Nach einiger Bedenkzeit hab ich den bereits vorhandenen Verstärker von Denon um einen CD-Player ergänzt. War keine gute Entscheidung. Klar, der spielt CDs hervorragend und, soweit ich das beurteilen kann, mit einem hervorragendem Klang. Aber ein mehrfacher Preis im Vergleich zu einem handelsüblichen DVD-Player (der wohlgemerkt DVD *und* CD abspielen kann), der auf dem Papier die gleichen inneren Eigenschaften aufweist, verlangt doch irgendwie nach Argumenten. Natürlich war da einerseits der Wunsch nach einem reinem Audio-Gerät, aber dass sollte doch bitte bis in die letzte Ecke verdeutlichen, wozu es gemacht wurde. Offensichtlich ist diese Forderung heutzutage viel zu hoch.
Design, dass sich seit Jahrzehnten nicht geändert hat (apple?), bis auf die frontseitig angebrachte, schief eingebaute, nicht abgedeckte USB-Buchse; widerwärtige Schriftzüge (der Font, ihr Pfeifen), die von irgendwelche inneren Features künden und zu guter Letzt das Debakel mit den Fernbedienungen. Nein, ich komme nicht mit einer Fernbedienung aus, weil diverse Funktionen (Standby, Display,…) nur auf der FB des CD-Players vorhanden sind. Stattdessen zwei oberflächlich gleiche Modelle (viel Spass im Halbdunkel) mit sehr niedrigem WAF. Wenn man jetzt auf die FB des CD-Players verzichten möchte, geht das nur, indem man den Player am Gerät an-/ausschaltet oder den Stromanschluss in eine der geschalteten Buchsen des Verstärkers steckt. Dann fängt aber beim Einschalten des Verstärkers der Player sofort an zu spielen (not a bug, a feature… meint das Handbuch), unabhängig davon, auf welche Quelle der Verstärker geschaltet ist. Bei meiner nächsten Kaufentscheidung habt ihr damit schon mal einen schweren Stand. Wenn das alles ist, was euch im 21. Jahrhundert einfällt, dann werdet ihr nicht (mehr) lange überleben. Alternativ könnt ihr natürlich weiter die Qualität senken (Plasteknöpfe?) und die Preise von Mond- auf Marsniveau heben.
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Der smart-meter-Schwachsinn
Das kann man ja nicht mehr lesen, vor allem in der Rolle als Verbraucher schwankt man zwischen Lach- und Wutanfall, wenn man sich die diversen Wortmeldungen zu der im Titel genannten Problematik anschaut. Smart Meter oder auch intelligente Stromzähler sind der computerisierte Ersatz für die alten, bekannten Stromzähler mit dem drehenden Rad, die ich schon als Halbwüchsiger irgendwie faszinierend fand. Was ist an den Alten auszusetzen? Für den Verbraucher werden als Hauptvorteile der genaue Durchblick bei den im Haushalt befindlichen Stromschluckern und das enorme Energiesparpotential genannt. Beide angebliche Vorteile sind bestenfalls Gründe zum Gähnen und abseits der bisher nicht nur in meinen Augen vorhandenen Problematik des Datenschutzes gibt es weitere Gründe, die gegen die Montage der Schnüffler sprechen.
Die Stromschlucker im eigenen Haushalt kennt man rein von der Größenordnung her sowieso und für das genaue Wissen kann man Steckdosenmessgeräte kaufen oder beim örtlichen Energieversorger leihen. Und die größeren Geräte ohne Steckdose kann man mit dem Notieren von Zählerständen beobachten. Ok, als Nerd würde es mir natürlich sehr gefallen, wenn sich Tagesverbrauchskurven oder Eigenheiten bestimmter Geräte erfassen und visualisieren ließen. Aber dafür einmalige Einbaukosten von bis zu 100 Euro und monatlich nochmal bis zu 15 Euro? Selbst wenn es einen Einspareffekt durch genaue Erfassung und Verlegung von starker Nutzung in die Zeiten preiswerterer Tarife gäbe, würden die doch somit genau in die monatliche Gebühr fließen und ich selbst hätte davon nix bis negative Einsparungen (ich kann das auch, ihr Pfeifen!).
Apropos Einsparungen, wo sollen die denn auftauchen? Wenn man mal einen imaginären Schritt zurück tritt und auf die Frage schaut, wird klar, dass ein Zähler allein keine Einsparungen bringen kann. Bei den intelligenten Zählern ist sogar eher ein geringer Mehrverbrauch zu erwarten, bedingt durch den ständig laufenden Minicomputer in dem Ding und natürlich die Datenverbindung zum Messstellenbetreiber. Die den Befürwortern bzw. tatsächlichen Nutznießern vorschwebende Idee der Verbrauchseinsparung kommt einzig aus der Möglichkeit der Verlagerung in Zeiten mit günstigeren Tarifen. Aber, so die vielerorts auftauchende Frage, wer wäscht denn nachts gegen 3:00 Uhr Wäsche oder wirft seinen Backofen für eine leckere Pizza an? Natürlich ist das Blödsinn. Da gibt es in meinen Augen viele bessere Ansätze zur Einsparung, die aber zB. keine Lobby haben.
Nachtstrom, das gab es früher auch schon mal, zB. für die sogenannten Nachtspeicheröfen, aber ist bei vielen Energieversorgern gar nicht mehr im Angebot zu finden. In einem Rechenbeispiel einer Fachzeitschrift (nur offline) wurde das Angebot eines großen, bundesweit tätigen Versorgers gezeigt, da war ein Nachttarif dabei, der genau 1 cent niedriger als der Normaltarif war. Da kann man sich leicht selbst ausrechnen, was da an Einsparpotential vorhanden ist, wenn dann noch die besagten 15 Euro pro Monat miteinbezogen werden müssen.
