ich hatte sie schon langsam aus den Augen verloren – was ja als normal anzusehen ist – die Geschichte über die “abgewickelten” Steuerfahnder in Hessen. Erfreulicherweise bin ich über einige Ecken auf das Dossier der FR gestoßen, die an der Geschichte dran bleiben. Und das hat mittlerweile einen ordentlichen Umfang an Artikeln, allesamt ausreichend, um eine ordentliche Portion Wut zu entwickeln. Wut auf diesen politischen Apparat, der in dem stinkenden Haufen zu Tage tritt. Also nicht alles auf einmal lesen, sondern nur in kleinen Portionen.
Monthly Archives: März 2010
google vs .cn
Hmm, ich hatte eigentlich schon bei der auslösenden heise-Nachricht vor ein paar Wochen den Gedanken und ihn wieder unter den Tisch fallen lassen. Beim heutigen Artikel war er wieder da. Die einen jubeln google für die Entscheidung zu, die anderen sagen was von souveräner Staat und Recht oder so. Mir ging durch den Kopf, dass google erstmals quasi seine Muskeln zeigt, auch wenn sie in .cn nicht den größten Anteil am Suchmaschinengeschäft haben. Und das auch gegenüber einem Staat, der gegenwärtig (vorsichtig eingeschätzt) die Weltwirtschaft dominiert bzw. in den nächsten Jahren immer mehr in diese Rolle wächst. Wäre es nicht möglich, dass die bei google einfach auch mal “probieren” wollen, wie weit der Einfluss und die Macht des Unternehmens reicht? Unternehmerisch haben die doch das Ende der Fahnenstange erreicht und ein kleiner Kursverlust der Aktie kratzt die bei dem Wert doch nicht, oder?
Gesundheitsreform?
Wenn ein deutscher Politiker das Wort Gesundheitsreform verwendet, bekommt man ja eher einen schalen Geschmack im Mund. Etwas anderes ist das zur Zeit in der USA. Da werden die Leute wohl eher zu Schaum neigen, speziell Republikaner und ihre Anhänger. Jedenfalls dürfte das nach der Entscheidung des Repräsentantenhauses der Fall sein. Jetzt steht noch die Entscheidung im Senat aus, dann dürfte Obama eines seiner wichtigeren Ziele, wenn nicht gar das Wichtigste, erreicht haben. Das sieht auch eher nach einem Friedensnobelpreisträger aus.
CLT 2010 steht an
Für den morgigen Samstag und den Sonntag sind in Chemnitz die Türen der TU wieder für alle geöffnet, die sich für Open Source oder Linux interessieren. Bei den Chemnitzer Linux-Tagen 2010 findet erstmals auch ein Kernel-Track statt, also ein Teil der Vorträge widmet sich nur Kernel-Themen. Da aber das Vortragsprogramm noch dicker erscheint als letztes Jahr, wird man sich wieder “quälen” müssen bei der Frage, was man sich denn am liebsten anschauen möchte.
Talkshow mal anders!
Ich kuck ja regelmäßig beim spiegelfechter vorbei und da fand sich letztes Mal ein Artikel zu einer Talkshow des Ersten, Menschen bei Maischberger, die der SF für sehenswert hielt. Hmm, mal abgesehen davon, dass ich kein tv hab, würde ich mir auch nie eine Talkshow anschauen, da ich dass für Zeitverschwendung halte. Wenn aber aus dieser Richtung eine Empfehlung kommt und der Artikel über einen der Teilnehmer interessant ist, kann man sich ja mal die Mühe machen, zB. mittels der Mediathek. Und mehr gibts nicht zu sagen als dass sich das vollständig gelohnt hat. Eine recht ungewöhnliche Sendung (Zusammensetzung der Gästeliste, Grad der Diskussion, Lautstärke,…), die aber viel Spass gemacht hat und auch ein klein wenig den Glauben zurück gebracht hat, dass es noch genug Leute in DE gibt, die sich für gesellschaftliche Belange interessieren und dabei nicht nur den eigenen Vorteil im Blick haben.
VDS vorerst vom Tisch
Na wenigstens etwas! Auch wenn ich es eher wie Herr Prantl sehe, dass die Richter am BVerfG viel mehr Mut hätten aufbringen müssen und die Vorratsdatenspeicherung auf europäischer Ebene hätten angreifen müssen, so ist doch die Ohrfeige für den Gesetzgeber deutlich zu hören gewesen. Was diesen natürlich nicht dazu bringen wird, die seit einiger Zeit schon grassierende Nachlässigkeit beim Verfassen von Gesetzen zu unterlassen. Das wird so weiter gehen. Und die Lücken oder auch Möglichkeiten, die der Richterspruch offen gelassen hat, werden ihre Verwendung finden, da bin ich mir sicher. Und außerdem fällt mit den abweichenden Voten zweier Richter auch die unangenehme Praktik auf, dass Parteien Richter für das höchste deutsche Gericht empfehlen können. Die Zwei haben IMO nicht aus mangelndem Mut so entschieden, sondern weil sie die Meinung der Konservativen (die CDU hat diese für das Richteramt empfohlen) teilen. Mir graut damit auch vor dem Tag, in dem nur noch CDU-freundliche Richter auf diesen Posten sitzen.