Zwang? Fahrt zum Teufel!

Man liest oder hört das Argument so oft: der Betrieb der Seite muss sich rechnen oder warum kostenlos anbieten wenn’s auch mit Werbung geht. Jaja. Den Haufen an ehemaligen Community-Seiten, die kommerzialisiert wurden, zählt aber vermutlich keiner. Und am Ende sind sie dann irgendwelche Werbeschleudern für zB. Privatsender. Die kennen sich ja aus damit. Mit Chefkoch ist das zB. so gelaufen und auch mit kochbar.de. Von ehemals gut nutzbaren Seiten haben die sich gewandelt zu Webseiten, den jedes Mittel zum Reindrücken von Werbung recht ist. Und dem anhaltende Trend zur Nutzung von Werbeblockern begegnen sie eben mit noch mehr Zwang, wie das eben so ist in einer Spirale der Eskalation.

du musst bezahlen!

Mein Antwort darauf? Damit bin ich wohl eher Angehöriger einer Minderheit, aber ich such mir andere Seiten und mach um diese hier einen Bogen und lass auch die entsprechenden Bemerkungen fallen, wenn ich zufällig um meine Meinung bei sowas gebeten werde. Natürlich könnte ich diese Seite auch ohne Werbung weiter nutzen, aber irgendwann hat es mal geklickt und man versteht, dass es einem keine Zufriedenheit verschafft.

Nee, Debitel, so wird das nix

Ja, ich war so zuversichtlich zu denken, dass man erstmal einer Firma die Möglichkeit einräumen muss, dass in sie gesetzte Vertrauen zu enttäuschen, bevor man über sie mosern kann. Eine Mobilfunkfirma!? Die tun doch auch sonst alles mögliche, um ein Image zu behalten, gegen das Krätze eine harmlose, vorübergehende Hautirritation ist.

Ich hab denen vor einiger Zeit telefonisch meine Einwilligung gegeben, dass sie mich bei Werbeaktionen anrufen dürfen. Da war ich wohl damals etwas zu euphorisch – kurz vorher hatte Debitel meinen bisherigen Vertragspartner Talkline übernommen und der Service schien auf einmal wie ausgewechselt (zB. die Hotline).

Nach 2 oder 3 Werbeanrufen, die mich nicht interessierten, war ich diesmal an einer möglichen Verringerung meiner Stromkosten durchaus interessiert und wir vereinten einen Rückruf, wenn ich zuhause wäre und die Stromrechnung zur Hand hätte. Der Rest des Gesprächs war nur noch peinlich. Eine kurze Ansage, was ich im Jahr einsparen könnte mit dem neuen Tarif, die Frage nach Zähler- und Vertragsnummer und das ich innerhalb von 30 Tagen reagieren müsste, wenn ich diesen Tarif nicht haben will. wut? Klassische Drückermethoden. Keine einzige meiner Fragen wollten die mir beantworten, mit wem ich denn diesen Vertrag abschließen würde, warum ich nicht einfach ein entsprechendes Angebot zugesandt bekommen kann. Dafür hat der Werber am anderen Ende der Leitung nicht mal versucht deeskalierend zu agieren, nachdem ich langsam begann in mich hineinzugrummeln, stattdessen hat er mehrfach darauf hingewiesen, dass Debitel mich als langjährigen Kunden doch nicht enttäuschen wollen würde. *Pff* Habt ihr gerade getan. Und wenn ihr euch Mühe gebt, dann senkt ihr die Schmerzschwelle auf meiner Seite soweit, dass ich in den sauren Apfel beiße und zu einem anderen Mobilfunkanbieter wechsle.