Das alles führt zu der Einsicht, dass die kalte Schulter gegenüber den Zählern gerechtfertigt ist. Und so brauch man sich nicht wundern, dass die Umsatzziele nicht erfüllt werden. Aber keine Angst, die Politik wird handeln und die Grenze für die Pflicht des Einbaus soweit absenken, dass auch bei uns die Mehrzahl der Verbraucher den intelligenten Zählern gegenüber sehr aufgeschlossen sein wird.
Die Grünen sind schuld
Jetzt sind halt die Schwarzen mit im Boot und dann kommen solche Sachen wie die Verlängerung des Unterbindungsgehorsams raus. Und kostenlose Nahverkehrsnutzung für… Polizisten. Naja, etwas Positives war eh nicht zu erwarten.
Eine ganze Woche ist rum
seit der Dingstrojaner ins Licht geschubst wurde und obwohl der Kenntnisstand über die Verfehlungen der Verantwortlichen mit jedem Tag¹ zunahm, ist nix, null, nada passiert. Nur Geschwätz. Nicht einer der feinen Innen-Herren hat den Arsch in der Hose zuzugeben, dass hier Fehler gemacht wurden. Natürlich müsste dazu erst mal die Einsicht vorhanden sein, dass es sich um Fehler handelt. Wenn man Friedrich oder Uhl hört, hat man keine Zweifel daran, dass die das nicht verstehen. Im Gegenteil. Eher auf die Anderen schimpfen. Was für eine erbärmliche Vorstellung.
¹ Das erinnert mich irgendwie an die Tepco-Taktik: häppchenweise bekannt geben, was mehr oder weniger absehbar oder schon bekannt ist.
Verschmähe die Trailer!
Immer wieder passiert es, obwohl ich mir schon hundert Mal (völlig übertriebene Zahl) vorgenommen hab, dass ich mir keine Trailer zu Filmen ansehen will. In der Regel sind es Filme, die erst mal überhaupt eine gewisse Aufmerksamkeitsschwelle überschreiten müssen (Titel, Schauspieler,Regisseur,Thema,…). Es ist auch viel einfacher geworden, seit ich keinen Verblödungsstrahler (vulgo: TV) mehr habe. Trotzdem lässt es sich auch im Netz, oder vielleicht gerade dort, nicht vermeiden. Und dann hat man doch mal auf den Link geklickt. Das endet dann bei mir damit, dass ich den Film nicht mehr sehen will. (Was zumindest für die Qualität des Trailers spricht) Aber die Vorfreude auf den Film, die Unvoreingenommenheit ist futsch. Die meisten Trailer (US-Streifen/Hollywood), die ich mal gesehen habe, erzählen eigentlich innerhalb von 2, 3 Minuten den kompletten Film. Bei schlechteren Streifen fassen sie auch die einzigen, wirklich sehenswerten Szenen zusammen. Ob das gewollt ist? Erscheint mir eher als eine selten dumme Idee.
Gib mir Werkzeuge
Als nächstes hätte ich gerne digitale Gegenmaßnahmen aus vertrauenswürdiger Quelle, die auch DAUs wie ich anwenden können #bundestrojaner (@holgi)
Das dem Trojaner innewohnende ist ja gerade der Versuch des sich Versteckens und unentdeckt zu bleiben. Wenn also nicht gerade Stümper am Werk sind, ist das Wissen der Notwendigkeit von Gegenmaßnahmen der Knackpunkt der Geschichte. Und das ganze auch noch DAU-gerecht zu schaffen, erscheint (fast) unmöglich. Ein IDS auf Basis einer whitelist hätte vermutlich viel zu viele Nebenwirkungen und ist letztlich auch nicht DAU-gerecht, weil ja das Wissen über gewünschte und unerwünschte Verbindungen auch von außen, vom Anwender kommen muss. Und das betrifft ja auch erst mal nur den Netzwerkverkehr des Trojaners. Vermutlich würde der schlaue Trojaner-Konstrukteur den Informationsab-/zufluss auch weitestgehend übersehbar machen, also zB. nur zulassen, wenn der Rechner gerade größere Mengen Pakete in’s Netz bläst oder lädt. Oder gar gleich in harmlos ausschauenden Paketen anderer Programme verstecken.
Und im System selbst? Eine spannende Frage, die die Analyse des CCC aufwirft, war die nach 64Bit-Windows-Systemen. Auf dem 32Bit-System konnte sich der Trojaner an beliebige Programme klemmen, bei den neueren 64Bit-Kisten sind ausführbare Programme signiert, dadurch kann eine Manipulierung sichtbar gemacht werden. Allerdings weiß ich an der Stelle zu wenig über 64Bit-Windozen, um sagen zu können, ob das auch für gerade laufende Anwendungen zutrifft (imo: schwer vorstellbar). Es gibt andererseits Software (zumindest kenn ich es von linux), die die Adressen und die Verwendung von Systemaufrufen überwacht und gegebenenfalls Alarm schlagen kann, aber die ist auch nicht als DAU-freundlich anzusehen.
Was bleibt denn dann noch? Hmm, eine gut bedienbare und bereits Expertenwissen verwendende Software, die gegen Trojaner hilft, erscheint mir derzeit nicht in Sicht. Ich kenne jedenfalls keine, aber dass muss ja nicht heißen, dass es die nicht gibt.