GEMA: ein Schneeballsystem?

Da hat fefe mal wieder einen ‚feinen‘ Artikel ausgegraben, der gut dazu taugt, die Stimmung in Regionen absinken zu lassen, in denen man nur noch Gewaltfantasien entwickelt bzw. durchlebt. In Kurzform beschreibt dieser ältere Artikel (und auch darauf folgende) wie die GEMA bzw. deren Abrechnungs- und Ausschüttungssystem funktioniert. Schon die kleineren Details, die auch nur bruchstückhaft beschrieben werden, reichen, um das Gesamtsystem mehr als nur in Frage zu stellen. Wie so oft sind die (gute) Idee und die tatsächliche (fürchterliche) Implementierung so weit voneinander entfernt (hint: GEZ), dass man nichts Gutes mehr am Erhalt solch eines Systems finden kann.

Wenn Unmengen kleinerer Künstler nur einen Bruchteil der vom Veranstalter eingezogenen Gebühren ausgeschüttet bekommen, obwohl sie überwiegend wenn nicht gar ausschließlich eigene Kompositionen und Texte aufführen, steht die Frage im Raum, wo diese Diskrepanz wieder auftaucht, d.h. wohin diese Differenz fließt. Wenn das Abrechnungssystem so eine Ungleichbehandlung vereinfacht bzw.  überhaupt erst herstellt, fragt man sich, wie so ein System überhaupt erst eingeführt werden kann, ohne dass es von allen Beteiligten Protest hagelt. Ganz einfach: mit allerlei rechtlichem Hickhack, der der Majorität gar keine Entscheidungskompetenz zugesteht. Oder – wie in diesem Fall – noch einfacher: es gibt [für euch] gar nichts zu entscheiden zum Mantra der Handlung macht.

Der größte Unterschied zu einem Schneeballsystem dürfte wohl das Fehlen der monoton steigenden Neuteilnehmer sein und dass es keine wirkliche Spitze der Pyramide gibt. Nur zwei stark unterschiedlich besetzte Interessengruppen, wobei die kleinere von beiden die Entscheidungshoheit besitzt und sich selbst Vorteile daraus verschafft.

Mich ärgert, dass ich mit meinen, über lange Jahre der Club- und Konzertbesuche bezahlten Eintrittsgeldern diesen unerträglichen Zustand auch noch unterstützt hab. Wenn der Großteil davon nicht bei den Clubs bzw. den Bands hängen bleibt, läuft etwas gewaltig schief. Aber das ist ja nix neues in unserer Gesellschaft.

Radio hört doch keine Sau mehr

Eher zufällig bin ich bei meiner Suche nach neuem Audio-Equipment über diesen (älteren) Thread im hifi-forum gestolpert, der sich mit technischen und kulturellen Aspekten von Rundfunk (Radio) auseinandersetzt. Anlass ist die Frage, ob und wann und vor allem wie DAB/DAB+ die alte UKW-Technik ersetzt. Grundsätzlich sieht es wohl so aus, als ob auch der Nachfolger von DAB nicht das Potential hat, einen veritablen Ersatz zur Analogtechnik zu bieten. Abgesehen von politischen oder finanziellen Gesichtspunkten (für die Sender bzw. die Hersteller von entsprechenden Geräten) spricht nichts dafür, dass der Endverbraucher davon einen Mehrwert oder Fortschritt zu erwarten hat. Das Gegenteil ist wahrscheinlicher. Dabei ist wieder mal nicht die technische Seite unzureichend, die wäre eigentlich gut geeignet eine gleichbleibende Qualität (lies: nicht noch schlechter) bei verringertem technischen Aufwand zu liefern. Verschlechternd wirkt wie oben schon angesprochen, dass zB. aus Kostengründen die Übertragungsraten für das einzelne Programm so weit gedrückt werden, dass zwar viele Sender in einem Ensemble übertragen werden können, aber die Qualität des Einzelnen auf unerträglichem Niveau angesiedelt ist – nur technisch gesehen, die Qualität der eigentlichen Inhalte sind nochmal eine weitere Diskussion für sich. Gerade auch mit der allgegenwärtig zunehmenden Verfügbarkeit eines Internet-Zugangs, wie zum Beispiel im Auto, wird sich UKW-/DAB-/whatever-Radio selbst überflüssig machen. Und das ist nicht der Verdienst der Hörer, sondern der Leute bei den Rundfunkanstalten (die Entscheider), die nicht genügend Weitsicht und Phantasie haben. Aber vielleicht lieg ich ja auch völlig daneben. :)

100 Worte pro Tag?

Ich hab ja nicht gerade oft einen Schreib-Flash und das meiste worüber schreiben wollen würde, wären Dinge, die schon vorher an anderer Stelle besser geschrieben wurden. Zur Verbesserung der „Schlagzahl“ dieses Blogs sollte ich mir vielleicht auch so ein Ziel setzen: The 1000 words rule of blogging. Aber Tausend müssen es doch nicht sein. Die meisten Blogger, die so viel schreiben werden wohl das 10-Finger-System beherrschen und den Text auch mehr oder weniger fertig im Kopf haben. Mir fehlt allein schon die Zeit dazu und außerdem bin da zu ineffizient und feile viel mehr am Text herum. Gibt es denn eigentlich ein Statistik-Plugin für WordPress? Gleich mal nachschauen. *stirnklatsch* Unter dem Fenster, in dem ich gerade tippe, steht es ja. Ergo: Ziel erreicht (für heute).  :]

 

 

listen!

in pessimistischen Augenblicken denk ich manchmal, dass hats doch alles schon mal gegeben, die Akkorde, solche Stimmen, die Texte drehen sich meistens eh um das Gleiche…. und dann kommt sowas wie Fink an’s Ohr und man findet den argumentatorischen Fussboden nicht mehr unter den Füßen

hatte ich gerade in nen chat geworfen, während das hier angemessen laut gegen die Grillen draußen ankämpfte.

Erkenntnis des Tages: Namen sind wertlos

oder eben Schall und Rauch. Das ist insofern nix neues, aber in eine andere Richtung zeigt die Information, dass ein sogenannter Sozialist die Todesschwadronen in Spanien in den 80ern gesteuert hat bzw. an Entscheidungen zum Vorgehen wenigstens beteiligt gewesen ist. Aldo Moro als Christdemokrat ist natürlich genau das Beispiel für die andere Seite. Mit seinen Forderungen hat er sich natürlich den Unmut aus vielen Ecken zugezogen und wurde letztendlich von den Roten Brigaden ermordet (obwohl da die Frage der Beteiligung der Geheimdienste immer noch unbeantwortet ist).