{"id":452,"date":"2011-11-19T12:05:04","date_gmt":"2011-11-19T11:05:04","guid":{"rendered":"http:\/\/spatzentrauma.de\/blog\/?p=452"},"modified":"2011-11-19T12:23:26","modified_gmt":"2011-11-19T11:23:26","slug":"schon-wieder-fetter-werdende-software","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/spatzentrauma.de\/blog\/2011\/11\/schon-wieder-fetter-werdende-software\/","title":{"rendered":"Schon wieder fetter werdende Software"},"content":{"rendered":"<p>Aufgrund eines (vermutlich) eher banalen Fehlers beim Aufbereiten der neuen Pakete durch den <a href=\"http:\/\/wiki.debian.org\/DebianMaintainer\" target=\"_blank\">Maintainer<\/a>, ist das update von syslog-ng bei mir erstmal fehlgeschlagen. Bisher gab es nur ein Paket, syslog-ng. Neu ist, dass syslog-ng ein Meta-Paket ist, dessen Installation selbst <em>eigentlich<\/em> keinen weiteren Inhalt mitbringt, aber stattdessen mehrere neue Pakete als Abh\u00e4ngigkeiten mitinstalliert. Warum? Weil die Software seit Neustem (im debian-Zeitraum) Plugins f\u00fcr diverse Speichertechniken wie zum Beispiel Datenbanken mitbringt. Das gleiche hab ich auch schon an anderer Stelle <a href=\"\/blog\/2011\/10\/about-bloatism-in-software-2\/\" target=\"_blank\">gesagt<\/a>: sowas ist f\u00fcr mich ein Grund, mich nach einer anderen, schmaleren Software umzusehen und bei Erfolg diese zu installieren. Ich m\u00f6chte das nicht. Syslog-ng war einst eine kleine, aber feine Alternative zum Standard syslog\/klog und machte eigentlich nur den Kern dessen, was eine logging-Software machen soll: Nachrichten des Kerns und verschiedener Daemons entgegen nehmen und abh\u00e4ngig von der Konfiguration in Dateien schreiben oder an einen anderen Rechner schicken. Das ist in meinen Augen noch als KISS-gerecht zu bezeichnen. Aber nicht mehr das Schreiben von log-Meldungen in Datenbanken. Die M\u00f6glichkeit Plugins zu nutzen sollte entweder schon beim ersten Entwurf der Software Bestandteil sein oder gar nicht. Das nachtr\u00e4gliche Einf\u00fchren ist in meinen Augen der sichere Weg um die Software fett und anf\u00e4llig zu machen, sprich: bloat. Die Plugins bedeuteten ja nicht, dass der Kern der Software unangetastet bleibt. Auch wenn der Gro\u00dfteil der neuen Funktionalit\u00e4t in externen Modulen liegt, so muss doch das m\u00f6gliche Einbinden weiterer Module zus\u00e4tzliche Arbeit beim Verarbeiten von log-Meldungen und beim Laden des Programms bedeuteten. Also die Komplexit\u00e4t steigt erheblich an und damit die Anf\u00e4lligkeit f\u00fcr Fehler. Bei so einer grundlegenden Anwendung wie dem syslog-Daemon keine gute Idee. Vor allem, da die angebotenen Plugins sicher nur einen Bruchteil der Anwender wichtig sind. Und wenn ich mir so die <a href=\"http:\/\/bugs.debian.org\/cgi-bin\/pkgreport.cgi?pkg=syslog-ng;dist=unstable\" target=\"_blank\">wishlist<\/a>-Punkte im bugtracker anschau, wird mir nicht besser.<\/p>\n<p>Nachtrag: die <a href=\"http:\/\/www.balabit.com\/network-security\/syslog-ng\/opensource-logging-system\/features\" target=\"_blank\">Homepage<\/a> von syslog-ng best\u00e4rkt mich nur noch mehr. Das es eine kommerzielle Variante gibt, ist schon l\u00e4nger bekannt und eigentlich kein Problem. Nur wenn die Feature-Liste zu nackt aussieht, kauft das ja keiner, also wird da reinimplementiert was das Zeug h\u00e4lt. Bullshit-Bingo d\u00fcrfte damit auch in erreichbarer Entfernung sein.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Aufgrund eines (vermutlich) eher banalen Fehlers beim Aufbereiten der neuen Pakete durch den Maintainer, ist das update von syslog-ng bei mir erstmal fehlgeschlagen. Bisher gab es nur ein Paket, syslog-ng. 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