Zwang? Fahrt zum Teufel!

Man liest oder hört das Argument so oft: der Betrieb der Seite muss sich rechnen oder warum kostenlos anbieten wenn’s auch mit Werbung geht. Jaja. Den Haufen an ehemaligen Community-Seiten, die kommerzialisiert wurden, zählt aber vermutlich keiner. Und am Ende sind sie dann irgendwelche Werbeschleudern für zB. Privatsender. Die kennen sich ja aus damit. Mit Chefkoch ist das zB. so gelaufen und auch mit kochbar.de. Von ehemals gut nutzbaren Seiten haben die sich gewandelt zu Webseiten, den jedes Mittel zum Reindrücken von Werbung recht ist. Und dem anhaltende Trend zur Nutzung von Werbeblockern begegnen sie eben mit noch mehr Zwang, wie das eben so ist in einer Spirale der Eskalation.

du musst bezahlen!

Mein Antwort darauf? Damit bin ich wohl eher Angehöriger einer Minderheit, aber ich such mir andere Seiten und mach um diese hier einen Bogen und lass auch die entsprechenden Bemerkungen fallen, wenn ich zufällig um meine Meinung bei sowas gebeten werde. Natürlich könnte ich diese Seite auch ohne Werbung weiter nutzen, aber irgendwann hat es mal geklickt und man versteht, dass es einem keine Zufriedenheit verschafft.

DoH? Warum? Darum.

Ja, warum wohl wird DNS-over-https so gepusht seitens der Beteiligten? Haupttriebkraft dahinter sind google und Mozilla, wobei ohne google mozilla nicht überleben könnte, also google die Quelle des Übels ist. Was möchte google damit erreichen? Kontrolle. Wie so oft. Kontrolle über den Endpunkt der Namensauflösung. Zusammen mit der abzusehenden API-Änderung in chromium, die tools wie uBlock origin die Kontrolle entziehen wird, ist die Zielrichtung klar: Namensauflösung in der Hand des Browsers und Kontrolle/Limitierung der Möglichkeiten des Einflusses von Erweiterungen, die dabei ins Handwerk pfuschen könnten.

Aluminium – problematisch?

dieser unbestimmte, fragende Zweifel bleibt. Die gerade von arte ausgestrahlte Doku zu Gesundheitsrisiken des ubiquitären Metalls hat einige Nebengeschmäcker. Etwas effekthaschend kam sie stellenweise schon rüber, zB. dann, wenn persöhnlich Betroffene mehr als nur zu Wort kommen. Andererseits ist der Verdacht eines gesundheitlichen Risikos durch eine Anreicherung von Aluminium im menschlichen Körper nicht so einfach zur Seite zu wischen. Beispiele anderer Stoffe habe in den vergangenen Jahrzehnten gezeigt, dass der ehemals sorglose Umgang zu ernsthaften Schäden geführt hat. Asbest ist ein prominenterer Stoff, dem heute mit erheblichen Respekt begegnet wird.

Stellenweise hat die Dokumentation auch etwas den Eindruck hinterlassen, dass der Toxikologe Christopher Exley die Doku verstärkt als Plattform zur Einwerbung von Forschungsmittel verstand. Seine Begründung, dass in diese Richtung in den vergangenen Jahr(zehnt)en zu wenig dafür getan wurde und dass angeblich auch Mittel verweigert wurden bzw. Forschung unmittelbar unterbunden wurde, mag allerdings auch nicht überraschen. Das ist auch aus anderen Bereichen bekannt.

Tenor der Dokumentation war das gesundheitliche Risiko von Aluminium, speziell hinsichtlich des Verdachtes auf Begünstigung der Ausbildung von Brustkrebs oder Alzheimer. Aber nicht nur die direkte Wirkung von Aluminium im menschlichen Körper stand im Mittelpunkt. Anhand der Wertschöpfungskette, beginnend bei der Gewinnung des Oxids, wurden auch andere negative Folgen der Verwendung dieses Metalls deutlich. Im Gegensatz zur landläufigen Überzeugung, dass man als Verbraucher Alu meistens nur in metallischer Form zu sehen und fühlen bekommt, wurde auf den sehr breiten Einsatz hingewiesen. So finden sich nicht nur das Metall selbst in vielen Kosmetikprodukten wieder, sondern auch viele Salze und andere aluminium-basierte Chemikalien. Wirkungsverstärker für Impfstoffe, Cremes, Deos oder auch Arzneimittel gegen Sodbrennen enthalten Alu. Aber auch bei der Wasserreinigung werden Aluverbindungen eingesetzt.

