Nicht nur mir geht das auf den Sack, dass Filmmusik und die Geräuschkulisse in Filmen oft derartig niedriges Niveau haben, dass der Film an sich schon schlechte Karten hat. Selbst bei vielen Hollywood-Produktionen scheint es normal zu sein, dass im Vergleich zu den optischen Reizen die akustische Untermalung stiefmütterlich behandelt wird. Oder ist die Quelle für den Murks gar Hollywood selbst?
Eigentlich sind es zwei Probleme. Die Filmmusik ist nur noch selten etwas, was den Film qualitativ verbessert. Das die im Film laufende Musik oft wenig mit dem veröffentlichten Soundtrack zu tun hat, ist da noch verschmerzbar. Aber die häufig als schleimiger Dauerberieselungsteppich auftretende Musik ist eine Qual, die Ohren und den Intellekt beleidigend.
Das andere Problem sind Geräusche, die mit der Handlung zusammenhängen. Die Möglichkeit, an dieser Stelle zu patzen, ist noch viel größer, weil einfach den Meisten entweder das Ohr oder die Aufmerksamkeit fehlt; oder weil sie einfacher zu Amüsieren sind als ich. Der Zusammenhang zwischen Bildern und dazugehörendem Klang über die Dauer des gesamten Streifens sagt vieles über die Qualitätsvorstellung von Regisseur und Produzenten aus. Billige Unterhaltung oder solides Handwerk.