{"id":845,"date":"2013-01-31T20:59:58","date_gmt":"2013-01-31T19:59:58","guid":{"rendered":"http:\/\/spatzentrauma.de\/blog\/?p=845"},"modified":"2013-01-31T20:59:58","modified_gmt":"2013-01-31T19:59:58","slug":"konsequenz-der-bequemlichkeit","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/spatzentrauma.de\/blog\/2013\/01\/konsequenz-der-bequemlichkeit\/","title":{"rendered":"Konsequenz der Bequemlichkeit"},"content":{"rendered":"<p>Oh oh, dachte ich heut Nachmittag, als ich versuchte, meinen Passwort-Safe zu \u00f6ffnen. Den hatte ich seit einiger Zeit nicht mehr angefasst, genauer gesagt, seit der Umstellung des Systems von 32 auf 64 Bit. Eigentlich ist das &#8211; im theoretischen Idealfall &#8211; kein Problem, weil das System trotz breiterer Architektur bei Vorhandensein der 32Bit-Bibliotheken auch 32Bit-Programme ausf\u00fchren kann. Die hatte ich vermutlich bis vor kurzem auch noch auf der Platte und es w\u00e4re mir wahrscheinlich gar nicht aufgefallen, vielleicht etwas Gejammer wegen fehlender Bibliotheken, aber es w\u00e4re noch m\u00f6glich gewesen. Durch einen <em>unsachgem\u00e4\u00dfen<\/em> Eingriff hab ich aber den Paketmanager vor ein paar Wochen dazu gezwungen, aus dem eigentlich inkonsistenten Zustand (Unmengen an alten 32Bit-Paketen waren noch auf der Platte, aber das Paketsystem sah sie nicht mehr) wieder einen konsistenten Zustand zu machen. Das hatte das Entfernen von reichlich 1200 Paketen zur Folge, u.a. auch das f\u00fcr diesen Artikel urs\u00e4chliche. Leider geht Nachinstallieren f\u00fcr x86_64 auch nicht mehr, da das Paket gar nicht mehr im Debian-Paketsystem gef\u00fchrt wird. Da ist guter Rat teuer.<\/p>\n<p>Gl\u00fccklicherweise finden sich im Netz noch die originalen Quellen (2010 das letzte Lebenszeichen) auf <a href=\"https:\/\/github.com\/sneakin\/mypasswordsafe\" target=\"_blank\">github<\/a>. Und in meiner nicht-mehr-ganz-so-jugendlichen Naivit\u00e4t dachte ich nat\u00fcrlich, dass ein \u00dcbersetzen der Quellen mit dem aktuellen System kein Problem sein sollte und mich zum \u00d6ffnen des Safes bef\u00e4higen m\u00fcsste. (Der geneigte Leser mag sich die Fortsetzung dieses Gedankengangs kurz selbst ausmalen.) Es ging nat\u00fcrlich nicht. Obwohl das Bin\u00e4rformat des Safes in einer Definition festgeschrieben ist und eigentlich unabh\u00e4ngig von der verwendeten Architektur sein <em>m\u00fcsste<\/em>, lie\u00df sich die Datei nicht \u00f6ffnen, schlimmer noch, das Programm verstarb ger\u00e4uschvoll mit SEGFAULT bei jedem Versuch.<\/p>\n<p>Jetzt bleiben noch ein paar M\u00f6glichkeiten, bevor ich mir den Kopf zerbrechen muss, was an wichtigen Daten da drin stand, die ich unter Umst\u00e4nden nicht wieder zur\u00fcck bekomme. Ein \u00dcbersetzen mit debug-Informationen, um \u00fcberhaupt erstmal die Ursache des Fehlers beim \u00d6ffnen zu finden. Das wird nicht leicht, da <em>make\u00a0<\/em>mit gesetztem DEBUG eine metrische Tonne an Fehlermeldungen ausspuckt. Eine andere M\u00f6glichkeit w\u00e4re ein cross compile f\u00fcr 32 Bit, was vermutlich am Alter der beteiligten Bibliotheken scheitern wird. Und der letzte Akt ist das Aufsetzen einer 32Bit-VM und das \u00dcbersetzen des Programms da drin. Auch nicht unbedingt ein Garant f\u00fcr guten Schlaf. Die n\u00e4chsten Tage werden es zeigen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Oh oh, dachte ich heut Nachmittag, als ich versuchte, meinen Passwort-Safe zu \u00f6ffnen. Den hatte ich seit einiger Zeit nicht mehr angefasst, genauer gesagt, seit der Umstellung des Systems von 32 auf 64 Bit. 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