Eine ganze Woche ist rum

seit der Dingstrojaner ins Licht geschubst wurde und obwohl der Kenntnisstand über die Verfehlungen der Verantwortlichen mit jedem Tag¹ zunahm, ist nix, null, nada passiert. Nur Geschwätz. Nicht einer der feinen Innen-Herren hat den Arsch in der Hose zuzugeben, dass hier Fehler gemacht wurden. Natürlich müsste dazu erst mal die Einsicht vorhanden sein, dass es sich um Fehler handelt. Wenn man Friedrich oder Uhl hört, hat man keine Zweifel daran, dass die das nicht verstehen. Im Gegenteil. Eher auf die Anderen schimpfen. Was für eine erbärmliche Vorstellung.

 

¹ Das erinnert mich irgendwie an die Tepco-Taktik: häppchenweise bekannt geben, was mehr oder weniger absehbar oder schon bekannt ist.

About bloatism in software

bloatism: a disease-like process of software getting bigger and bigger all the time and losing the focus on KISS

Many people know that problem, especially older ones. Software you get used to over the years and that is in a constant development process grows bigger and bigger, gets new features with every major version number step. The point is: when does the developer thinks the software is feature complete and should it be feature complete at one point in time at all? And what is with new features because of new requirements from outside?

opera

At the moment the software I’m referring to is opera, the browser. I use it since many years and it was my favorite browser all the time. And it is still yet. I had a discussion with friends about it. They stopped using opera because they mostly don’t like many new features, some of them they hate (despite that the fact that one can disable many of them). On such feature is that there is only the  domain part of an address displayed in the address bar. If that option is disabled you’ll see the full address but the non-domain part in lighter gray. Not a big deal in my eyes. I’m annoyed by things like bittorrent or mail client in the browser and the fact, that you don’t have to use it but it’s in the software (in the code) anyway. And every tiny little  feature adds up to a big extra chunk of code that bloats the whole program and makes it slow. Sure, opera is one of the fastest. But it could be the fastest. I would love a slimmed down version, without mail/bittorrent/rss/chat and all that things that are better handled with a extra program. I would love a insanely fast browser with low memory usage.

(And: nope, firefox failed. It’s to slow even out of the box, without any add-on)

Das R aus K&R ist gestorben

Jeder, der beim Lernen einer Programmiersprache sich mal an C rangetraut hat, wird „The C Programming Language“ in der Hand gehabt haben und es bestimmt bis zum Ende durch gearbeitet haben. Das ist nur einer der Meilensteine, die er und auch die anderen aus den Bell/AT&T-Labs gesetzt haben. Eigentlich würde es keins der gegenwärtigen Betriebssysteme so geben. Auch viele neuere Programmiersprachen haben ihren Ursprung in den Unzulänglichkeiten von C. Ach was schreib ich… hier geht’s weiter:  economist.com

OccupyDings

Am ersten Wochenende der Proteste an der Wall Street dachte ich noch, dass das wohl nicht lange geht und bei einem Häufchen von ein paar hundert Personen sowieso keiner (aus der dicken Presse) hinkuckt. Die Medienberichte waren auch tatsächlich nicht sichtbar. Aber die wenigen Hundert haben durchgehalten und sind immer noch dort, manchmal waren es ein paar mehr und manchmal waren ganze Straßenzüge voller Menschen. This sums it all up #occupywallstreet #ows #occupyhouston #oc... on TwitpicMittlerweile ist die Bewegung weiter gewachsen und in vielen Städten anzutreffen und nicht mehr nur auf twitter eine  Erscheinung. Hoffentlich wächst das noch weiter und wird lauter und heftiger und nimmt noch mehr andere, eigentlich unbeteiligte Leute mit. Irgendwann muss dann die US-Regierung Stellung beziehen. Und wenn das passiert, dürfte das auch für andere Länder ein Hinweis sein. Aber meine skeptische Natur sorgt dafür, dass ich nicht erwarte, dass da in absehbarer Zeit genug passiert, um ein politisches Zeichen zu setzen, geschweige denn eine Änderung herbeizuführen, die den Grund für die Proteste beseitigt oder abschwächt.