Zusammengefasst eine interessante Dokumentation, gerade wenn man kein Toxikologe ist und Aluminium bisher eher in die Kategorie unverdächtig fiel. „Die Akte Alu“ ist noch für
6 Tage in der Mediathek von arte zu sehen.

 

Computertechnikweisheiten für 500 (sort of)

Update niemals nie nicht das BIOS, wenn nicht absolut klar ist, dass man wieder auf die alte Version zurückkehren kann. Den Nebensatz „und nur wenn es absolut notwendig erscheint“ kann man getrost streichen. Einerseits weil durch die Möglichkeit des Zurückkehrens auch die Möglichkeit des Probierens existiert; in einer Zeit in der Software allgemein aber auch ein BIOS bananenartige Zustände einnimmt, ist das sehr von Wert.

Das heisst aber auch, dass man zuerst mal nach dieser Information suchen muss und davor erst mal auf den Gedanken kommen muss, dass das vielleicht gar nicht geht. Kann dem neugierigen Zeitgenossen mit vermeintlich nur teilweiser funktionierender Hardware einiges an Zeit und grauen Haaren ersparen. Ansonsten muss er dann halt einen der zahlreichen Dienste zum Fixen eines kaputten BIOS in Anspruch nehmen.

Monitor mit LED-backlight

Im Augenblick bin ich noch beim „Einlesen“, d.h. für bestimmte Themengebiete gutes Wissen auf aktuellen Stand bringen, aber demnächst muss wohl ein neuer Monitor her. Der bis jetzt recht kläglich seinen Dienst verrichtende ViewSonic VP2030b funktioniert zwar noch, aber er nervt immer mehr. Als Nachfolger des nur 1 Jahr lang funktionierenden VP930 hat er von Anfang an Probleme gehabt, die allerdings hinnehmbar waren bzw. ich einfach zu nachlässig war, um den gleich wieder zurückgehen zu lassen.

Um mich nicht falsch zu verstehen: der VP2030b ist ein guter Monitor für meine Ansprüche, mit aus dem Stand guten Farben, ohne irgendwelche Geräusche des Netzteils, einer knackscharfen Darstellung und einem viel ruhigeren Bild als die meisten preiswerten TN-Panels wie zum Beispiel auf Arbeit. Aber die von Anfang an vorhandene Störung der standby-Schaltung und die kaputte EDID-Tabelle relativieren die Freude auf Dauer. Der kernel eines linux-Systems prüft seit letztem Jahr auf korrekte EDID-Tabellen und wenn der Monitor für einen bestimmten Eingang diese nicht liefert, kann der Anschluss eigentlich nicht genutzt werden (ohne die Möglichkeit der Abschaltung der harten Prüfung ist dass eine sehr restriktive Schwelle *höflichausgedrückt*).

Jetzt steht halt die Auswahl eines neuen Gerätes an und eines der Merkmale ist u.a. ein LED-backlight um den Strombedarf bei steigender Bildfläche etwas zu drücken. Da handelt man sich wieder neue Problemkreise ein, wie zum Beispiel die Helligkeitsregelung mittels PWM oder nicht vorhandene Kenntnisse über die Langzeiteigenschaften der Hinterleuchtung. Einen möglichen Kandidaten und etwas Hintergrundwissen zu diesen bzw. zur Technik allgemein findet man in diesem thread bei hardwareluxx.

Unwissenheit schützt oft doch vor Strafe

Also zumindest oft genug um diesen meistens in entsprechenden Diskussionen auftauchenden Anachronismus endlich mal zu entsorgen. Nicht nur mir ist diese Tatsache spätestens seit der Lektüre des Lexikons der Rechtsirrtümer von Ralf Höcker bekannt, allerdings sind mir seine dazu aufgeführten Beispiele schon längst wieder entfallen (mal wieder rauskramen!). Ein aktuelles und interessantes Beispiel kommt aus einer Ecke, die Vielen einen kalten Schauer über den Rücken jagt: Filesharing-Abmahnungen. Das OLG in Düsseldorf gesteht einer Abgemahnten dieses Nichtwissen zu und ermöglicht ihr so Prozesskostenbeihilfe. Die abmahnende Kanzlei hat wohl etwas leichtfertig gehandelt und der Abgemahnten den konkreten Anlass vorenthalten, was vom OLG gerügt wurde.

Die sachliche Einordnung in das Arsenal der Mittel solch einer Diskussion nennt sich dann Bestreiten durch Nichtwissen und ist in der Zivilprozessordnung zu finden.