text-to-speech für blogs?

Durch irgendeinen Artikel bei Telepolis bin ich gerade bei der Frage hängen geblieben, wie man wohl die blog-Inhalte für Behinderte zugänglich macht, also vorrangig Sehbehinderte. Der erste Gedankengang war, dass diese in der Regel eine Braille-Zeile im Einsatz haben, aber Audio eventuell noch besser wäre. Fünf Minuten Suche sind noch nicht wirklich hilfreich, um einen guten Überblick zu bekommen, aber das was in der kurzen Zeit zusammen kam, war eher ernüchternd. Meine (erste) grobe Einteilung trennt da zwischen rein web-basierten Diensten und lokalen Plugins, die Text in Hörbares umwandeln können.

Während das oben erwähnte Telepolis nichts dergleichen anbietet, hat der Newsticker von Heise zu jedem Artikel einen Knopf, der den (vermutlich recht kostenintensiven) Dienst von Readspeaker einsetzt. Da öffnet sich nach dem  Klick ein kleines Fenster, in dem der Artikel vorgelesen oder gleich heruntergeladen werden kann. Super praktisch in meinen Augen. Das hätte ich ja hier auch ganz gerne, aber es sieht nicht danach aus, dass es diesen Dienst für lau gibt.

Bei wordpress.org gibt es sogar ein Plugin, dass aber schon seit längerer Zeit nicht mehr gepflegt wurde. Das letzte Update stammte von 2008 und ist offensichtlich nicht mehr mit neueren Versionen von wordpress verwendbar.

Damit heißt es  weiter suchen und lesen, zum Beispiel bei as your world changes, dem Blog von Susan Gerhart, die sich exzessiv mit diesen Themen auseinandersetzt. Leider ist der letzte Artikel da auch schon etwas länger her.

addendum: die Vorstellung, eine wordpress-Installation nur mit einem screen-reader zu pflegen, erscheint mir aberwitzig. Da seh ich ja manchmal schon nicht durch; wie geht das jemandem, der nur das abgehackte, blecherne Reden des Automaten hören kann?

Keine Lust zum Umfallen?

*Gähn* war die einzige Reaktion, die mir entwich, als ich die Begründung der Grünen für die gescheiterten Koalitionsgespräche in Berlin hörte. Wieso ist es denen gerade jetzt wichtig, nicht auf die eigenen Wähler zu pfeifen und umzukippen? Versteh ich irgendwie nicht. Ob nun zum dritten oder vierten Mal ein fauler Kompromiss eingegangen wird, ist doch unerheblich wenn es um den eigenen Anteil an der Macht geht, oder nicht? Der Wähler ist doch sowieso vergesslich oder verzeiht recht schnell.

Jetzt dürfte die CDU der wahrscheinlichste Partner in einer Koalition werden, was für eine Farce. Na wenigstens gibt es da in Sachen Autobahn keinen Zank.

Radio hört doch keine Sau mehr

Eher zufällig bin ich bei meiner Suche nach neuem Audio-Equipment über diesen (älteren) Thread im hifi-forum gestolpert, der sich mit technischen und kulturellen Aspekten von Rundfunk (Radio) auseinandersetzt. Anlass ist die Frage, ob und wann und vor allem wie DAB/DAB+ die alte UKW-Technik ersetzt. Grundsätzlich sieht es wohl so aus, als ob auch der Nachfolger von DAB nicht das Potential hat, einen veritablen Ersatz zur Analogtechnik zu bieten. Abgesehen von politischen oder finanziellen Gesichtspunkten (für die Sender bzw. die Hersteller von entsprechenden Geräten) spricht nichts dafür, dass der Endverbraucher davon einen Mehrwert oder Fortschritt zu erwarten hat. Das Gegenteil ist wahrscheinlicher. Dabei ist wieder mal nicht die technische Seite unzureichend, die wäre eigentlich gut geeignet eine gleichbleibende Qualität (lies: nicht noch schlechter) bei verringertem technischen Aufwand zu liefern. Verschlechternd wirkt wie oben schon angesprochen, dass zB. aus Kostengründen die Übertragungsraten für das einzelne Programm so weit gedrückt werden, dass zwar viele Sender in einem Ensemble übertragen werden können, aber die Qualität des Einzelnen auf unerträglichem Niveau angesiedelt ist – nur technisch gesehen, die Qualität der eigentlichen Inhalte sind nochmal eine weitere Diskussion für sich. Gerade auch mit der allgegenwärtig zunehmenden Verfügbarkeit eines Internet-Zugangs, wie zum Beispiel im Auto, wird sich UKW-/DAB-/whatever-Radio selbst überflüssig machen. Und das ist nicht der Verdienst der Hörer, sondern der Leute bei den Rundfunkanstalten (die Entscheider), die nicht genügend Weitsicht und Phantasie haben. Aber vielleicht lieg ich ja auch völlig daneben. :)

