tunes to mesmerize 6

Gibtsjagarnich! Da ist man der halbgaren Überzeugung alles Relevante/Angesagte/Aktuelle schonmal wenigstens gehört zu haben oder in Form eines Videos bei der Tube gesehen zu haben und im nächsten Augenblick wird dieser Eindruck pulverisiert,zertreten,weggewischt und man sitzt nur noch mit offenem Mund und erstauntem Ausdruck da und freut sich ein Loch in den Bauch, dass man eine Entdeckung gemacht hat:

Nee, Debitel, so wird das nix

Ja, ich war so zuversichtlich zu denken, dass man erstmal einer Firma die Möglichkeit einräumen muss, dass in sie gesetzte Vertrauen zu enttäuschen, bevor man über sie mosern kann. Eine Mobilfunkfirma!? Die tun doch auch sonst alles mögliche, um ein Image zu behalten, gegen das Krätze eine harmlose, vorübergehende Hautirritation ist.

Ich hab denen vor einiger Zeit telefonisch meine Einwilligung gegeben, dass sie mich bei Werbeaktionen anrufen dürfen. Da war ich wohl damals etwas zu euphorisch – kurz vorher hatte Debitel meinen bisherigen Vertragspartner Talkline übernommen und der Service schien auf einmal wie ausgewechselt (zB. die Hotline).

Nach 2 oder 3 Werbeanrufen, die mich nicht interessierten, war ich diesmal an einer möglichen Verringerung meiner Stromkosten durchaus interessiert und wir vereinten einen Rückruf, wenn ich zuhause wäre und die Stromrechnung zur Hand hätte. Der Rest des Gesprächs war nur noch peinlich. Eine kurze Ansage, was ich im Jahr einsparen könnte mit dem neuen Tarif, die Frage nach Zähler- und Vertragsnummer und das ich innerhalb von 30 Tagen reagieren müsste, wenn ich diesen Tarif nicht haben will. wut? Klassische Drückermethoden. Keine einzige meiner Fragen wollten die mir beantworten, mit wem ich denn diesen Vertrag abschließen würde, warum ich nicht einfach ein entsprechendes Angebot zugesandt bekommen kann. Dafür hat der Werber am anderen Ende der Leitung nicht mal versucht deeskalierend zu agieren, nachdem ich langsam begann in mich hineinzugrummeln, stattdessen hat er mehrfach darauf hingewiesen, dass Debitel mich als langjährigen Kunden doch nicht enttäuschen wollen würde. *Pff* Habt ihr gerade getan. Und wenn ihr euch Mühe gebt, dann senkt ihr die Schmerzschwelle auf meiner Seite soweit, dass ich in den sauren Apfel beiße und zu einem anderen Mobilfunkanbieter wechsle.

Monitor mit LED-backlight

Im Augenblick bin ich noch beim „Einlesen“, d.h. für bestimmte Themengebiete gutes Wissen auf aktuellen Stand bringen, aber demnächst muss wohl ein neuer Monitor her. Der bis jetzt recht kläglich seinen Dienst verrichtende ViewSonic VP2030b funktioniert zwar noch, aber er nervt immer mehr. Als Nachfolger des nur 1 Jahr lang funktionierenden VP930 hat er von Anfang an Probleme gehabt, die allerdings hinnehmbar waren bzw. ich einfach zu nachlässig war, um den gleich wieder zurückgehen zu lassen.

Um mich nicht falsch zu verstehen: der VP2030b ist ein guter Monitor für meine Ansprüche, mit aus dem Stand guten Farben, ohne irgendwelche Geräusche des Netzteils, einer knackscharfen Darstellung und einem viel ruhigeren Bild als die meisten preiswerten TN-Panels wie zum Beispiel auf Arbeit. Aber die von Anfang an vorhandene Störung der standby-Schaltung und die kaputte EDID-Tabelle relativieren die Freude auf Dauer. Der kernel eines linux-Systems prüft seit letztem Jahr auf korrekte EDID-Tabellen und wenn der Monitor für einen bestimmten Eingang diese nicht liefert, kann der Anschluss eigentlich nicht genutzt werden (ohne die Möglichkeit der Abschaltung der harten Prüfung ist dass eine sehr restriktive Schwelle *höflichausgedrückt*).

Jetzt steht halt die Auswahl eines neuen Gerätes an und eines der Merkmale ist u.a. ein LED-backlight um den Strombedarf bei steigender Bildfläche etwas zu drücken. Da handelt man sich wieder neue Problemkreise ein, wie zum Beispiel die Helligkeitsregelung mittels PWM oder nicht vorhandene Kenntnisse über die Langzeiteigenschaften der Hinterleuchtung. Einen möglichen Kandidaten und etwas Hintergrundwissen zu diesen bzw. zur Technik allgemein findet man in diesem thread bei hardwareluxx.

tunes to mesmerize 5

Is mir das peinlich! Eine meiner liebsten Bands der letzten Jahre und ich hab die hier noch nie gedingst. Na dann eben jetzt. Deren Videos sind immer sehenswert und auf der Bühne gehts auch ordentlich ab.

hint: gerade erst ne Europatour fertig, kommt schon die nächste. Unter anderem auf dem Desertfest im April in Berlin.

SSDs, ext4 und BigAlloc

Einige Fundstücke, die sich mit dem Themenkomplex Dateisysteme und SSD beschäftigen. Aufhänger war hier BigAlloc, ein neues Feature für ext4, dass oberflächlich gesagt mehrere kleine Blöcke zusammenfasst und so Verwaltungsaufwand beim Schreiben (deutlich) minimieren kann. Bedauerlicherweise kann es nur mit neu anzulegenden ext4-Partitionen verwendet werden und nicht in bereits existierenden. Erfreulicherweise erhellen die Kommentare bei lwn.net die Funktionsweise von ext4 soweit, dass klar wurde, dass ein ähnlicher Mechanismus bereits eingebaut ist: extents.

Der zweite Artikel vergleicht SSDs und Journaling-Dateisysteme anhand ihrer funktionellen Mechanismen und stellt die Behauptung auf, dass eigentlich SSDs schon genau das tun, was journaling bei Dateisystemen wie xfs, ext3/4 oder btrfs bwirken soll. Interessanter Gedanke in den Kommentaren (sinngemäß): SSDs sind quasi als Ersatz für rotierende Festplatten entworfen worden und werden aktuell auch so gebaut, obwohl die zugrundeliegende Technik völlig anders funktioniert. Mittels des Controllers und der Firmware werden sie aber so gesteuert, dass sie für das Betriebssystem wie eine normaler ATA-sprechender, rotierender Datenträger aussehen. Die Konsequenz daraus ist, dass sie eigentlich eine viel schlechtere Performance liefern als sie eigentlich könnten und dass das zu einem Großteil der Marktdominanz von M$-basierten Desktop-Systemen geschuldet ist.