daily chromium rants?

There’s enough room to make me unhappy with this peace of software. And I think it will become a nightmare in the future, not just for me.

$> chromium
[25462:25462:0204/225225:ERROR:chrome_browser_main_extra_parts_gtk.cc(50)] Startup refusing to run as root.

Are you fucking kidding me? Oh, wait, maybe there’s a hint in the manpage…

Chromium has hundreds of undocumented command-line flags that are added and removed at the whim of the developers.

Yeah, thanks you.

I just wanted to start the evening watching a tv show and to my surprise the pepperflashplugin was somehow gone (it just runs way better then the old gray-ish std-flashplugin). Not listed under plugins too. Its installed and I even re-installed it just to make sure. Nope. And flags from /etc/chromium/default seem to be ignored too. Trying another user…

Failed to create secure directory (/run/user/1001/pulse): Permission denied

Wait, what? That’s the wrong uid, no wonder you get no access. But wtf?

I played around with disk-cache-settings (for testing purposes with tmpfs) and got this:

[29286:29318:0204/231451:ERROR:cache_creator.cc(115)] Unable to create cache

And why? Please? Maybe I should take a look at the manpage… oh, wait.

edit (6.2.)

$ chromium –debug-plugin-loading

Loading plugin /usr/lib/pepperflashplugin-nonfree/libpepflashplayer.so
Plugin /usr/lib/pepperflashplugin-nonfree/libpepflashplayer.so doesn’t have a NP_GetMIMEDescription symbol

see: http://peter.sh/experiments/chromium-command-line-switches/

 

Und weitere Argumente gegen chrome

Von fefe schon verlinkt, beschreibt ein Artikel in der New York Times, dass chrome bald Ersatztechniken für das Werbe-Tracking enthalten soll. Da das mit dem Einsatz von Keksen verbundene tracking auch dem Letzten mittlerweile langsam klar geworden ist bzw. andere Browser dazu übergehen bestimmte, abwehrende Einstellungen hinsichtlich Drittpartei-cookies zu übernehmen, braucht die Werbeindustrie und Firmen wie google eine neue Möglichkeit zum Verfolgen von Usern.

Welchen Browser nehmen?

Schon seit ’ner halben Ewigkeit, nicht nur aufgrund des gelegentlichen Webseitenbaus, sind immer mindestens 2 Browser installiert. Lange Zeit war und ist opera mein „Arbeitstier“ gewesen, aber die Zukunft ist ungewiss. Nach dem Wechsel der Engine sind die ersten Testversionen leider nur noch ein Abklatsch von chromium und der Wust an Funktionen, die man beim norwegischen Webstöbergerät liebte, fehlt. Nein, chrome/chromium ist kein würdiger Ersatz. Zu viel Umgewöhnung, zu viel Funktionen, die das Verwenden eher erschweren. Das geht bei solchen Kleinigkeiten los, dass man in der Adresszeile 3 mal klicken muss, um den aktuellen URL zu markieren; keine vernünftige Gesten-Unterstützung und jede Menge Funktionalität, die nur mit Erweiterungen zu bekommen sind, während sie bei opera sofort nach der Installation verfügbar waren. Und wenn man mal wireshark die Startphase von chromium mitschnüffeln lässt, wird die Laune auch nicht besser. Und mit dem Feuerfuchs siehst das nicht viel anders aus.

Konsequenz der Bequemlichkeit

Oh oh, dachte ich heut Nachmittag, als ich versuchte, meinen Passwort-Safe zu öffnen. Den hatte ich seit einiger Zeit nicht mehr angefasst, genauer gesagt, seit der Umstellung des Systems von 32 auf 64 Bit. Eigentlich ist das – im theoretischen Idealfall – kein Problem, weil das System trotz breiterer Architektur bei Vorhandensein der 32Bit-Bibliotheken auch 32Bit-Programme ausführen kann. Die hatte ich vermutlich bis vor kurzem auch noch auf der Platte und es wäre mir wahrscheinlich gar nicht aufgefallen, vielleicht etwas Gejammer wegen fehlender Bibliotheken, aber es wäre noch möglich gewesen. Durch einen unsachgemäßen Eingriff hab ich aber den Paketmanager vor ein paar Wochen dazu gezwungen, aus dem eigentlich inkonsistenten Zustand (Unmengen an alten 32Bit-Paketen waren noch auf der Platte, aber das Paketsystem sah sie nicht mehr) wieder einen konsistenten Zustand zu machen. Das hatte das Entfernen von reichlich 1200 Paketen zur Folge, u.a. auch das für diesen Artikel ursächliche. Leider geht Nachinstallieren für x86_64 auch nicht mehr, da das Paket gar nicht mehr im Debian-Paketsystem geführt wird. Da ist guter Rat teuer.