Eins und eins zusammenzählen

Ein heute auf heise gebrachter Artikel beschreibt eine „Hintertür“ auf einigen HTC-Smartphones. In den Kommentaren der Originalmeldung sind auch noch Aussagen zu finden, dass die Software, um die es bei der schwerwiegenden Sicherheitsverletzung geht, erst in den letzten Tagen bei einem OTA-Update auf das Gerät kam. Da wäre natürlich gleich die erste Frage, ob es auch auf nagelneuen Geräten zu finden ist (vermutlich schon).

Andererseits klärt sich für mich dann auch (teilweise) die Frage, wie man sowas bauen kann. Offensichtlich problemlos lassen sich viele Smartphone-Modelle mit dem Gerät abschnorcheln. Ob da irgendwelche Einstellungen geändert werden müssen, damit das Telefon diese Informationen über eine Kabelverbindung ausgibt, wird nicht erwähnt. Bei einem Motorola Defy zum Beispiel sollte das im Normalfall nicht der Fall sein, da dort der debug-Modus für die USB-Schnittstelle nicht eingeschaltet ist. Aber so sicher kann man sich da (gerade jetzt) nicht sein.

Die Wahl der Qual

Nein, das ist kein neues Spiel für Masochisten. Das beschreibt nur gerade den Zustand, in dem ich mich wähne. Weil ich auf der Suche nach neuem Beschallungsgerät bin. Eigentlich sollte die Auswahl von einem Paar Lautsprecher und einem passenden Verstärker kein großes Problem darstellen, aber wenn die eigenen Vorstellungen oder Wünsche noch nicht so konkret fest stehen, ist man der Schlacht der Meinungen und Tests ausgeliefert. Was in einer guten Stunde an positiver Meinung zu einem Hersteller aufgebaut werden kann, wird im nächsten Augenblick völlig relativiert und die Gerätschaft taugt bestenfalls noch zum Demonstrieren des Prinzips „wie-es-nicht-gemacht-werden-sollte“. Wenn dann noch Artikel der HiFi-Fachpresse dazu kommen, ist es völlig vorbei. Da werden dann Geräte mit Adjektiven beschrieben, die recht stark an die Besprechung von edlen Tropfen erinnern. Und was bitteschön soll man sich dabei denken, wenn ein Einsteiger-Verstärker mit einem Klangniveau von 35% und einem Preis-/Leistungsverhältnis von 4/5  bzw. Exzellent bewertet wird? Diese verschwurbelte Sprache ist abstoßend und wenig bis gar nicht informativ. Da verlier ich gleich die Lust mich weiter damit zu beschäftigen und dann sitz ich hier in 2 Monaten immer noch ohne neue Technik. argh! Naja. Falls neues Zeug in’s Haus kommt, werd ich berichten.

Nackter Hass

Naja, ist vielleicht etwas übertrieben. Aber zumindest kann ich mir vorstellen, dass wenn mir mal ein Spammer in die Finger fallen sollte, ich unter Umständen große Freude daran hätte, den zu quälen. Beim Ausdenken der entsprechenden Mittel zur Bestrafung würde ich mir richtig Mühe geben und mir Zeit lassen und natürlich den Vorgang der Bestrafung ausführlich für andere Spammer dokumentieren. So richtig ordentlich mit eigener Webseite und Vorschlägen für die Bestrafung, Poll für die Leser und natürlich ein oder mehrere utube-Videos.

Nein, ich hab kein Problem mit Spam, an Eingang meiner inbox wacht ein sehr zuverlässiger Filter, der den ganzen Müll auf eine entsprechende Halde verschiebt, wo er dann auf seine Kompostierung wartet. Abundzu kuck ich da mal vorbei und lache bei einigen besonders schönen Exemplaren, bei anderen bin ich eben wütend (s.o.), weil die einem so eine billigen, radebrechenden Mist schicken, ohne einen Funken von Anstrengung bei der Erstellung bzw. Übersetzung des „Textes“. Falls mich das mal völlig deprimiert, kuck ich einfach bei 419eater.com vorbei und kuck mir den Trophäenraum an.