinen Augen war das Problem erledigt und neuere Geräte sollten ohne diesen Fehler beim  Betatester^wKunden aufschlagen. Nein, Motorola hat es wohl nicht geschafft die Probleme zu beseitigen, obwohl es mit neueren Chargen nicht mehr auftreten sollte. Ich bin in solchen Fällen immer gleich geneigt, dem Verursacher der Lebenszeitverschwendung eine Rechnung zu kommen zu lassen. Aber da werd ich wohl auf Granit beißen. Jetzt heißt es erstmal zurück schicken und hoffen, dass der Ersatz den Ärger ausbügeln kann.

update: Schnell! Das Ersatzgerät traf noch vor der Empfangsbestätigung des Retour-Paketes ein. Allerdings verursachte die Versandverpackung sofort ein ungutes Gefühl in der Bauchgegend. Auch die Herstellerverpackung sah lädiert aus und erweckten Zweifel, dass das gelieferte Gerät wirklich neu ist. Die eigentlich auf den Neugeräten zum Schutz des Display angebrachte  Folie fehlte, dass Gerät lag verkehrt herum im Träger. Die Laune besserte sich nicht, als eine ältere Software-Version auf dem Telefon zu tage kam. Beim ersten Gerät erschien nach dem ersten Booten der MotoBlur-Assistent, hier nicht. Zumindest der Ohrmuschel-Lautsprecher funktionierte aber. Nach grundsätzlichen Einrichtungsschritten (kannte ich ja schon alles auf dem FF) und dem Einschalten des wlans lag das Telefon ’ne Weile und ging in den Standby. Hatte ich gedacht. Nein, es war komplett ausgegangen und musste neu gebootet werden. Das tratt in den nächsten Stunden immer wieder auf und folgerichtig hab ich den Kram wieder eingepackt und am nächsten Tag zurückgeschickt.

Sicherlich kann man Motorola die (zeitweilig) mangelhafte Qualität als Auslöser für die ganze unappetitliche Geschichte vorhalten. Aber da hier der Händler der Hort des Übels ist, verliert der rant hinsichtlich Motorola etwas an Farbe. Und die Wahl eines mir bereits bekannten Versandunternehmens mit vielleicht geringfügig höheren Preisen hätte mir den Ungemach wohl erspart. Demnächst mehr an der Stelle.

Vivanco CHS5500: bedingt nützlich

Kabelziehen, vielleicht auch noch durch die ganze Wohnung, ist nervig. Wenn der Lärm von einer gemeinsamen Quelle kommen soll, aber eben nicht von einem Ort die ganze Wohnung beschallen soll, liegen Funklautsprecher nahe. Audiophil Veranlagte würden so eine Lösung sicher strikt ablehnen, in meinen Augen sollte das reichen. Um rauszufinden, ob es das tut, hab ich mir ein Paar davon zugelegt, spezieller: Vivanco CHS5500.

chs5500

Vivanco CHS5500

Sicher kein designerisches Highlight aber doch schon ein erheblicher Unterschied zu den ehemals mausgrauen PC-Lautsprechern aus dem letzten Jahrhundert. Aufgestellt und auf korrekte Funkübertragung eingestellt sind die Dinger in nullkommanix. Damit endet aber die Liste der positiven Aspekte recht schnell. Das Gehäuse ist aus Plastik und ein wirkliches Gefühl der Wertigkeit stellt sich nicht ein. Die blaue LED ist die Betriebsanzeige und leuchtet ständig, oder, vielleicht sollte man sagen strahlt. Die ist nicht unauffällig sondern taugt im Dunkeln auch als Notlicht. Hoffentlich hört dieser Unsinn bald auf, jedes elektronische Gadget mit blauen LEDs zu bestücken. Das nervt.

Hinter dem darunter befindlichen Fenster aus dunklerem Kunststoff ist der Empfänger für die Fernbedienung versteckt. Der Klang der Schachteln ist wie vermutet, vielleicht nicht ganz so häßlich, wie ich erwartet hatte. Etwas Bass ist zu vernehmen, Höhen auch, aber dazwischen klingt alles irgendwie dumpf. Die Lautstärke ist (vermutlich je nach Betriebsart) auch ordentlich. Betriebsart meint, dass die Dinger mit den mitgelieferten Steckernetzteilen oder mit Batterien (Typ C) befeuert werden können.

Was mich an den Dingern allerdings am stärksten stört, ist das in meinen Augen unausgereifte Design hinsichtlich Stromverbrauch. An den Lautsprechern ist ein Power-Knopf dran, aber diese Funktion ist nicht auf der Fernbedienung vorhanden. Der Betrieb auf Schränken oder die Anbringung unter der Decke ist damit nicht machbar, weil man die Lautsprecher nur am Gehäuse an-/ausschalten kann. Es gibt zwar die Idee des sparsamen Umgangs mit Strom: wenn per Fernbedienung auf Mute (nur auf der Fernbedienung) geschaltet wurde, wird nach 5 min die Stromzufuhr komplett unterbrochen. Zum Wiedereinschalten ist dann an jedem Lautsprecher eben der Power-Knopf zu drücken. DAS ist bei mir in der Kategorie Show-Stopper und hätte ich das vorher gewusst, würden die Dinger jetzt nicht hier stehen.