Schon seit ’ner halben Ewigkeit, nicht nur aufgrund des gelegentlichen Webseitenbaus, sind immer mindestens 2 Browser installiert. Lange Zeit war und ist opera mein „Arbeitstier“ gewesen, aber die Zukunft ist ungewiss. Nach dem Wechsel der Engine sind die ersten Testversionen leider nur noch ein Abklatsch von chromium und der Wust an Funktionen, die man beim norwegischen Webstöbergerät liebte, fehlt. Nein, chrome/chromium ist kein würdiger Ersatz. Zu viel Umgewöhnung, zu viel Funktionen, die das Verwenden eher erschweren. Das geht bei solchen Kleinigkeiten los, dass man in der Adresszeile 3 mal klicken muss, um den aktuellen URL zu markieren; keine vernünftige Gesten-Unterstützung und jede Menge Funktionalität, die nur mit Erweiterungen zu bekommen sind, während sie bei opera sofort nach der Installation verfügbar waren. Und wenn man mal wireshark die Startphase von chromium mitschnüffeln lässt, wird die Laune auch nicht besser. Und mit dem Feuerfuchs siehst das nicht viel anders aus.
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Draytek? Reinfall.
Ja, wieder mal ein Rant, obwohl ich ja bemühe nicht immer so negativ auf die Dinge zu schauen. Oft bleibt aber zu wenig Positives übrig. So auch hier. Ein einfacher Access Point sollte es werden, allerdings nicht für mich. Eines der wichtigsten Argumente bei der Auswahl war das Feature isolating LAN – meine Erwartung war, dass sich kabellose und kabelgebundene Geräte an den LAN-Schnittstellen der Schachtel nicht sehen können, aber der LAN-Anschluss trotzdem nutzbar bleibt. Zum Beispiel um den Netzwerk-gateway bzw. das Internet zu erreichen. Bei anderen Herstellern bzw. im Netz auch als Gastzugang bekannt. Der user’s guide (ja, es gibt einen) lässt sich bedauerlicherweise auch nicht weiter zu dieser Funktion aus. D.h., ich konnte vor dem Kauf auch nicht rauskriegen, ob diese Funktion das tut, was ich will.
Sie tut es nicht. Die Isolation trennt WLAN und LAN komplett, alles was an den LAN-Schnittstellen klemmt, ist nicht erreichbar. Hu? Draytek, vielleicht erläutert ihr mal, was der Sinn dieser Funktion ist? Access Point ohne Access? Wie wäre es, wenn ihr das Handbuch mal etwas ausführlicher zu diesen Feature gestaltet? Und vielleicht auch gleich noch solche Fehler beseitigt, wie das mehrfache Auftauchen des Begriffs Modem oder hab ich diese Funktionalität nur noch nicht im Menü entdeckt?
Die schnelle Reaktion des Konfigurationsmenüs an sich macht ja schon Spass, gemessen am Funktionsumfang steht da aber auch nicht so viel drin. Ich las erstaunt im Netz, dass es sogar einen telnet-Zugang gibt. Telnet? 2012? Ich glaub das erste Auftauchen von Behauptungen, dass SSH mittlerweile als Quasi-Industriestandard gilt, liegt schon einige Jahre zurück. Und ihr kommt mit telnet? Auweia. Nicht nur der Fakt an sich, nein, auch die Ausführung entspricht dem Eindruck. Das hättet ihr euch komplett sparen können. Für alle anderen: das Kommandozeilen-Interface ist ein schlechter Witz, da gibt’s keine Kommandos.
Ein Logfenster, dass den Namen auch verdient? Nein. Wichtigstes Bauteil an dem Ding? Die factory-reset-Taste! Die braucht man nicht nur, um aus dem Konfigurationsgemenge wieder raus zu kommen, nein, manchmal stellt sich auch der Webserver der Konfigurationsoberfläche einfach tot. Da passiert 5 min gar nichts, obwohl die Schachtel netzwerkseitig mit ping erreichbar ist und die ports auch als offen gezeigt werden.
Gibt’s irgendwas, was das Bild verbessert? Naja, wenn man nur einen stinknormalen wlan-AP haben will, ohne weitere Extras, einfach nur um kabellosen Geräten einen Internet-Zugang zu bieten, dann kann man das Gerät sicher gut gebrauchen. Allerdings gibt’s da weitaus preiswertere Alternativen und die meisten im Heimbereich anzutreffenden Router können das auch. Ob ich das Gerät wieder kaufen würde? Sicherlich nicht. Mal abgesehen von oben aufgeführten Verfehlungen, wäre das Ding schon an meinem Widerwillen gegenüber weißem Glanzlack gescheitert. Wer will denn sowas bitte haben? (jaja, ich weiß, rein rhetorisch)
Gleichnochmal: woanders kaufen
Man man man, haben die alle so wenig Gespür dafür, dass man mit einigen Sätzen potentiellen Kunden gleich erstmal voll auf die Füße tritt oder bin ich da zu empfindlich? Nach meinem letzten rant zu 7-dings hörte ich natürlich nicht auf, weiter nach einem passablen Shop zu gucken und landete heute bei beatport. Die Seite selbst ist toll, alles geht zack-zack, die Suche funktioniert sehr gut, Probehören lässt sich auch tadellos und das Angebot ist echt reichhaltig (für meine Bedürfnisse).
