Mit offenen Karten!

Wenn ich diesen Artikel bei n-tv lese, verspür ich so etwas wie Genugtuung. Und ein inneres, lautes Lachen. Die beschweren sich alle auf dem üblichen Weg darüber, dass wikileaks nicht den üblichen Weg gegangen ist. Hallo? DAS IST DER SINN DARAN. Weg mit den üblichen Mitteln. Weil die eben nicht zu mehr Klarheit geführt haben und auch gar nicht sollten. Unmoralisch wird das Handeln von wikileaks genannt. Ach, da ist der Begriff dann mal wieder relevant für die eigenen Argumentation?

Und noch was: die schießen sich gerade alle auf Assange als Bösewicht ein. Was aber, wenn der internationale Haftbefehl zuschlägt und dann (vorerst) kein Assange mehr als Symbol herhalten kan und wikileaks (oder eine vergleichbare Organisation) trotzdem noch weiter veröffentlicht, was nicht veröffentlicht werden soll?

Inception

steht in diesem Fall für das „Pflanzen“ einer Idee. Ich hab mir den Film angesehen und bin doch sehr angetan gewesen. Selten in den letzten Jahren hat mich ein Streifen aus der dicksten Filmindustrie (nach Indien? *g) so gefesselt. Stellenweise kam ich gerade so zum Luftholen. Rasant ist er, aber nicht aufgrund bloßer Action (die es genügend gibt), sondern die Handlung ist in meinen Augen technisch komplex (nicht die Geschichte oder Idee an sich) und muss in der Zeit des Filmes irgendwie untergebracht werden. Und das ist vielleicht auch das Manko dieses Filmes: eben wegen des Zeitdrucks muss die Geschichte irgendwie so strukturiert sein, dass sie im gegebenen Zeitrahmen glatt abläuft. Gut konstruiert, aber eben konstruiert. Da ist keine Möglichkeit für die eigenen Gedanken bewusst gelassene Lücken selbst zu schließen, eben kein mindfuck, den ich eigentlich erwartet hatte. Irgendwie geisterte mir recht früh im Verlauf der Vergleich zu 13th floor durch den Kopf und ließ mich auch nicht mehr los.

Frustrierender Online-Einkauf-Versuch

Man, man. Das ist ja keine neue Erfahrung, dass online einkaufen durchaus mit Frust oder Sackgang verbunden ist, den ich mir gerne sparen möchte. Aber mir drängt sich der Gedanke auf, dass das in letzter Zeit immer mehr zur Normalität geworden ist. Fall 1: ich hab als Reaktion auf eine Support-Anfrage, die nach geschlagenen 7 Monaten beantwortet wurde, einen Gutschein bekommen. Den wollte ich heut einlösen, geb den Code ein und bekomm ein Ungültig (laut Support-Antwort bis Mitte August einzulösen). Fehler können natürlich überall auftauchen, aber wenn das zum dauerhaften Begleiter wird, seit Beginn einer Geschäftsbeziehung, dann schwindet das Vertrauen.
Fall 2: eine mir bisher als seriös erscheinende Firma (mit funktionierenden Prozessen *g) erhöht die Preise für einige ihrer Produkte um einen nicht gerade unerheblichen Betrag *und* listet in der Produktübersicht die Preise für eine Abnahmemenge von 100 Stück (bei einem Stückpreis von 49,99 EUR). Das mag rechtlich in Ordnung sein, aber ich frag mich dann schon, ob die jemals noch Geld von mir bekommen sollten.

„Vernichtung“ von Produktivität im großen Stil

Im WWWW war ein Artikel verlinkt, der sich mit der pacman-Aktion von google beschäftigt. Auf Basis einer täglichen Aufmerksamkeitsspanne von 11s pro Suche im Normalfall und 36s am pacman-Freitag kommt RescueTime (die zufälligerweise auch die passende Software für’s Zeitmanagement anbieten) zu dem Schluss, dass – bei einer angenommenen Bezahlung von 25$/h – rund 120.5 Millionen Dollar eines Arbeitszeitäquivalents vernichtet wurden. *g