Nun hat das Gericht also entschieden, was aber sicher noch nicht das Ende der Geschichte sein dürfte. In den Kommentaren bei Heise fällt wieder auf, wieviele Leute ohne jegliche Differenzierung an die Geschichte rangehen. Das dürfte u.a. auch der presseweiten Schmutzkampagne zu verdanken sein, die neue Rekorde im Sinne der Breite an beteiligten Organen und auch des “Tiefgangs” aufgestellt hat.
Monthly Archives: Mai 2010
Der Fall Tauss und die Rolle der Staatsanwaltschaft Karlsruhe
Wirklich Neues gibt es in der Angelegenheitt nicht zu berichten, auch der erste Termin vor Gericht war ja schon lange vorher bekannt gemacht worden. Aber dieses lange vorher bekannt ist Gegenstand eines Aufsatzes von Jan Mönikes (Anwalt von Herrn Tauss) und Gregor Wettberg. In der Veröffentlichung, die einen Auszug aus “Die Öffentlichkeit als Richter” (Nomos Verlagsgesellschaft 2010) darstellt, wird die Rolle der Staatsanwaltschaft Karslruhe und des Immunitätsausschusses des Bundestages erläutert, und natürlich die Rolle der Presse. Dank einer ausführlichen und zeitlich genauen Auflistung der Vorgänge rund um die mediale Aufmerksamkeit entsteht der Eindruck (wenn das nicht schon vorher der Fall war) einer gezielt durchgeführten Kampagne, die das politische Aus für einen (ehemaligen) Bundestagsabgeordneten bedeuten. Dem Fazit des Aufsatzes kann ich mich nur anschließen und ich hoffe, dass die Vorgänge rund um das Bekanntwerden der Ermittlungen noch Gegenstand einer genaueren Untersuchung werden. Letzteres wird wohl nur ein Wunsch bleiben.
Über die Anklage gegen Jörg Tauss wird das Gericht befinden. Es wird entscheiden müssen, ob er sich tatsächlich strafbar gemacht hat und ob und wie er dafür bestraft wird. Ganz sicher ist, dass er sich mit seinen “Recherchen” persöhnlich keinen Dienst erwiesen hat, mindestens weil er damit politisch angreifbar wurde. Und schon der öffentliche Verdacht bewirkt zumindest bei solch einem Vorwurf den Vollzug der öffentlichen Bestrafung. Eine strafrechtliche Kategorie darf dieses jedoch nicht sein.
Hart aber fair? LOL!
Ich schau schon eine ganze Weile kein TV mehr. Zeitverschwendung, Gehirnwäsche und Verblödung sind einige der Argumente, die mir als Begründung in den Sinn kommen. Für die wenigen Ausnahmen gibt es dankenswerterweise Angebote im Netz. Warum selbst bei den öffentlich-rechtlichen Sendern kein besseres Karma existiert, kann man an diversen Angeboten politischen Inhalts erahnen. So zum Beispiel die Sendung “Hart aber Fair”. Mal von der Tatsache abgesehen, dass mir Plasberg schon beim Erstkontakt vor einigen Jahren sofort unsympathisch erschien und auch das Format der Sendung, kann anhand der Beobachtungen anderer, leidensfähiger Leute festgestellt werden, dass diese Sendung nur mit Vorsicht zu geniessen ist.
Problem mit Schreiben auf externe USB-Platte
Hmm, immer noch keinen Hinweis auf den Verursacher des usb-Schreibraten-Einbruchs hier. Die erste Vermutung mit Laufzeit und Speicherauslastung ist falsch stellt nur einen Teil des Problems dar. Allerdings macht der Prozess-Scheduler einen (riesigen) Unterschied: mit dem speed-king BFS bricht die Schreibrate auf ca. 1 MB/s ein, mit dem Standard-Scheduler CFS geht es “nur” bis auf 10-20 MB/s zurück. Mittlerweile such ich in die Richtung devkit-disks und gvfsd. Ersterer stürzt hier nach dem Starten (ich hab keine Ahnung, wer den überhaupt startet :/) mit Getöse ab.
Der Artikel lag jetzt schon eine Weile in der Kiste, aber mittlerweile hat sich ein besseres Bild ergeben. Einerseits spielt der Prozess-Scheduler keine wirkliche Rolle, da der Fehler auch mit dem Standard-Scheduler auftaucht. Der Einbruch der Schreibrate muss eine zentralere Ursache haben. Ein kleiner Thread auf der Mailingliste der Kernel-Entwickler deutet darauf hin, dass es mehrere Leute mit diesem Problem gibt. Leider endet die Diskussion dort auch sehr schnell wieder ohne einen Hinweis auf eine mögliche Lösung.