Boot-Zeit verkürzen und Wunsch-Desktop bauen

So. Nach etwas längerem Rumfuchteln rennt das System hier jetzt von einer SSD (samsung, 128GB). Gut, mit ca. 20 s (bis login-Prompt)  startete das System nicht gerade langsam, was hauptsächlich an der Verwendung von runit liegt. Der Kernel selbst braucht ungefähr 4 s bis zum init. Aber die gut 15 s kann man ja auch noch einsparen und so in Bereiche von suspend2ram kommen, ohne dessen Probleme.

Nach dem Auspacken und Einbau der SSD wurde das bestehende System gestartet und die Platte erstmal mit smartctl inspiziert. Nächster Schritt war das Partitionieren und Ausrichten, dann das Einrichten eines ext4-Dateisystems und dann das eigentliche Kopieren der Daten vom alten System auf die neue Platte. Schon beim Kopieren kann man einen Eindruck bekommen, welcher Schritt der Umstieg auf so einen schnellen Datenträger bedeutet. Trotz werkseitig eingebautem Fehler des SB600-Chipsatzes und eher lahmer Gesamtperformance konnte rsync die Prozesslast auf hohem Niveau halten und rund 70 MB/s rüber schaufeln. Das liegt nur geringfügig unter der theoretischen Maximalleistung laut hdparm und macht eher deutlich, wie schlecht die rotierenden Platten an dem Chipsatz arbeiten.

Das Einrichten von grub, um von der neuen Platte zu booten, ging auch recht schnell. Dachte ich. Leider ließ sich update-grub nicht dazu überreden, in der grub.cfg die richtige Platte und Partition für den root-Parameter zu schreiben. Bedauerlicherweise kennt das Programm aber auch keine Möglichkeit das zu erzwingen. Mit dünner werdenden Nervenkostüm und nach einiger Zeit des Probierens schwenkte ich auf syslinux um, weil ich dachte, dass es eben an grub (in seiner moderneren 2er Version) liegt. Aber mit syslinux das gleiche Spiel: wieder wurde das root-device nicht erkannt und es landete wieder die alte Partition in der Konfiguration. Durch Zufall fiel dann beim Stöbern auf, dass /dev/root einfach falsch gesetzt wurde. In meiner modifizierten runit-stage 1. Vermutlich aufgrund der immer wieder sporadisch auftauchenden Bequemlichkeit standen dort die device-Parameter fix drin und nicht wie im originalen udev-Skript als zur Laufzeit zu ermittelnde. Nachdem das gefixt war und auch im BIOS die Reinfolge geändert wurde, rannte das System jetzt von der richtigen Platte (ohne manuellen Eingriff). Und zwar so schnell, dass man vom eigentlichen Booten (dank zu langsam umschaltenden Bildschirm) nichts mehr sieht. Syslinux-Bildschirm -> schwarz -> xdm-Login in geschätzten 8 Sekunden. Schön.

Der nächste Schritt wird jetzt das Einsparen des xdm und des Logins werden. Boot to Desktop, möglichst mit allen gewünschten Fenstern und laufender Musik. :)