für das neue Schleppfon sollte auch eine neue Halterung für den Betrieb im Automobil ran. Ohne länger darüber nachzudenken, hatte ich mir die diese Klebhalterung gekauft. Super einfach zusammen zu stecken, kein Bohren und keine Halterung, die nur für ein bestimmtes Gerät funktioniert. Bei der eigentlichen Klebefläche war und bin ich nach wie vor skeptisch. Temporäre Haftverbindungen sind nie was für die Ewigkeit, sondern verschlechtern sich aufgrund von Umweltbedingungen recht schnell. Aber bis jetzt funktioniert das gar nicht mal schlecht, es sieht nur eben noch sehr neu aus. Der entscheidende Schwachpunkt an diesem Ding ist aber der Rest der Halterung: auf der Rückseite der großen Fläche befindet sich ein Kugelkopf, der schon das ein oder andere Mal eher nachgibt als die Klebefläche. Und die 2 Haken, die die ganze Halterung in den Lamellen eines Lüftungsgitters fixieren sollen, sind noch schlechter. So ein Haken besteht auf der Oberseite aus einem etwas dickeren Plastikfinger und hat an der Unterseite einen als Feder fungierenden, etwas dünneren Finger. Somit sollte eigentlich die Feder bei ausreichendem Anpressdruck immer dafür sorgen, dass der obere Finger einen sicheren Halt auf der Lamelle hat. Tut er aber nicht verlässlich. Ein oder zwei Mal hatte ich die komplette Halterung samt Telefon schon in der Hand, weil die Feder durch etwas dickere Lamellen des Lüftungsgitters aufgebogen waren und imo durch die kühle Luft aus der Klimaanlage auch nicht mehr zurückgingen. Das ganze Ding liegt nur noch auf der Lamelle, aber als fest will ich das nicht bezeichnen. Und da noch dazu alles aus Plastik ist und beweglich, wird die Gesamthaltbarkeit schnell abnehmen. (Aber „patent pending“ und Markenschutz drauf pappen, jaja. Idioten) Ich werde berichten. :>
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MotoLOLa?
Nach doch recht langer Bedenkzeit hab ich mich entschlossen ebenfalls in die Welt der Smartphones einzutreten. Ein neues Handy musste jetzt eh ran und touch(en) wollte ich auch schon immer mal. Da Android aus der Linux-Ecke stammt und meine Abneigung gegenüber Apple größer ist als die gegenüber Google, sollte es natürlich ein Gerät mit dem kleinen grünen Dingens werden. Die Auswahl an Geräten ist nicht unübersichtlich, aber recht groß. Touch screen und Einsatz als Navi sollte es können, Musik in diversen Formaten abspielen ist mittlerweile eh Standard, mobiles Internet ist auch brauchbar. Nach reichlichem Überlegen und Abwägen zwischen diversen HTC- und Samsung-Modellen blieb ich dann beim Motorola Defy hängen, weil es alle Anforderungen erfüllte, preislich attraktiver war und auch noch den Bonus Spritzwasser- und Staubschutz aufwies (mein derzeitiges Handy ist auch so eins). Nachdem das Gerät nun am Freitag eintraf, freute ich mich darauf, damit das ganze Wochenende rumzuspielen. Zuerst mal musste der Router wieder WLAN bringen, was ich sonst nicht gebraucht hab. Daraufhin konnte ich alles wie gedacht am neuen Telefon einrichten: WLAN geht, Musik hören mit mitgeliefertem Headset und auch extra Ohrstöpseln war ok, Navi funzte und GPS ging auch. Toll. Beim Einrichten der Mailbox fiel mir dann allerdings auf, dass an’s Ohr gehalten nichts zu hören war. Per Freisprechen-Lautsprecher oder Headset kein Problem, nur dem Lautsprecher (Ohrmuschel) entwich kein Ton, egal was ich anstellte. Mir war die Problematik schon bekannt, in meinen Augen war das Problem erledigt und neuere Geräte sollten ohne diesen Fehler beim Betatester^wKunden aufschlagen. Nein, Motorola hat es wohl nicht geschafft die Probleme zu beseitigen, obwohl es mit neueren Chargen nicht mehr auftreten sollte. Ich bin in solchen Fällen immer gleich geneigt, dem Verursacher der Lebenszeitverschwendung eine Rechnung zu kommen zu lassen. Aber da werd ich wohl auf Granit beißen. Jetzt heißt es erstmal zurück schicken und hoffen, dass der Ersatz den Ärger ausbügeln kann.
update: Schnell! Das Ersatzgerät traf noch vor der Empfangsbestätigung des Retour-Paketes ein. Allerdings verursachte die Versandverpackung sofort ein ungutes Gefühl in der Bauchgegend. Auch die Herstellerverpackung sah lädiert aus und erweckten Zweifel, dass das gelieferte Gerät wirklich neu ist. Die eigentlich auf den Neugeräten zum Schutz des Display angebrachte Folie fehlte, dass Gerät lag verkehrt herum im Träger. Die Laune besserte sich nicht, als eine ältere Software-Version auf dem Telefon zu tage kam. Beim ersten Gerät erschien nach dem ersten Booten der MotoBlur-Assistent, hier nicht. Zumindest der Ohrmuschel-Lautsprecher funktionierte aber. Nach grundsätzlichen Einrichtungsschritten (kannte ich ja schon alles auf dem FF) und dem Einschalten des wlans lag das Telefon ’ne Weile und ging in den Standby. Hatte ich gedacht. Nein, es war komplett ausgegangen und musste neu gebootet werden. Das tratt in den nächsten Stunden immer wieder auf und folgerichtig hab ich den Kram wieder eingepackt und am nächsten Tag zurückgeschickt.
