Eine Ruhe am Himmel

Es ist sicherlich viel weniger auffällig als es ein autofreier Tag (oder auch mal eine Woche) wäre. Aber die Ruhe am Himmel ist merklich, nur nachts sieht man hier und da einen Satelliten, aber keine blinkenden Lichter eines Fliegers. Auch das recht laute Brummen morgens und abends, wenn eine Propellermaschine die Gegend überfliegt, ist verschmerzbar. Ich hoffe doch, dass in nächster Zeit mal irgendjemand eine Statistik veröffentlicht, wie viel Kerosin und damit auch CO² eingespaart wurde, weil der europäische Luftverkehr größtenteils nicht stattfand. *g

Snakeoil!?

Virenscanner werden in „Fachkreisen“ so bezeichnet, weil sie eigentlich vorgeben, bei allen möglichen Problemen mit Malware (also Viren oder Trojaner) zu helfen bzw. sie rechtzeitig erkennen zu können und aber diesem Anspruch oft nicht erfüllen können. Natürlich hatte auch ich schon einige Fälle, in denen sich eine laufende Antiviren-Software vor der Ausführung eines Schad-Codes zu Wort gemeldet hat und so dessen Ausführung verhindern konnte. Allerdings waren die Situationen quasi vorhersehbar und hätten auch mit anderen Mitteln abgewendet werden können, zum Beispiel mit einer energischeren Update-Politik der verwendeten Software. Wenn man sich allerdings Studien oder Tests der letzten Jahre mal so anschaut, die zum Thema Antiviren-Software durchgeführt wurden, kommen die oft zu dem Schluss, dass bei einer wirklich gefährlichen – weil unbekannten – Schadsoftware der Großteil der Scanner versagt. Die meisten Scanner verwenden zum Erkennen von neuer Schad-Software (also solche, die noch nicht in den Virendefinitions-Dateien ist) eine sogenannte Heuristik. Diese soll ermöglichen, zum Beispiel anhand charakteristischer Muster der eingesetzten Betriebsystemaufrufe (Befehle) eine bösartige Absicht zu erkennen. Da kann man nun wirklich ordentlich Wissen reinstecken… oder man tut das nicht und beschränkt sich auf eine Aneinanderreihung von zu suchenden Textausdrücken. Letzteres macht zum Beispiel Avira auf eine Art und Weise, bei der man eigentlich nur mit dem Kopf schütteln kann. Einem Entwickler einer Chrome-Extension (ein Plugin für den Browser) ist das aufgefallen, nachdem er Berichte über die mögliche Viren-Natur seiner Erweiterung bekommen hat. Das weitere Lesen des Artikels ist durchaus erheiternd, die grundsätzliche Abneigung gegen über AV-Software wird dadurch aber nur verschärft.

Die Steuerfahnder-Geschichte

ich hatte sie schon langsam aus den Augen verloren – was ja als normal anzusehen ist – die Geschichte über die „abgewickelten“ Steuerfahnder in Hessen. Erfreulicherweise bin ich über einige Ecken auf das Dossier der FR gestoßen, die an der Geschichte dran bleiben. Und das hat mittlerweile einen ordentlichen Umfang an Artikeln, allesamt ausreichend, um eine ordentliche Portion Wut zu entwickeln. Wut auf diesen politischen Apparat, der in dem stinkenden Haufen zu Tage tritt. Also nicht alles auf einmal lesen, sondern nur in kleinen Portionen.

google vs .cn

Hmm, ich hatte eigentlich schon bei der auslösenden heise-Nachricht vor ein paar Wochen den Gedanken und ihn wieder unter den Tisch fallen lassen. Beim heutigen Artikel war er wieder da. Die einen jubeln google für die Entscheidung zu, die anderen sagen was von souveräner Staat und Recht oder so. Mir ging durch den Kopf, dass google erstmals quasi seine Muskeln zeigt, auch wenn sie in .cn nicht den größten Anteil am Suchmaschinengeschäft haben. Und das auch gegenüber einem Staat, der gegenwärtig (vorsichtig eingeschätzt) die Weltwirtschaft dominiert bzw. in den nächsten Jahren immer mehr in diese Rolle wächst. Wäre es nicht möglich, dass die bei google einfach auch mal „probieren“ wollen, wie weit der Einfluss und die Macht des Unternehmens reicht? Unternehmerisch haben die doch das Ende der Fahnenstange erreicht und ein kleiner Kursverlust der Aktie kratzt die bei dem Wert doch nicht, oder?

Gesundheitsreform?

Wenn ein deutscher Politiker das Wort Gesundheitsreform verwendet, bekommt man ja eher einen schalen Geschmack im Mund. Etwas anderes ist das zur Zeit in der USA. Da werden die Leute wohl eher zu Schaum neigen, speziell Republikaner und ihre Anhänger. Jedenfalls dürfte das nach der Entscheidung des Repräsentantenhauses der Fall sein. Jetzt steht noch die Entscheidung im Senat aus, dann dürfte Obama eines seiner wichtigeren Ziele, wenn nicht gar das Wichtigste, erreicht haben. Das sieht auch eher nach einem Friedensnobelpreisträger aus.

CLT 2010 steht an

Für den morgigen Samstag und den Sonntag sind in Chemnitz die Türen der TU wieder für alle geöffnet, die sich für Open Source oder Linux interessieren. Bei den Chemnitzer Linux-Tagen 2010 findet erstmals auch ein Kernel-Track statt, also ein Teil der Vorträge widmet sich nur Kernel-Themen. Da aber das Vortragsprogramm noch dicker erscheint als letztes Jahr, wird man sich wieder „quälen“ müssen bei der Frage, was man sich denn am liebsten anschauen möchte.