Verschmähe die Trailer!

Immer wieder passiert es, obwohl ich mir schon hundert Mal (völlig übertriebene Zahl) vorgenommen hab, dass ich mir keine Trailer zu Filmen ansehen will. In der Regel sind es Filme, die erst mal überhaupt eine gewisse Aufmerksamkeitsschwelle überschreiten müssen (Titel, Schauspieler,Regisseur,Thema,…). Es ist auch viel einfacher geworden, seit ich keinen Verblödungsstrahler (vulgo: TV) mehr habe. Trotzdem lässt es sich auch im Netz, oder vielleicht gerade dort, nicht vermeiden. Und dann hat man doch mal auf den Link geklickt. Das endet dann bei mir damit, dass ich den Film nicht mehr sehen will. (Was zumindest für die Qualität des Trailers spricht) Aber die Vorfreude auf den Film, die Unvoreingenommenheit ist futsch. Die meisten Trailer (US-Streifen/Hollywood), die ich mal gesehen habe, erzählen eigentlich innerhalb von 2, 3 Minuten den kompletten Film. Bei schlechteren Streifen fassen sie auch die einzigen, wirklich sehenswerten Szenen zusammen. Ob das gewollt ist? Erscheint mir eher als eine selten dumme Idee.

Gib mir Werkzeuge

Als nächstes hätte ich gerne digitale Gegenmaßnahmen aus vertrauenswürdiger Quelle, die auch DAUs wie ich anwenden können #bundestrojaner (@holgi)

Das dem Trojaner innewohnende ist ja gerade der Versuch des sich Versteckens und unentdeckt zu bleiben. Wenn also nicht gerade Stümper am Werk sind, ist das Wissen der Notwendigkeit von Gegenmaßnahmen der Knackpunkt der Geschichte. Und das ganze auch noch DAU-gerecht zu schaffen, erscheint (fast) unmöglich. Ein IDS auf Basis einer whitelist hätte vermutlich viel zu viele Nebenwirkungen und ist letztlich auch nicht DAU-gerecht, weil ja das Wissen über gewünschte und unerwünschte Verbindungen auch von außen, vom Anwender kommen muss. Und das betrifft ja auch erst mal nur den Netzwerkverkehr des Trojaners. Vermutlich würde der schlaue Trojaner-Konstrukteur den Informationsab-/zufluss auch weitestgehend übersehbar machen, also zB. nur zulassen, wenn der Rechner gerade größere Mengen Pakete in’s Netz bläst oder lädt. Oder gar gleich in harmlos ausschauenden Paketen anderer Programme verstecken.

Und im System selbst? Eine spannende Frage, die die Analyse des CCC aufwirft, war die nach 64Bit-Windows-Systemen. Auf dem 32Bit-System konnte sich der Trojaner an beliebige Programme klemmen, bei den neueren 64Bit-Kisten sind ausführbare Programme signiert, dadurch kann eine Manipulierung sichtbar gemacht werden. Allerdings weiß ich an der Stelle zu wenig über 64Bit-Windozen, um sagen zu können, ob das auch für gerade laufende Anwendungen zutrifft (imo: schwer vorstellbar). Es gibt andererseits Software (zumindest kenn ich es von linux), die die Adressen und die Verwendung von Systemaufrufen überwacht und gegebenenfalls Alarm schlagen kann, aber die ist auch nicht als DAU-freundlich anzusehen.

Was bleibt denn dann noch? Hmm, eine gut bedienbare und bereits Expertenwissen verwendende Software, die gegen Trojaner  hilft, erscheint mir derzeit nicht in Sicht. Ich kenne jedenfalls keine, aber dass muss ja nicht heißen, dass es die nicht gibt.