Glücklicherweise finden sich im Netz noch die originalen Quellen (2010 das letzte Lebenszeichen) auf github. Und in meiner nicht-mehr-ganz-so-jugendlichen Naivität dachte ich natürlich, dass ein Übersetzen der Quellen mit dem aktuellen System kein Problem sein sollte und mich zum Öffnen des Safes befähigen müsste. (Der geneigte Leser mag sich die Fortsetzung dieses Gedankengangs kurz selbst ausmalen.) Es ging natürlich nicht. Obwohl das Binärformat des Safes in einer Definition festgeschrieben ist und eigentlich unabhängig von der verwendeten Architektur sein müsste, ließ sich die Datei nicht öffnen, schlimmer noch, das Programm verstarb geräuschvoll mit SEGFAULT bei jedem Versuch.

Jetzt bleiben noch ein paar Möglichkeiten, bevor ich mir den Kopf zerbrechen muss, was an wichtigen Daten da drin stand, die ich unter Umständen nicht wieder zurück bekomme. Ein Übersetzen mit debug-Informationen, um überhaupt erstmal die Ursache des Fehlers beim Öffnen zu finden. Das wird nicht leicht, da make mit gesetztem DEBUG eine metrische Tonne an Fehlermeldungen ausspuckt. Eine andere Möglichkeit wäre ein cross compile für 32 Bit, was vermutlich am Alter der beteiligten Bibliotheken scheitern wird. Und der letzte Akt ist das Aufsetzen einer 32Bit-VM und das Übersetzen des Programms da drin. Auch nicht unbedingt ein Garant für guten Schlaf. Die nächsten Tage werden es zeigen.

Passwörter im Klartext gespeichert? m(

Jeder halbwegs vernünftige Netzbürger, speziell der, der für die Sicherheit von Systemen oder Webseiten oder Datenbanken verantwortlich ist, sollte eigentlich die Sony-Einbrüche kennen oder zumindest davon gehört haben. Stellt sich raus, dass Yahoo (Voices) mit der gerade veröffentlichten Liste von Passwörtern genau den gleichen Stumpfsinn gemacht hat und diese nicht als Hashes abgespeichert hat, sondern offensichtlich im Klartext. Da es bisher danach aussieht, dass die Passwörter schon 2009 erbeutet wurden, kann man dieses Wissen Yahoo nur begrenzt zum Vorwurf machen (obwohl solche Einbrüche natürlich schon vorher existierten).

Die Statistik (boingboing) zu den aktuell veröffentlichten Passwörtern gleicht größtenteils den bereits bekannten Fällen: der Großteil der Passwörter ist nicht sicher und kann, wenn er denn nicht im Klartext gespeichert worden wäre, ohne weitere Schutzmaßnahmen sehr schnell erraten werden.

In einem interessanten Vergleich hat hier mal jemand die offengelegten Passwörter von Sony und Yahoo gegenübergestellt. Fast 2/3 sind exakt die gleichen wie beim Sony-Einbruch, also auch mit dem gleichen Nutzernamen.

Randnotiz: ich hab vor einigen Tagen einen Dienst nach 1-monatiger Nutzung gekündigt, der mir bei der Anmeldung 2 Mails zur Bestätigung gesendet hatte, in der 2. standen meine login-Daten und mein Passwort im Klartext. Das war auch einer der Gründe, die ich bei der Kündigung anführte.

Was soll das denn bitte?

Alle Jahre wieder (quark, eigentlich wenigstens jeden Tag einmal) geht mir die Hutschnur hoch, wenn ich aufgrund von verlinktem Inhalt auf Seiten komme, die ich zwar nicht kenne, aber die mir beim ersten Besuch direkt gleichmal in die Augen kotzen:

nothing to see here, reallyJa, tolle Schrift. Aber ich les‘ doch keine Speisekarte. Was soll denn die weiße Wüste da? Den Artikel hab ich nich gelesen, weil der Tab gleich wieder zu war. Die Heinis der Monitorindustrie machen die Dinger immer breiter um Hollywood einen Gefallen zu tun und den eigenen Gewinn zu pimpen und dann kommen die Blogdesigner mit so ’ner 10-Wörter-Spalte. Lachhaft, nee, verplempert.

(Ich dachte erst, dass links *und* rechts alles vom Werbeblocker rausgefischt wurde, aber das änderte sich auch nicht mit dessen Deaktivierung und auch nicht mit anderen Browsern – also ist das so gewollt. Bäh!)