Ich hab nur den Fehler gemacht, vor dem Anlegen eines Accounts in die Terms and Conditions bzw. die Privacy Policy zu kucken. Mal abgesehen von den 13 Kilometern Kleinsttext, die man gar nicht vollständig lesen kann (vermutlich bin ich vorher verhungert oder wechsle eher gleich zu soulseduction), stehen dort Sachen wie „Wir machen…“ oder „Wir dürfen“ und „Du musst…“ und im Datenschutzteil jede Menge Formulierungen wie „Wir machen mit deinen Daten was wir wollen…“. Muss ich erst einen Rechtsanwalt mit der Wahrnehmung von Online-Käufen beauftragen oder wie? Die TaCs jedenfalls lassen diesen Verdacht aufkommen.
Noch frecher find ich allerdings die Aussage, dass 40% eines verkauften Titels einbehalten werden. Das machen die Labels so mit? Erstaunlich. Ein verk**kter Vertrieb, der fast die Hälfte der Einkünfte behält? Nänä, danke und ciao.
Geh ich eben woanders kaufen.
Na, ihr Kasper!? Ihr wollt entweder kein Geld verdienen oder ihr habt genug? Hint: es hat etwas mit eurem player zu tun, der nur funktioniert, wenn adblocker und ähnliche Gerätschaften aus sind. Ich hab keine Lust dazu, heraus zu bekommen an was es jetzt genau klemmt; ich probier es ein paar Mal und wenn sich dann kein Erfolg einstellt, geb ich mein Geld woanders aus. Falls ihr mit irgendwelchen Firmen einen Deal haben solltet, der denen Tracking oder vergleichbare Späße ermöglicht, ist es eh der bessere Weg.
Was soll das denn bitte?
Alle Jahre wieder (quark, eigentlich wenigstens jeden Tag einmal) geht mir die Hutschnur hoch, wenn ich aufgrund von verlinktem Inhalt auf Seiten komme, die ich zwar nicht kenne, aber die mir beim ersten Besuch direkt gleichmal in die Augen kotzen:
Ja, tolle Schrift. Aber ich les‘ doch keine Speisekarte. Was soll denn die weiße Wüste da? Den Artikel hab ich nich gelesen, weil der Tab gleich wieder zu war. Die Heinis der Monitorindustrie machen die Dinger immer breiter um Hollywood einen Gefallen zu tun und den eigenen Gewinn zu pimpen und dann kommen die Blogdesigner mit so ’ner 10-Wörter-Spalte. Lachhaft, nee, verplempert.
(Ich dachte erst, dass links *und* rechts alles vom Werbeblocker rausgefischt wurde, aber das änderte sich auch nicht mit dessen Deaktivierung und auch nicht mit anderen Browsern – also ist das so gewollt. Bäh!)
Nee, Debitel, so wird das nix
Ja, ich war so zuversichtlich zu denken, dass man erstmal einer Firma die Möglichkeit einräumen muss, dass in sie gesetzte Vertrauen zu enttäuschen, bevor man über sie mosern kann. Eine Mobilfunkfirma!? Die tun doch auch sonst alles mögliche, um ein Image zu behalten, gegen das Krätze eine harmlose, vorübergehende Hautirritation ist.
Ich hab denen vor einiger Zeit telefonisch meine Einwilligung gegeben, dass sie mich bei Werbeaktionen anrufen dürfen. Da war ich wohl damals etwas zu euphorisch – kurz vorher hatte Debitel meinen bisherigen Vertragspartner Talkline übernommen und der Service schien auf einmal wie ausgewechselt (zB. die Hotline).
Nach 2 oder 3 Werbeanrufen, die mich nicht interessierten, war ich diesmal an einer möglichen Verringerung meiner Stromkosten durchaus interessiert und wir vereinten einen Rückruf, wenn ich zuhause wäre und die Stromrechnung zur Hand hätte. Der Rest des Gesprächs war nur noch peinlich. Eine kurze Ansage, was ich im Jahr einsparen könnte mit dem neuen Tarif, die Frage nach Zähler- und Vertragsnummer und das ich innerhalb von 30 Tagen reagieren müsste, wenn ich diesen Tarif nicht haben will. wut? Klassische Drückermethoden. Keine einzige meiner Fragen wollten die mir beantworten, mit wem ich denn diesen Vertrag abschließen würde, warum ich nicht einfach ein entsprechendes Angebot zugesandt bekommen kann. Dafür hat der Werber am anderen Ende der Leitung nicht mal versucht deeskalierend zu agieren, nachdem ich langsam begann in mich hineinzugrummeln, stattdessen hat er mehrfach darauf hingewiesen, dass Debitel mich als langjährigen Kunden doch nicht enttäuschen wollen würde. *Pff* Habt ihr gerade getan. Und wenn ihr euch Mühe gebt, dann senkt ihr die Schmerzschwelle auf meiner Seite soweit, dass ich in den sauren Apfel beiße und zu einem anderen Mobilfunkanbieter wechsle.