Partikelzoo mit Ausbrechern

Die überlichtschnellen Neutrinos haben ja nun erhebliche Wellen nicht nur im Netz verursacht. Ich hab am Wochenende selbst sehr viel dazu gelesen – bis auf das paper selbst (was ich aber noch machen werde, trotz der Menge Bücher die hier auch noch rumliegen). Ich hätte da ja ganz gerne eine direkte Quelle für Neuigkeiten nur aus dieser Ecke, da ich befürchte, dass in 4 bis 6 Monaten kein Außenstehender mehr so richtig aufpasst oder entsprechend dem gefühlten* Grund der 60 ns der Auflösung keine Aufmerksamkeit schenkt. Möglicherweise ist der Gedanke aber auch übertrieben. :) Als kleine Gedankenstütze könnte man sich ja den Partikelzoo auch in einer etwas anderen Form zulegen (der Tip kam von arstechnica.com).

* also die überwältigende Mehrheit an Texten von Nicht-Physikern bleibt bei Messfehler; die paar Physiker, die ich bis jetzt textuell vor mir hatte, tendieren auch in diese Richtung

100 Worte pro Tag?

Ich hab ja nicht gerade oft einen Schreib-Flash und das meiste worüber schreiben wollen würde, wären Dinge, die schon vorher an anderer Stelle besser geschrieben wurden. Zur Verbesserung der „Schlagzahl“ dieses Blogs sollte ich mir vielleicht auch so ein Ziel setzen: The 1000 words rule of blogging. Aber Tausend müssen es doch nicht sein. Die meisten Blogger, die so viel schreiben werden wohl das 10-Finger-System beherrschen und den Text auch mehr oder weniger fertig im Kopf haben. Mir fehlt allein schon die Zeit dazu und außerdem bin da zu ineffizient und feile viel mehr am Text herum. Gibt es denn eigentlich ein Statistik-Plugin für WordPress? Gleich mal nachschauen. *stirnklatsch* Unter dem Fenster, in dem ich gerade tippe, steht es ja. Ergo: Ziel erreicht (für heute).  :]

 

 

Technik-Update-Schwemme

Kommt mir das nur so vor oder bestehen die Meldungen auf den ganzen „Nerd-Seiten“ zum Großteil nur noch aus Mobilgedöhns? Kein Tag vergeht, ohne das nicht über irgendein (mit 2.3.4 nichtfunktionierendes) Android-Feature, das neuste iPhone, das neuste Modell von Hersteller XY oder das geile, neue Tablett foo geschrieben wird. Zusammen mit irgendwelchen Bildern, auf denen irgendein CIO/CEO-Clown irgendein Gerät der versammelten Schreibermeute vor die Linse hält. Das langweilt und mitunter nervt es auch schon. Hmm, vielleicht hör ich einfach mal auf, die gewohnten Seiten zu öffnen und mich nach anderen umschauen. Also nicht nur einfach die Seite wechseln um andere Stile zu finden, sondern auch allgemein eher weg von den primär technisch orientierten News-Eimern. Oder vielleicht mal die Bitte an solche Seiten richten, dass sie eine Artikelkategorie einrichten, die den ganzen Kram außen vorlässt: no-mobile-geek-stuff, no-ceo-pics, no-iphoneX-news, no-iphoneX-news-updates, no-android-blah,…..

twitter unter Linux PITA?

Im Vergleich mit anderen Leuten, dachte ich immer, sind meine Ansprüche an Software meistens gering und ich kann mich besser eher mit irgendwelchen Mätzchen arrangieren. Seit ich twitter benutze, hat sich das offensichtlich geändert. Ich hab vermutlich alle gegenwärtig über apt zu bekommende linux-Versionen probiert und keinen client gefunden, der nicht irgendein Haar in  der Suppe hat. Manche waren länger im Einsatz, zum Beispiel qwit und zur Zeit hotot, andere sind sofort nach dem ersten Ausprobieren wieder von der Platte geflogen. Ich verwende kein KDE/gnome, daher mach ich um explizit für diese Desktop-Umgebungen entwickelte Clients gleich einen Bogen. qwit, zum Beispiel, hat tweets oft verkürzt in der timeline, obwohl weit weg von der 140-Zeichen-Grenze. Da gerade hashtags und URLs am Ende eines Tweets stehen, ist das unendlich nervig. hotot hab ich dabei noch nicht erwischt, aber der client ist im Gegensatz zur Meinung des Autors nicht wirklich lightweight (baut auf webkit auf) und dem fehlt ein mir langsam lieb gewordenes feature von qwit: Klick auf den @autor öffnet im Browser dessen timeline. Mal davon abgesehen, dass die twitter-Seite auch seltsame Eigenheiten aufweist (die letzten X tweets werden irgendwie erst nach einer halben Minute oder mehr geladen), seh ich dort eigentlich alle tweets eines Autors. Die Webseite fand ich bisher deswegen interessant, weil da seit einer ganzen Weile zu einem tweet auch die komplette Unterhaltung mehrerer Autoren zu finden ist. Dankenswerterweise kann hotot das auch. Und so bleibt dieser client für die nächste Zeit auf meinem Desktop. Solange bis eine bessere Software auftaucht.

Projekt10?

Sehr geehrter Herr Gabriel,

laut dem Interview mit Ihnen in einer wurstigen Zeitung vertreten Sie die Meinung, dass eine verschärfte Kontrolle des Internets* eine Antwort auf das Massaker in Norwegen wäre. Falls dass das Einzige ist, was Ihnen dazu einfällt, sind Sie für mich – mit Verlaub – ein Arschloch. Wenn das die Position der SPD ist, sind 20% für Sie noch zu viel und es zeigt, dass die Partei aus den vergangenen Jahren nichts gelernt hat und auf längere Zeit unwählbar bleibt.

 

* wie bitte soll ich die Aussage „mehr Mittel und Stellen für die Polizei um mehr Präsenz im Internet zu zeigen“ sonst deuten?

Fussnotenmafia

fussnoten Möglicherweise ist der Mafiabezug etwas hart oder unangebracht, aber wie soll man sonst diese branchenweite Krankheit der Mobilfunkfirmen (und nicht nur bei denen) nennen, alles relevante in den Fussnoten zu verstecken und diese dann auch noch möglichst unlesbar zu gestalten? Für bestimmte Bevölkerungsteile wie Senioren ist das diskrimierend, die können u.U. ohne fremde Hilfe nicht erfahren, was da eigentlich steht. Da kann in den bunten Faltblättchen 100x drin stehen, dass die Kunden bei Euch im Mittelpunkt stehen – das glaubt euch keiner.