Sicherlich kann man Motorola die (zeitweilig) mangelhafte Qualität als Auslöser für die ganze unappetitliche Geschichte vorhalten. Aber da hier der Händler der Hort des Übels ist, verliert der rant hinsichtlich Motorola etwas an Farbe. Und die Wahl eines mir bereits bekannten Versandunternehmens mit vielleicht geringfügig höheren Preisen hätte mir den Ungemach wohl erspart. Demnächst mehr an der Stelle.
Wurst: Innovation
Nein, keine neue Wursterfindung. Mit Wurst bezeichne ich meine abwertende Haltung diesem Ausdruck gegenüber: Innovation. In den letzten Jahren hat sich der Eindruck immer mehr gefestigt, dass die Verwendung dieses Wortes meistens nur heiße Luft bedeutet. Irgendwie gleichbedeutend zu: keine wirkliche Idee oder Neuheit, aber irgendwas wird schon rausspringen. Meine Skepsis steigt dann sprungartig an.
Vivanco CHS5500: bedingt nützlich
Kabelziehen, vielleicht auch noch durch die ganze Wohnung, ist nervig. Wenn der Lärm von einer gemeinsamen Quelle kommen soll, aber eben nicht von einem Ort die ganze Wohnung beschallen soll, liegen Funklautsprecher nahe. Audiophil Veranlagte würden so eine Lösung sicher strikt ablehnen, in meinen Augen sollte das reichen. Um rauszufinden, ob es das tut, hab ich mir ein Paar davon zugelegt, spezieller: Vivanco CHS5500.
Sicher kein designerisches Highlight aber doch schon ein erheblicher Unterschied zu den ehemals mausgrauen PC-Lautsprechern aus dem letzten Jahrhundert. Aufgestellt und auf korrekte Funkübertragung eingestellt sind die Dinger in nullkommanix. Damit endet aber die Liste der positiven Aspekte recht schnell. Das Gehäuse ist aus Plastik und ein wirkliches Gefühl der Wertigkeit stellt sich nicht ein. Die blaue LED ist die Betriebsanzeige und leuchtet ständig, oder, vielleicht sollte man sagen strahlt. Die ist nicht unauffällig sondern taugt im Dunkeln auch als Notlicht. Hoffentlich hört dieser Unsinn bald auf, jedes elektronische Gadget mit blauen LEDs zu bestücken. Das nervt.
Hinter dem darunter befindlichen Fenster aus dunklerem Kunststoff ist der Empfänger für die Fernbedienung versteckt. Der Klang der Schachteln ist wie vermutet, vielleicht nicht ganz so häßlich, wie ich erwartet hatte. Etwas Bass ist zu vernehmen, Höhen auch, aber dazwischen klingt alles irgendwie dumpf. Die Lautstärke ist (vermutlich je nach Betriebsart) auch ordentlich. Betriebsart meint, dass die Dinger mit den mitgelieferten Steckernetzteilen oder mit Batterien (Typ C) befeuert werden können.
Was mich an den Dingern allerdings am stärksten stört, ist das in meinen Augen unausgereifte Design hinsichtlich Stromverbrauch. An den Lautsprechern ist ein Power-Knopf dran, aber diese Funktion ist nicht auf der Fernbedienung vorhanden. Der Betrieb auf Schränken oder die Anbringung unter der Decke ist damit nicht machbar, weil man die Lautsprecher nur am Gehäuse an-/ausschalten kann. Es gibt zwar die Idee des sparsamen Umgangs mit Strom: wenn per Fernbedienung auf Mute (nur auf der Fernbedienung) geschaltet wurde, wird nach 5 min die Stromzufuhr komplett unterbrochen. Zum Wiedereinschalten ist dann an jedem Lautsprecher eben der Power-Knopf zu drücken. DAS ist bei mir in der Kategorie Show-Stopper und hätte ich das vorher gewusst, würden die Dinger jetzt nicht hier stehen.
Treffer, versenkt!?
Ich kann dieses Transparenzgesülze in Zusammenhang mit wikileaks (derzeit dysfunktional) nicht mehr hören/lesen. Da schwingen sich alle paar Minuten irgendwelche selbsternannten Demokratiefreunde auf, um die Initiative schlecht zu reden. Auf-dem-Boden-liegende lassen sich auch besser treten, nicht wahr? Zu wenig Transparenz, zu viel Diktatur seitens Assange, zu viel brach liegende, der Veröffentlichung harrende Dokumente – natürlich sind das Kritikpunkte, die es zu diskutieren gibt, aber nicht in dieser Nachtritt-Manier. Mich beschleicht auch der Verdacht, dass bei nicht wenigen Journalisten der Verstand der Emotion gewichen ist. Wikileaks war schon immer so was zwielichtiges, die machen, was ich nicht kann/darf/will/whatever.
Ich denke, dass die US-Nachrichtendienste (und nicht nur die) mehr als nur eine Strategie zur gezielten Störung verfolgt haben (würde wohl jeder mit etwas Weitsicht so tun) und wenn es eine weitere gab, beispielsweise die öffentliche Diskreditierung des gesamten Projekts, muss man jetzt zu dem Schluss kommen, dass der Verlauf der Maßnahmen als erfolgreich zu bezeichnen ist. Zum Kotzen!
Nachtrag: Das Bild in der Presse ist in meinen Augen derzeit, dass sich im Augenblick die meisten Leute mit der Einrichtung wikileaks beschäftigen, aber nicht mehr mit den veröffentlichten Dokumenten. Im Gegenteil. Da die Organisation an vielen Stellen als dubios beschrieben wird, zählt das automatisch auch für die veröffentlichten Dokumente.
